YouTuber Rezo "zerstört" die Presse und fordert von ihr mehr Qualität

Dem YouTuber Rezo gelang im Vorjahr ein absoluter Coup, denn der 27-Jährige griff mit einem vielbeachteten Video namens "Die Zerstörung der CDU" die Union an. Nun "zerstört" Rezo erneut, allerdings handelt es sich hier vor allem um sachliche und durchdachte Medienkritik. Rezo hat sich Ende 2019 nicht nur Freunde gemacht, allen voran in konservativen Kreisen. Das war natürlich Absicht, allerdings hat so mancher auch den Stil des YouTubers kritisiert. Die Fakten, die Rezo präsentiert hat, boten allerdings kaum Angriffsfläche, CDU und CSU scheiterten tagelang, eine angemessene Reaktion auf die Kritik zu finden.

"Will nichts zerstören"

Nun hat Rezo ein zweites Video mit dem Titel "Die Zerstörung..." veröffentlicht, sagt aber nach bereits knapp drei Minuten, dass er "gar nix" zerstört, sondern vielmehr Missstände aufzeigen möchte, die das Vertrauen der Menschen in Medien, Presse und den Journalismus zerstören.

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Ins Visier von Rezo geraten zunächst Verschwörungstheoretiker. Er stellt fest, dass es leicht ist, das Ganze als Spinnerei abzutun, aber man eben nicht so arrogant sein darf, um zu sehen, dass eben nicht alle die Medienkompetenz haben, um solche Videos als Unsinn zu erkennen.

Rezo geht aber auch - in nach Ansicht vieler Kommentatoren wesentlich erwachsenerem Stil - den Ursachen auf den Grund. Und hier knöpft sich der gelernte Informatiker die Boulevardpresse vor, eine Breitseite gibt es auch in Richtung der Bild-Zeitung. Hier greift er auch die jüngste Kampagne gegen den Virologen Christian Drosten auf und stellt fest, dass die größte deutsche Boulevardzeitung mit denselben Mitteln arbeitet wie Verschwörungstheoretiker, also Fakten verdreht und aus dem Zusammenhang reißt.

Weitere Themen sind der Verstöße gegen den Opferschutz und Falschbehauptungen, die es nicht nur bei der Bild gibt, sondern auch bei "Qualitätsmedien" wie der Welt oder FAZ. "Die Zerstörung der Presse" ist aber keinesfalls ein Rundumschlag gegen DIE Medien, sondern wie etwa Netpolitik.org feststellt, eine "Liebeserklärung an guten und transparenten Journalismus".
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