Marktmanipulation wie die Profis:
Trump verkauft Frühzugang zu Posts

Trump Media führt im August 2026 eine kostenpflichtige Schnittstelle für Truth Social ein. Wall-Street-Händler erhalten so in Millisekunden Zugriff auf die wichtigsten Konten. Das neue Angebot soll sinkende Einnahmen des Netzwerks stützen.
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WinFuture/KI-generiert

Neuer Datenfeed für die Wall Street

Die Trump Media & Technology Group (TMTG) führt am 1. August 2026 eine kostenpflichtige Programmierschnittstelle für das soziale Netzwerk Truth Social ein. Der Dienst richtet sich an institutionelle Kunden und Hochfrequenzhändler an der Wall Street. Ziel ist es, Beiträge der zehn reichweitenstärksten Konten in Millisekunden bereitzustellen. Zu den Profilen gehört auch das Konto des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump.

Beiträge auf der Plattform haben in der Vergangenheit häufig globale Finanzmärkte beeinflusst. Ankündigungen zu Zöllen oder geopolitischen Themen sorgten für Schwankungen bei Aktienkursen und Ölpreisen. Für Händler, die auf Algorithmen setzen, bedeutet ein Zeitvorteil von wenigen Sekunden oft erhebliche finanzielle Gewinne. Bisherige Versuche von Unternehmen, Daten automatisiert auszulesen, verstießen gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform.


Monetarisierung der Plattform

Wie CNN berichtet, soll das neue Angebot eine kontinuierliche Einnahmequelle für TMTG generieren. Kevin McGurn, der vorübergehende Geschäftsführer des Unternehmens, erklärte, dass der Datenfeed eine Strategie zur Kapitalisierung unternehmenseigener Werte darstelle. Preise für den Zugang sind bislang nicht öffentlich bekannt.


Das Unternehmen steht unter wirtschaftlichem Druck. Der Aktienkurs von TMTG ist im laufenden Jahr um rund 27 Prozent gesunken. Durch den Verkauf des direkten Zugangs erhofft sich der Betreiber eine Stabilisierung der Finanzen. Zwar bieten auch konkurrierende soziale Netzwerke ähnliche Schnittstellen für Händler an, allerdings hat kaum ein Konto so eine Macht wie jenes des US-Präsidenten.

Kritik an Interessenkonflikten

Das Vorhaben stößt bei Beobachtern auf Kritik. Da Donald Trump über einen Trust etwa 41 Prozent der Anteile an TMTG hält, profitiert er direkt von den Einnahmen des Unternehmens. Kritiker sehen darin eine Vermischung von geschäftlichen Interessen und den Pflichten als US-Präsident. Solche Verflechtungen führen immer wieder zu intensiven Diskussionen über die Neutralität der Regierung.

Finanzielle Offenlegungen zeigten kürzlich, dass Trump im Jahr 2025 über eine Milliarde Dollar (etwa 872 Millionen Euro) durch Kryptowährungsgeschäfte einnahm. Während Befürworter das neue API-Angebot als legitimen Geschäftsschritt betrachten, bemängeln Gegner die fehlende Trennung zwischen der Regierung und privater Gewinnmaximierung.

Was haltet ihr vom exklusiven Verkauf von Social-Media-Daten an die Börse? Seht ihr darin ein normales Geschäftsmodell oder ein Problem? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • TMTG startet eine kostenpflichtige API für Händler an der Wall Street
  • Der Dienst liefert Beiträge der reichweitenstärksten Konten in Millisekunden
  • Das Angebot soll finanzielle Vorteile für Hochfrequenzhändler bringen
  • Der ohnehin angeschlagene Aktienkurs von TMTG soll stabilisiert werden
  • Kritiker bemängeln mögliche Interessenkonflikte des US-Präsidenten

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