Spanien: YouTuber nach Prank-Video zu saftiger Haftstrafe verurteilt
Für Ruhm und Werbeeinnahmen gehen verschiedene YouTuber auch gern mal über Grenzen. Dass dies ernste Folgen haben kann, zeigt nun der Fall des Spaniers, der unter dem Pseudonym ReSet auf der Plattform aktiv ist. Für einen Prank wurde er nun zu einer Haftstrafe und der Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt.
In der Angelegenheit ging es um einen Video-Clip, in dem der 21-Jährige aus Barcelona einem Obdachlosen einen Oreo-Keks essen ließ, dessen Füllung er durch Zahnpasta ersetzt hatte. Er kommentierte dies noch mit den Worten, dass der Mann dadurch sauber werde. Die ganze Geschichte ging dabei auf eine Herausforderung zurück, die ein Zuschauer des Kanals dem YouTuber gesetzt hatte.
Während der Verhandlung vor dem zuständigen spanischen Gericht erklärte ReSet, dass die Sache als Spaß gedacht war und er keinesfalls jemandem schaden wollte. Seitens der Justiz war man allerdings nicht sonderlich amüsiert und befand den YouTuber der Verletzung der Menschenwürde des betroffenen Obdachlosen für schuldig, berichtete die Tageszeitung El Pais.
Das Gericht ließ am Ende das Argument, dass es sich nur um einen harmlosen Scherz handelte, nicht gelten. Denn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Videos Anfang 2017 hatte der YouTube-Kanal des Beschuldigten immerhin 1,2 Millionen Abonnenten. Die Monetarisierung des Clips brachte so laut den Prozessunterlagen immerhin rund 2000 Euro ein. Entsprechend standen für die Urteilsfindung hier finanzielle Interessen des Angeklagten im Mittelpunkt.
Siehe auch: Dell bewirbt Prank-Videos: Verarscht werden aber nur Frauen
Während der Verhandlung vor dem zuständigen spanischen Gericht erklärte ReSet, dass die Sache als Spaß gedacht war und er keinesfalls jemandem schaden wollte. Seitens der Justiz war man allerdings nicht sonderlich amüsiert und befand den YouTuber der Verletzung der Menschenwürde des betroffenen Obdachlosen für schuldig, berichtete die Tageszeitung El Pais.
Klare finanzielle Interessen
In dem daraus ergangenen Urteil wurde gegen den Produzenten des Videos eine Haftstrafe von 15 Monaten verhängt. Aufgrund dessen, dass die Sanktion unter der Marke von zwei Jahren blieb und ReSet als Ersttäter gilt, wird die Strafe sehr wahrscheinlich zur Bewährung ausgesetzt. Das gilt allerdings nicht für das zugesprochene Schmerzensgeld. 20.000 Euro hat der YouTuber an den Obdachlosen zu zahlen.Das Gericht ließ am Ende das Argument, dass es sich nur um einen harmlosen Scherz handelte, nicht gelten. Denn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Videos Anfang 2017 hatte der YouTube-Kanal des Beschuldigten immerhin 1,2 Millionen Abonnenten. Die Monetarisierung des Clips brachte so laut den Prozessunterlagen immerhin rund 2000 Euro ein. Entsprechend standen für die Urteilsfindung hier finanzielle Interessen des Angeklagten im Mittelpunkt.
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