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PayPal vor dem Verkauf: Konkurrenten planen Milliarden-Übernahme
Der Zahlungsdienstleister PayPal steht offenbar vor einer groß angelegten Übernahme. Zwei Investoren haben ein gemeinsames Angebot in zweistelliger Milliardenhöhe vorgelegt. An der Börse sorgte die Nachricht umgehend für einen Kurssprung.
Das Angebot beinhaltet eine fest zugesagte Bankfinanzierung von etwa 50 Milliarden Dollar (etwa 44 Milliarden Euro). Für die Aktionäre bedeutet das einen Aufschlag von 28 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Dienstag. An der Börse reagierten die Anleger prompt: Der Aktienkurs von PayPal stieg im vorbörslichen Handel um bis zu 18 Prozent an. Bislang hat das Management auf die Offerte nicht reagiert.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, wurde das Angebot bereits Anfang des Monats eingereicht. Ein Zusammenschluss der beiden Finanzunternehmen würde den Markt für digitale Zahlungen verändern. Während Stripe seinen Schwerpunkt auf Geschäftskunden legt, fokussiert sich PayPal traditionell auf Endverbraucher. Beide Unternehmen dringen jedoch zunehmend in die Märkte des jeweils anderen vor.
Allein in den vergangenen zwölf Monaten verlor das Papier 40 Prozent seines Wertes. Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, hat Geschäftsführer Enrique Lores im Frühjahr eine umfassende Umstrukturierung eingeleitet. Das Unternehmen wurde in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt, um künftig effizienter agieren zu können.
Zudem plant das Management, durch interne Optimierungen in den kommenden Jahren rund 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) einzusparen. Bisherige Versuche einer Neuausrichtung brachten allerdings nicht den gewünschten finanziellen Erfolg.
Die Verhandlungen befinden sich laut Reuters in einem frühen Stadium und eine Einigung ist derzeit noch offen. Stripe und Advent haben sich bisher nicht öffentlich zu den Plänen geäußert.
Nutzt ihr PayPal noch regelmäßig für Einkäufe oder seid ihr längst gewechselt? Was meint ihr zur möglichen Übernahme durch Stripe? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Konkurrent Stripe und Advent bieten 53 Milliarden Dollar für PayPal
- Die PayPal-Aktie verzeichnete vorbörslich ein Plus von 18 Prozent
- Der Druck durch Apple Pay und Google Pay belastete PayPal zuletzt schwer
- PayPal plante vor Kurzem Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar
- Der erfolgreiche Konkurrent Stripe wächst im Gegensatz sehr rasant
Milliardenangebot für PayPal
Der Zahlungsabwickler PayPal hat ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 53 Milliarden Dollar (etwa 46 Milliarden Euro) erhalten. Die Offerte stammt von dem Konkurrenten Stripe sowie dem Unternehmen Advent International. Die beiden Firmen planen, PayPal zu gleichen Teilen zu übernehmen. Der gebotene Preis liegt bei 60,50 Dollar (etwa 53 Euro) pro Aktie.Das Angebot beinhaltet eine fest zugesagte Bankfinanzierung von etwa 50 Milliarden Dollar (etwa 44 Milliarden Euro). Für die Aktionäre bedeutet das einen Aufschlag von 28 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Dienstag. An der Börse reagierten die Anleger prompt: Der Aktienkurs von PayPal stieg im vorbörslichen Handel um bis zu 18 Prozent an. Bislang hat das Management auf die Offerte nicht reagiert.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, wurde das Angebot bereits Anfang des Monats eingereicht. Ein Zusammenschluss der beiden Finanzunternehmen würde den Markt für digitale Zahlungen verändern. Während Stripe seinen Schwerpunkt auf Geschäftskunden legt, fokussiert sich PayPal traditionell auf Endverbraucher. Beide Unternehmen dringen jedoch zunehmend in die Märkte des jeweils anderen vor.
Krise beim Zahlungsriesen
PayPal kämpft seit einiger Zeit mit einem verlangsamten Wachstum und wachsender Konkurrenz. Grund dafür ist u. a., dass alternative Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder Google Pay kontinuierlich Marktanteile gewinnen. Der Börsenwert von PayPal fiel von seinem Höchststand von 360 Milliarden Dollar (etwa 316 Milliarden Euro) im Jahr 2021 auf zuletzt rund 42 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro).Allein in den vergangenen zwölf Monaten verlor das Papier 40 Prozent seines Wertes. Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, hat Geschäftsführer Enrique Lores im Frühjahr eine umfassende Umstrukturierung eingeleitet. Das Unternehmen wurde in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt, um künftig effizienter agieren zu können.
Zudem plant das Management, durch interne Optimierungen in den kommenden Jahren rund 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) einzusparen. Bisherige Versuche einer Neuausrichtung brachten allerdings nicht den gewünschten finanziellen Erfolg.
Stripe auf Expansionskurs
Im Gegensatz zu PayPal verzeichnet Stripe ein starkes Wachstum. Das nicht börsennotierte Unternehmen wurde bei einer Aktienplatzierung im Februar mit 159 Milliarden Dollar (etwa 140 Milliarden Euro) bewertet. Das entspricht einem Wertzuwachs von über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.Die Verhandlungen befinden sich laut Reuters in einem frühen Stadium und eine Einigung ist derzeit noch offen. Stripe und Advent haben sich bisher nicht öffentlich zu den Plänen geäußert.
Nutzt ihr PayPal noch regelmäßig für Einkäufe oder seid ihr längst gewechselt? Was meint ihr zur möglichen Übernahme durch Stripe? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- PayPal in der Krise: Jetzt sollen 1,5 Milliarden Dollar eingespart werden
- Kundenprotest wirkt: PayPal behält Google Wallet-Support
- PayPal: Nach dem Absturz stehen Kauf-Interessenten Schlange
- PayPal-Datenleck: Sensible Kundeninfos sechs Monate ungeschützt
- PayPal-Gründer: KI-Regulierung führt zum Erscheinen des Antichristen
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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