LTE im Test: Netz von Telefonica soll schlechter geworden sein (Update)
Es ist keineswegs so, dass sich die Unterschiede zwischen den Mobilfunknetzen mit der Zeit immer weiter verringern. In der letzten Zeit hat die Deutsche Telekom ihren Vorsprung insbesondere auf den drittgrößten Marktteilnehmer Telefonica/O2 deutlich ausbauen können.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch den Mobilfunkspezialisten Umlaut, deren Ergebnisse dem Handelsblatt vorliegen. Dieser betrachtet allerdings in erster Linie die Qualität der Verbindungen in städtischen Gebieten. Und hier hat die Telekom eine ordentliche Aufrüstung ihres Netzes hinbekommen. Die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit ist hier binnen eines Jahres von 73 Megabit pro Sekunde auf 91 Megabit pro Sekunde gestiegen.
Auch der Konkurrent Vodafone hat einiges getan, um die Qualität seines Netzes zu verbessern. Das Unternehmen konnte die durchschnittliche Bandbreite im Downstream bei den Testmessungen von 47 Megabit pro Sekunde auf 68 Megabit pro Sekunde ausbauen. Ziemlich erstaunt schaute man hingegen auf die Messdaten von Telefonica - hier ging der Durchschnittswert von 30 Megabit pro Sekunde auf 25 Megabit pro Sekunde zurück.
Bei den anderen beiden mache sich aber die weitergehende Investition in bessere Technik und teils auch in die Verdichtung der Infrastruktur bemerkbar. Die Optimierung der Netzstrukturen dürfte aber auch bei Telefonica nun zügig vorangehen, da der Zusammenschluss geschafft ist und man sich wieder vollständig den Aufgaben im Tagesbetrieb widmen kann. Außerdem bereiten alle Betreiber ihre Infrastrukturen für die Umrüstung auf 5G vor.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Update vom 26.10.2019: Telefónica Deutschland (o2) wurde laut Handelsblatt zunächst als "Verlierer des Tests" benannt. Am gestrigen späten Nachmittag schob das Handelsblatt dann aber ein Update nach: "Die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit stieg von 30 MBit/s auf 37 MBit/s in diesem Jahr an." Zur Begründung nannte das Handelsblatt eine kurz zuvor erfolgte Korrektur des Umlaut-Berichtes.
Ein Telefónica-Sprecher hatte schon das erste Ergebnis der Untersuchung von Umlaut angezweifelt und betont, dass Telefónica in eigenen Tests eine durchschnittliche Downloadrate von 40 MBit/s gemessen habe. In einer Stellungnahme entschuldigte sich Umlaut dann für den Fehler. Bei der Auswahl der Daten für das aktuelle Mobilfunknetz wären bei Telefónica auch Daten aus dem langsameren 3G-Netz berücksichtigt worden. "Dadurch hat sich in der Gesamtbetrachtung ein zu geringer Mittelwert für die Downloadgeschwindigkeit ergeben". "Das hätte nicht passieren dürfen. Wir bedauern sehr, dass wir den Wert damit zu niedrig angegeben haben." Künftig würden die Qualitätsprüfungen ausgebaut", so Umlaut.
Mit Dank an unseren User TomB. für den Hinweis. /Update Ende.
Ein Telefónica-Sprecher hatte schon das erste Ergebnis der Untersuchung von Umlaut angezweifelt und betont, dass Telefónica in eigenen Tests eine durchschnittliche Downloadrate von 40 MBit/s gemessen habe. In einer Stellungnahme entschuldigte sich Umlaut dann für den Fehler. Bei der Auswahl der Daten für das aktuelle Mobilfunknetz wären bei Telefónica auch Daten aus dem langsameren 3G-Netz berücksichtigt worden. "Dadurch hat sich in der Gesamtbetrachtung ein zu geringer Mittelwert für die Downloadgeschwindigkeit ergeben". "Das hätte nicht passieren dürfen. Wir bedauern sehr, dass wir den Wert damit zu niedrig angegeben haben." Künftig würden die Qualitätsprüfungen ausgebaut", so Umlaut.
Mit Dank an unseren User TomB. für den Hinweis. /Update Ende.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch den Mobilfunkspezialisten Umlaut, deren Ergebnisse dem Handelsblatt vorliegen. Dieser betrachtet allerdings in erster Linie die Qualität der Verbindungen in städtischen Gebieten. Und hier hat die Telekom eine ordentliche Aufrüstung ihres Netzes hinbekommen. Die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit ist hier binnen eines Jahres von 73 Megabit pro Sekunde auf 91 Megabit pro Sekunde gestiegen.
Auch der Konkurrent Vodafone hat einiges getan, um die Qualität seines Netzes zu verbessern. Das Unternehmen konnte die durchschnittliche Bandbreite im Downstream bei den Testmessungen von 47 Megabit pro Sekunde auf 68 Megabit pro Sekunde ausbauen. Ziemlich erstaunt schaute man hingegen auf die Messdaten von Telefonica - hier ging der Durchschnittswert von 30 Megabit pro Sekunde auf 25 Megabit pro Sekunde zurück.
Zweifel an den Daten
Gegenüber der Zeitung zog ein Sprecher des dritten Netzbetreibers die Ergebnisse entsprechend in Zweifel. Eigene Tests würden deutlich bessere Daten liefern. Zu den Ursachen führte auch Umlaut erst einmal nichts Näheres aus, es kann aber durchaus sein, dass man hier die Folgen der Zusammenlegung der Mobilfunknetze mit E-Plus sieht. Hier wurde die Architektur des Gesamtnetzes teilweise überarbeitet, wodurch an bestimmten Stellen Doppelbelegungen beseitigt wurden.Bei den anderen beiden mache sich aber die weitergehende Investition in bessere Technik und teils auch in die Verdichtung der Infrastruktur bemerkbar. Die Optimierung der Netzstrukturen dürfte aber auch bei Telefonica nun zügig vorangehen, da der Zusammenschluss geschafft ist und man sich wieder vollständig den Aufgaben im Tagesbetrieb widmen kann. Außerdem bereiten alle Betreiber ihre Infrastrukturen für die Umrüstung auf 5G vor.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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Christian Kahle
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