Viele Elektroauto-Akkus werden künftig ein "zweites Leben" bekommen

Elektroautos sind derzeit das sprichwörtliche Thema der Stunde und gel­ten auch als Zukunft der Branche. Doch es gibt auch viele Zweifler, die vor allem auf die problematische Nachhaltigkeit von Akkus verweisen. Doch die Wissenschaft entwickelt hierfür Lösungen.
Infografik: Diese Elektroautos rollen am weitestenDiese Elektroautos rollen am weitesten
"Ja, aber was ist mit den Akkus?" Das ist ein Satz, der so oder so ähnlich ausnahmslos immer fällt, wenn Befürworter und Kritiker zum Thema Elektromobilität diskutieren. Und tatsächlich sind die Batterien das "Hauptproblem" von Elek­tro­au­tos, das betrifft einerseits die Her­stel­lung, an­de­rer­seits die Entsorgung.

Für ein "zweites Leben" mehr als gut genug

Die Forschung hat sich dieses Themas längst an­ge­nom­men und Wissenschaftler der Warwick Uni­ver­si­ty haben sich nun vor allem einen Weg an­ge­se­hen: das Wiederverwenden ge­brauch­ter Auto-Akkus. Laut den englischen Forschern haben Batterien von Elektroautos näm­lich in der Regel noch eine Kapazität von rund 70 Pro­­­zent, wenn die Fahrzeuge ihr Le­bens­en­de erreichen.

Das ist nicht genug, um erneut in einem Auto verbaut zu werden, aber ausreichend für ein "zweites Leben" in Privathäusern und Industrie. Dafür muss eine Batterie aber in Klassen eingeteilt werden (das so genannte "Grading"), was aber ein langwieriger und auch teurer Prozess ist. Die Forscher aus Warwick haben aber für Nissan einen Prozess entwickelt, bei dem das Grading besonders schnell über die Bühne läuft (via The Next Web).

Mit dem neuen und auch deutlich günstigeren Verfahren können gleich mehrere Akku-Module in nur drei Minuten erfasst werden, bisher be­nö­tig­te man dafür etwa drei Stunden. Damit kön­nen viele Batterien nun schnell in ein zweites Leben geschickt werden, etwa als Ener­gie­spei­cher in Häusern mit Solaranlagen. In der In­dus­trie können Akkus u. a. in Windfarmen ein­ge­setzt werden.

Nissan erwartet, dass es bis 2025 auf den Stra­ßen zehntausende Fahrzeuge geben wird, die den "End of Service"-Zeitpunkt erreicht ha­ben, entsprechend wichtig ist es, dafür geeignete Wege zu finden, die Akkus zu recyceln oder wiederzuverwenden.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!