5G-Mobilfunk wird ein Stromfresser - Akkulaufzeiten sind ein Problem

Mobilfunk, Deutsche Telekom, Berlin, 5G Bildquelle: Deutsche Telekom
Aktuell warten überall auf der Welt Nutzer auf die Einführung der kommenden Mobilfunkgeneration. Diese verspricht immerhin nicht nur höhere Datenraten, sondern auch kleinteiligere und performantere Zellen und eine Netzanbindung zahlreicher Embedded-Syysteme. Allerdings wird die neue Technologie auch einen enormen Nachteil mit sich bringen.
Infografik: 5G - Hohe Erwartungen, niedrige Zahlungsbereitschaft5G - Hohe Erwartungen, niedrige Zahlungsbereitschaft
"Ich glaube nicht, dass die Netzbetreiber wirklich schon verstehen, was das mit dem Smartphone anstellt und wie man die Akkulaufzeit in den Griff bekommt", erklärte James Kimery, Sprecher der Funk-Forschungsabteilung bei National Instruments. "5G kommt zu einem Preis - und dieser Preis ist die Akku-Nutzung."

Aktuell gibt es noch keine genaueren Ausführungen, wieviel mehr Energie die Technik aus den kleinen Stromspeichern in den Mobilgeräten saugen wird. Die ersten verfügbaren Geräte gehören dabei ohnehin den oberen Preisklassen an, die bereits bessere Akkus mitbringen. Gespannt sein darf man also auf den Zeitpunkt, an dem die ersten Modelle mit 5G-Technologie in der Mittel- und Einsteiger-Klasse auf den Markt kommen und nicht die höchsten Kapazitäten mitbringen.

Wesentlich klarer ist hingegen die Situation in der Infrastruktur. Laut einem Bericht des Fachmagazins IEEE Sprektrum, benötigt eine 5G-Basisstation im Betrieb etwa die dreifache Energiemenge wie eine 4G-Sendeanlage. Das sind keine theoretischen Einschätzungen, sondern praktische Messungen durch China Mobile.


Netz wird sehr viel mehr brauchen

Der Energiebedarf zum Betrieb des Netzes wird zusätzlich noch dadurch gesteigert, dass die 5G-Anlagen schlicht nicht die gleiche Fläche abdecken werden wie ein 4G-Sender. Um wirklich viel mehr eingebuchte Geräte versorgen zu können, müssen die Zellen kleinteiliger organisiert werden.

Ein guter Teil des Mehrbedarfs an Energie kommt schlicht dadurch zustande, dass die höheren Bandbreiten ja nicht einfach durch sehr viel bessere Übertragungsstandards erreicht werden. Stattdessen werden vor allem mehr parallele Verbindungen über zusätzliche Antennen aufgebaut. Allerdings ist im zuständigen Industrie-Konsortium klar, dass der hohe Strombedarf von 5G eine echte Schwachstelle darstellt und den Erfolg gefährden kann. Daher wird mit Hochdruck an einer Optimierung gearbeitet. Es kann durchaus damit gerechnet werden, dass zukünftig Software-Updates für alle Bereiche dazu beitragen, dass der Mehrbedarf zumindest eingedämmt wird.

Siehe auch: 5G sorgt für überhitzte Handys: Erster Test bringt Geräte zum Schwitzen Mobilfunk, Deutsche Telekom, Berlin, 5G Mobilfunk, Deutsche Telekom, Berlin, 5G Deutsche Telekom
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