Nach Flugzeugabsturz: Spielebranche trauert um Ubisoft-Gründer

Gemeinsam mit seinen Brüdern formte Claude Guillemot den Publisher Ubisoft zu einem gigantischen Imperium für Videospiele. Doch nun kam der 69-Jährige bei einem Flugzeugabsturz in Frankreich ums Leben. Ein Fluglehrer verstarb ebenfalls.
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Ubisoft

Flugzeugabsturz in Frankreich

Am späten Freitagnachmittag ist nahe dem Flughafen La Baule an der französischen Westküste ein Flugzeug abgestürzt. Dabei kam Claude Guillemot, Mitbegründer des Spiele-Publishers Ubisoft, im Alter von 69 Jahren ums Leben. Die zweimotorige Cessna 421 stürzte kurz vor der Landung in ein Feld und geriet in Brand.

Neben dem Unternehmer starb eine weitere Person, nach Angaben lokaler Behörden ein Fluglehrer. Beide Insassen galten als lizenzierte, erfahrene Piloten. Die Ursache ist unklar, eine Untersuchung wurde eingeleitet.


Leben für die Videospiele

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bestätigte das Unternehmen den Vorfall am Samstag. Claude Guillemot wirkte überwiegend im Hintergrund und galt als operatives Rückgrat des Familienunternehmens. Er war Vorstandsmitglied von Ubisoft und Vorsitzender der Guillemot Corporation, die unter anderem den Peripherie-Hersteller Thrustmaster führt.

1986 gründete er Ubisoft mit vier Brüdern in der Bretagne. Anfangs betrieb das Unternehmen Versandhandel für Computersoftware. Durch den Import günstigerer Spiele aus dem Ausland gewann die Firma rasch Marktanteile in Europa.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Ubisoft zu einem der größten Publisher weltweit. Yves Guillemot ist bis heute Geschäftsführer. Das Unternehmen beschäftigt Tausende Entwickler in Studios rund um den Globus.

Bekannte Marken des Publishers

Der Aufstieg des Unternehmens ist eng mit erfolgreichen Spieleserien verbunden. Zu den bekanntesten Marken gehören:

Geschichte der großen Ubisoft-Franchises

  • 1998
    22. August
    Tom Clancy's Rainbow Six erscheint für PC - Ubisoft startet damit eine der prägendsten Taktik-Shooter-Reihen. Bis heute wurden rund 32 Millionen Einheiten verkauft.
  • 2001
    22. November
    Tom Clancy's Ghost Recon erscheint für Windows und begründet die erfolgreiche Militär-Taktik-Reihe. Die Franchise kommt auf rund 40 Millionen verkaufte Einheiten.
  • 2002
    17. November
    Tom Clancy's Splinter Cell erscheint exklusiv für Xbox (PC- und PS2-Versionen folgen 2003) und etabliert das Stealth-Genre bei Ubisoft. Gesamtverkäufe: rund 32 Millionen Einheiten.
  • 2004
    23. März
    Far Cry erscheint für Windows und läutet eine Open-World-Shooter-Ära ein. Die Reihe wächst zur umsatzstärksten reinen Ubisoft-IP mit rund 60 Millionen verkauften Einheiten.
  • 2007
    15. November
    Assassin's Creed erscheint für Xbox 360 und PlayStation 3 und wird zur größten Franchise im Ubisoft-Portfolio. Über 230 Millionen verkaufte Einheiten machen sie zur meistverkauften Action-Adventure-Reihe des Unternehmens.
  • 2009
    12. November
    Just Dance erscheint für Wii und überrascht als Casual-Titel mit anhaltend starkem Erfolg. Die Tanzspielserie verkauft sich bis heute rund 90 Millionen Mal.

Der Tod des Mitbegründers gilt als schwerer Verlust. Ubisoft äußerte sich betroffen und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. Weitere Erklärungen sind zunächst nicht geplant.

Welche Ubisoft-Titel haben in den vergangenen Jahren besonders geprägt? Rückmeldungen und Erinnerungen können in den Kommentaren geteilt werden.

Zusammenfassung
  • Ubisoft-Mitbegründer Claude Guillemot verstarb bei einem Flugzeugabsturz
  • Die Cessna stürzte in Frankreich nahe dem Flughafen La Baule in ein Feld
  • Der 69-jährige Unternehmer und ein Fluglehrer überlebten den Crash nicht
  • Guillemot war das operative Rückgrat hinter dem globalen Spiele-Publisher
  • Er gründete das Unternehmen 1986 gemeinsam mit seinen vier Brüdern heute
  • Zu den bekannten Ubisoft-Erfolgen zählen Reihen wie Assassin's Creed heute

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