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Neuer Glas-Akku des Lithium-Ionen-Erfinders verlässt das Labor
Ein entscheidend verbesserter Akku, den der Erfinder der Lithium-Ionen-Batterie vor drei Jahren präsentierte, ist über das Labor-Stadium hinaus. Die Technologie wurde jetzt zur praktischen Umsetzung an einen kanadischen Energieversorger lizenziert.
Mit der Veröffentlichung hatte John Goodenough, der im Dezember im Alter von 97 Jahren zum bisher ältesten Empfänger eines Nobelpreises wurde, im März 2017 für Aufsehen gesorgt. Denn kaum jemand hatte gedacht, dass der Forscher in diesem hohen Alter noch bahnbrechende Erfindungen präsentieren kann. Das Konzept klingt allerdings ziemlich vielversprechend.
Und entsprechend groß ist natürlich das Interesse des Marktes. Der Energieversorger Hydro-Québec konnte nun mit der University of Texas, die Goodenoughs Patente verwaltet, einen Lizenzvertrag abschließen, berichtet das Spectrum-Magazin. In den kommenden zwei Jahren sollen die Ingenieure in Kanada nun das Konzept zu marktreifen Akkus weiterentwickeln und im Zuge dessen auch die einzelnen Bestandteile so umsetzen, dass eine automatisierte Massenproduktion möglich wird.
Der Stromspeicher mit Glas-Elektrolyt beruht ebenfalls auf den Grundlagen des Lithium-Ionen-Akkus. In diesem ist das sonst flüssige Material durch ein geimpftes Glas ersetzt, wodurch die Sicherheit deutlich steigt, da nicht so leicht Kurzschlüsse entstehen können. Der Akku weist außerdem eine höhere Lebensdauer auf und lässt sich deutlich schneller aufladen.
Siehe auch: Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus schlägt mit 94 Jahren nochmal zu
Und entsprechend groß ist natürlich das Interesse des Marktes. Der Energieversorger Hydro-Québec konnte nun mit der University of Texas, die Goodenoughs Patente verwaltet, einen Lizenzvertrag abschließen, berichtet das Spectrum-Magazin. In den kommenden zwei Jahren sollen die Ingenieure in Kanada nun das Konzept zu marktreifen Akkus weiterentwickeln und im Zuge dessen auch die einzelnen Bestandteile so umsetzen, dass eine automatisierte Massenproduktion möglich wird.
Mehrere Technologien werden genutzt
Dies geschieht in der kommenden Zeit in der Forschungsabteilung des Energieversorgers, in der 120 Menschen beschäftigt sind. Diese werden aber nicht nur die Feststoff-Batterie mit Glas-Elektrolyt weiterentwickeln, sondern auch ein zweites Modell, das auf Goodenough patentiert ist: Einen Lithium-Eisenphosphat-Akku. Dieser gilt als eine der sichersten Varianten des Lithium-Ionen-Akkus und kommt daher beispielsweise schon in Elektrofahrzeugen zum Einsatz.Der Stromspeicher mit Glas-Elektrolyt beruht ebenfalls auf den Grundlagen des Lithium-Ionen-Akkus. In diesem ist das sonst flüssige Material durch ein geimpftes Glas ersetzt, wodurch die Sicherheit deutlich steigt, da nicht so leicht Kurzschlüsse entstehen können. Der Akku weist außerdem eine höhere Lebensdauer auf und lässt sich deutlich schneller aufladen.
Siehe auch: Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus schlägt mit 94 Jahren nochmal zu
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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