Elektro-Kipper erzeugt beim Fahren mehr Energie als er selbst braucht
In der Schweiz ist aktuell das wahrscheinlich größte Elektro-Nutzfahrzeug der Welt im Einsatz. Und dieses kann sogar arbeiten, ohne aufgeladen zu werden. Denn während seiner normalen Tätigkeit in einem Bergbau-Betrieb generiert es während seinen Fahrten mehr Energie, als es für das eigene Vorwärtskommen benötigt.
Keine Angst - dies ist keines der zahlreichen Märchen um vermeintlich funktionierende Perpetuum Mobiles. Vielmehr handelt es sich bei dem Fahrzeug um eine sehr gute Ingenieursleistung der Kuhn Schweiz AG, die speziell auf den Einsatzbereich des Kippers ausgerichtet ist und sich die Besonderheiten von Elektroantrieben zunutze macht. Denn in diesen wird bei Bremsvorgängen Energie zurückgewonnen.
Im Falle des Kippers wandelt man vor allem große Mengen kinetischer Energie in Strom um. Zu Nutze macht man sich hier, dass die Mine, in der das Fahrzeug eingesetzt wird, oben in den Bergen liegt, während die Weiterverarbeitung und das Verladen der Rohstoffe im Tal stattfindet. Bergab ist der Kipper dabei mit einer Nutzlast aus Kalk und Mergel beladen, die mehr als das Doppelte seines Eigengewichtes beträgt. Während der Fahrt zum Verladeplatz muss der Fahrer so ständig bremsen, wobei die kinetische in elektrische Energie umgewandelt wird und im Akku landet.
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Trotzdem muss man hier quasi keine gesonderte Energie von Außen in das System hineinbringen, wie es bei einem konventionellen Kipper in Form von Diesel der Fall wäre. Pro Jahr spart der Betreiber somit den Zukauf von mehreren zehntausend Liter Diesel.
Siehe auch: Semi: Neuer Tesla-Truck bewegt große Lasten wie ein Sportwagen
Im Falle des Kippers wandelt man vor allem große Mengen kinetischer Energie in Strom um. Zu Nutze macht man sich hier, dass die Mine, in der das Fahrzeug eingesetzt wird, oben in den Bergen liegt, während die Weiterverarbeitung und das Verladen der Rohstoffe im Tal stattfindet. Bergab ist der Kipper dabei mit einer Nutzlast aus Kalk und Mergel beladen, die mehr als das Doppelte seines Eigengewichtes beträgt. Während der Fahrt zum Verladeplatz muss der Fahrer so ständig bremsen, wobei die kinetische in elektrische Energie umgewandelt wird und im Akku landet.
Auf YouTube ansehenEnorme Einsparung beim Treibstoff
Was dann im Stromspeicher enthalten ist, reicht problemlos aus, um den leeren Kipper wieder den Berg hinaufzubringen. Und nicht nur das. Es bleibt sogar noch eine nicht zu vernachlässigende Menge Strom übrig, die theoretisch für andere Zwecke genutzt werden könnte. Allerdings bekommt man einen nennenswerten Energieüberschuss dann doch eher nur unter idealen Bedingungen, die ja nicht immer gegeben sind.Trotzdem muss man hier quasi keine gesonderte Energie von Außen in das System hineinbringen, wie es bei einem konventionellen Kipper in Form von Diesel der Fall wäre. Pro Jahr spart der Betreiber somit den Zukauf von mehreren zehntausend Liter Diesel.
| Eckdaten des E-Dumpers "Lynx" | |
|---|---|
| Basis: | umgerüsteter Komatsu Muldenkipper 605-7 |
| Gesamtgewicht | beladen 110 t |
| Eigengewicht | 45 t |
| Zuladung max. | 65 t |
| Antrieb | Synchron Elektromotor, 590 kW Dauerleistung (800 PS), Drehmoment bis 9.500 Nm |
| Geschwindigkeit | max. 40 km/h |
| Einsparung Diesel | 50.000 l/Jahr |
| Einsparung CO2 | 130 t/Jahr |
| Stromerzeugte Energie | 77 MWh/Jahr Überschuss |
Siehe auch: Semi: Neuer Tesla-Truck bewegt große Lasten wie ein Sportwagen
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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