Regenerative Energien: Union stürzt auch die Windenergie in die Krise
Die Bundesregierung tut sich extrem schwer damit, alte, klimaschädliche Technologien zur Stromerzeugung endlich zurückzufahren. Hingegen lässt man aktuell den zweiten großen Bereich der Nutzung regenerativer Energieträger gegen die Wand fahren.
Die Windenergie ist inzwischen in einer ausgewachsenen Ausbaukrise angekommen. Bis Ende September sind in diesem Jahr bundesweit gerade einmal 148 neue Windkraft-Anlagen in Betrieb gegangen. Diese erzeugen zusammengenommen eine Leistung von bis zu 507 Megawatt. Das teilte die Fachagentur Windenergie jetzt mit. Das ist der Tiefpunkt der letzten 20 Jahre.
Die Zunahme, die in diesem Jahr binnen der ersten neun Monate erreicht wurde, hatte man in den letzten fünf Jahren jeweils schon nach einem Quartal in der Tasche. "Die bisherige Neuanlagenleistung in diesem Jahr liegt um 82 Prozent unter dem Durchschnitt der Vergleichszeiträume zwischen 2014 und 2018", wie die Agentur mitteilte. Spitzenreiter beim Ausbau waren dabei Niedersachsen (36 Anlagen), Nordrhein-Westfalen (21) und Brandenburg (19). In den Stadtstaaten Berlin, Bremen, Hamburg sowie im Saarland kamen keine neuen Windräder dazu.
Damit hat es die unionsgeführte Bundesregierung nun geschafft, auch den zweiten Bereich der regenerativen Energien in eine Krise zu stürzen. Vor einigen Jahren hatte man schon dafür gesorgt, dass die junge Solarbranche schlicht in den Kollaps getrieben wurde. Die Technik kommt daher inzwischen meist aus China und es gingen hierzulande rund 80.000 Arbeitsplätze verloren. Gegenüber den alten Technologien ist man da viel spendabler: Der ohnehin kommende Kohleausstieg wird mit Milliarden-Summen abgefedert und auch hinausgezögert.
Siehe auch: Microsoft gibt den aktuell größten Aufkauf von Windenergie bekannt
Die Zunahme, die in diesem Jahr binnen der ersten neun Monate erreicht wurde, hatte man in den letzten fünf Jahren jeweils schon nach einem Quartal in der Tasche. "Die bisherige Neuanlagenleistung in diesem Jahr liegt um 82 Prozent unter dem Durchschnitt der Vergleichszeiträume zwischen 2014 und 2018", wie die Agentur mitteilte. Spitzenreiter beim Ausbau waren dabei Niedersachsen (36 Anlagen), Nordrhein-Westfalen (21) und Brandenburg (19). In den Stadtstaaten Berlin, Bremen, Hamburg sowie im Saarland kamen keine neuen Windräder dazu.
Ziel wird nicht erreicht
Eigentlich war man davon ausgegangen, dass der Windenergie-Sektor die Schwelle von 1000 Megawatt in diesem Jahr problemlos überschreitet. Aufgrund des massiven Ausbau-Einbruchs wird man dies nun aber wohl nicht oder vielleicht gerade so schaffen. Das Problem besteht den Angaben zufolge darin, dass die Genehmigungsverfahren immer schwieriger werden. Und eine Verbesserung der Situation ist hier nicht in Sicht.Damit hat es die unionsgeführte Bundesregierung nun geschafft, auch den zweiten Bereich der regenerativen Energien in eine Krise zu stürzen. Vor einigen Jahren hatte man schon dafür gesorgt, dass die junge Solarbranche schlicht in den Kollaps getrieben wurde. Die Technik kommt daher inzwischen meist aus China und es gingen hierzulande rund 80.000 Arbeitsplätze verloren. Gegenüber den alten Technologien ist man da viel spendabler: Der ohnehin kommende Kohleausstieg wird mit Milliarden-Summen abgefedert und auch hinausgezögert.
Siehe auch: Microsoft gibt den aktuell größten Aufkauf von Windenergie bekannt
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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