KI statt Journalisten: Microsoft erfährt, warum die Idee saudumm ist

Microsoft, Msn, Microsoft News, MSN News Bildquelle: Microsoft
Ende Mai wurde bekannt, dass Microsoft jeden zehnten MSN-Redakteur entlassen wird. Der Nachrichten-Generator der Redmonder wollte fortan verstärkt auf KI-basierte Lösungen setzen. Doch das sollte man sich nach einem peinlichen rassistischen Fauxpas noch einmal überlegen. Menschen sind teuer, warum sollte eine Künstliche Intelligenz nicht denselben Job machen können? Diese oder ähnliche Überlegungen hat man wohl in der für MSN zuständigen Abteilung in Redmond angestellt. Und ist wohl zum Schluss gekommen, dass man per KI die Kosten des hauseigenen Nachrichtendienstes reduzieren kann.

Doch das ist nun spektakulär in die Hose gegangen, wie der britische Guardian berichtet. Denn die Microsoft-KI wählte zur Illustration eines Berichtes die falsche Person. Das kann zwar auch einem Menschen passieren, in diesem Fall hätte dieser aber vermutlich besonders genau hingesehen. Denn die KI wählte als Illustration einer Story über Rassismus die falsche Person mit dunkler Hautfarbe aus.

Thirlwall: "Werdet besser!"

Denn eigentlich sprach Little Mix-Sängerin Jade Thirlwall über ihre Erfahrungen mit Rassismus, im Bild zum Bericht war hingegen ihre Band-Kollegin Leigh-Anne Pinnock zu sehen. Dafür verantwortlich war aber kein Mensch, sondern die Software.

Thirlwall, die zuletzt auch an den Black Lives Matter-Protesten teilgenommen hat, war stinksauer und postete auf Instagram (als "Story") einen wütenden Text: MSN schaffe es nicht, zwei farbige Frauen in einer vierköpfigen Gruppe auseinanderzuhalten. Das passiere auch ständig, Medienkanäle wie MSN müssten das aber besser machen.

Die Sängerin wusste allerdings nicht, dass hier nicht ein Mensch versagt hat, sondern eine Software. KIs stehen immer wieder vor dem Problem, dass sie "Schwächen" haben, Nicht-weiße-Personen korrekt zu erkennen, was zum Teil daran liegt, dass die Datensätze, mit denen sie "lernen", eine entsprechenden Tendenz zu weißen Personen haben.

Microsoft habe laut Guardian Mitarbeiter zu mehr Aufmerksamkeit aufgefordert und sie auch vor der Veröffentlichung gewarnt, dass die britische Zeitung einen negativen Bericht vorbereitet. Dieser sollte auf MSN blockiert werden, auch wenn die KI versuchen könnte, ihre menschlichen Aufseher zu "überschreiben".

Und nun? Siehe auch: Streisand-Effekt. Microsoft, Msn, Microsoft News, MSN News Microsoft, Msn, Microsoft News, MSN News Microsoft
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