Windows und Office aus dem Supermarkt: Microsoft verklagt Lizengo

Windows 10, Office, Lizenz, Volumenlizenz, Edeka, Lizengo Bildquelle: Linzengo
Anfang der vergangenen Woche tauchte wieder einmal ein Thema auf, das immer wieder für Diskussionen sorgt, nämlich ob Lizenzen aus unge­klär­ter Quelle legal sind oder nicht. Konkret ging es um jene Windows- und Office-Versionen, die man bei Edeka von Lizengo kaufen kann. Zur Legalität gibt es in solchen Fällen keine eindeutige Antwort, denn die günstigen Lizenzen oder besser gesagt Keys stammen zumeist von OEMs oder auch für Unternehmen gedachten Volumenlizenzen, deren Verkauf für Endanwender seit Jahren rechtlich umstritten ist. Im konkreten Fall schien es so zu sein, dass Microsoft das toleriert oder tolerieren muss, weil der Redmonder Konzern weder rechtliche Schritte in die Wege geleitet hat, noch sich auf sonstige Weise öffentlich dazu äußerte.

Wie CRN berichtet (via Dr. Windows), war der Verkauf der Keys bei Edeka auch deshalb problematisch, weil eine große Supermarktkette die Gutscheinkarten ins Angebot nahm und damit einer verdächtigen bzw. zumindest ungeklärten Herkunft der Keys in gewisser Weise den Segen erteilt hat. Lizengo behauptet hier, dass man ausschließlich Einzelplatzlizenzen mit jeweils individuellen Schlüsseln im Angebot habe und die niedrigen Preise dank dem Aufkauf von Überkapazitäten erreicht werden.

Dubiose Herkunft

Laut von CRN durchgeführten Testkäufen sowie Checks per Microsofts Produktidentifikationsdienst PID übertreffen diese aber die "schlimmsten Befürchtungen". So stammen die Keys offenbar teilweise aus für China bestimmten OEM-Angeboten und "dürfen damit weder neu noch gebraucht in Deutschland verkauft werden", so das Portal. Bei anderen Keys wurden "noch drastischere Unregelmäßigkeiten" gefunden, darunter Keys aus Volumenlizenzverträgen für (ausländische) Universitäten.

Die Folge ist nun, dass Microsoft vor Gericht ziehen wird. Details dazu liegen nicht vor, Microsoft dürfte aber gut gerüstet in eine rechtliche Auseinandersetzung gehen. Denn sollten die von CRN dokumentierten schwerwiegenden Vorwürfe stimmen, dann verkauft Lizengo nicht nur illegale Lizenzen, sondern täuscht auch noch Kunden und Partner, also Edeka.

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