Redmi Pad 2 im Test: Ziemlich gutes Tablet für unter 200 Euro

Günstige Android-Tablets müssen oft Kompromisse bei Display, Verarbeitung oder Leistung eingehen. Das Redmi Pad 2 9.7 will sich davon abheben: Xiaomi kombiniert für eine UVP von 189 Euro ein 9,7-Zoll-Display mit bis zu 120 Hz, ein Metallgehäuse und einen MicroSD-Kartenslot. Unser Kollege Andrzej Tokarski hat sich das Gerät angesehen.

Im Praxistest hinterlässt das Tablet einen insgesamt positiven Eindruck. Vor allem das Display überzeugt in dieser Preisklasse mit scharfer Darstellung und flüssigen Animationen. Einschränkungen gibt es jedoch bei Leistung, Lautsprechern und der langfristigen Softwareversorgung.

Das Aluminiumgehäuse wirkt hochwertig verarbeitet, bei 406 Gramm bleibt das Tablet angenehm leicht. Zur Ausstattung gehören eine 5-Megapixel-Frontkamera und eine 8-Megapixel-Hauptkamera, die für Videotelefonie, Dokumente und gelegentliche Fotos ausreichen. Positiv sind der 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie der per MicroSD auf bis zu 2 TB erweiterbare Speicher. USB-C arbeitet allerdings nur mit USB 2.0, einen Fingerabdrucksensor oder Videoausgang gibt es nicht.
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Größter Pluspunkt ist das 9,7 Zoll große LCD mit 2.048 × 1.280 Pixeln und bis zu 120 Hz. Texte wirken scharf, das Scrollen läuft deutlich flüssiger als bei vielen Konkurrenzmodellen mit 60 Hz. Die Helligkeit reicht für Innenräume und den Einsatz im Schatten aus, in direkter Sonne stößt das Panel an Grenzen. Schwach fallen zudem die Blickwinkel aus, da Helligkeit und Farben seitlich betrachtet deutlich nachlassen. Für Streaming unterstützt das Tablet Widevine L1 und gibt Netflix in HD wieder.

Die beiden Lautsprecher erreichen zwar eine hohe Lautstärke, bieten aber wenig Bass und verzerren bei hoher Lautstärke. Für Musik und Filme empfehlen sich daher Kopfhörer, wobei der Klinkenanschluss den Anschluss kabelgebundener Modelle erleichtert.

Angetrieben wird das Redmi Pad 2 9.7 von einem Snapdragon 6s 4G Gen 2 mit 4 GB RAM und mindestens 64 GB Speicher. Nach der Ersteinrichtung arbeitet HyperOS im Alltag flüssig genug für Surfen, E-Mails, soziale Netzwerke, Lesen und Videostreaming. Für anspruchsvolle Spiele reicht die Leistung dagegen nur eingeschränkt. PUBG Mobile bleibt mit reduzierten Details spielbar, grafisch aufwendigere Titel erfordern deutliche Abstriche.

Solide Akkulaufzeit

Der 7.600-mAh-Akku liefert mit knapp acht Stunden Videowiedergabe eine ordentliche Laufzeit, lädt mit maximal 18 Watt jedoch vergleichsweise langsam.

HyperOS 3 auf Basis von Android 16 läuft insgesamt flüssig, allerdings macht Xiaomi bislang keine verbindlichen Angaben zur Dauer von Android- und Sicherheitsupdates. Hinzu kommen vorinstallierte Drittanbieter-Apps und Werbeeinblendungen in einigen Systemanwendungen.

Unterm Strich richtet sich das Redmi Pad 2 9.7 an Nutzer, die ein kompaktes Tablet für Streaming, Lesen und alltägliche Anwendungen suchen. Das starke 120-Hz-Display, das Metallgehäuse und die solide Ausstattung sprechen für das Gerät. Schwächen bei Leistung, Klang und Update-Politik verhindern jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung. In seiner Preisklasse zählt es dennoch zu den ausgewogeneren Android-Tablets.

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