Chrome 70: Tausende Webseiten gelten nächste Woche als unsicher
In der kommenden Woche wird Google wohl bei ziemlich vielen Webnutzern für verwunderte Gesichter sorgen. Denn zahlreiche Seiten werden dann vom Chrome-Browser plötzlich als unsicher eingestuft. Und zu diesen gehören durchaus auch die Angebote verschiedener größerer Organisationen, die sich trotz hinreichender Warnungen nicht bewegt haben.
Mit der Veröffentlichung der Version 70 des Chrome-Browsers entzieht Google den SSL/TLS-Zertifikaten das Vertrauen, die auf Symantec-Zertifikaten basieren, die vor dem Juni 2016 ausgestellt wurden. Einen entsprechenden Schritt hatte Google schon vor längerer Zeit angekündigt und damit auf wiederholte Sicherheits-Probleme in der Abteilung. Unter anderem war vor längerer Zeit ein gefälschtes Zertifikat für die Domain Google.com entdeckt worden, das auf ein Root-Zertifikat von Symantec zurückgeführt werden konnte.
Von den Root-Zertifikaten, denen Chrome 70 das Vertrauen komplett entziehen wird, leiteten unter anderem Marken wie Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust und RapidSSL ihre Krypto-Signaturen ab. Und zu den Kunden dieser Firmen gehören wiederum zahlreiche Seiten-Betreiber. Diese hätten sich in den letzten Monaten allesamt darum kümmern müssen, dass sie ihre Angebote mit neuen Zertifikaten versehen, was aber in vielen Fällen nicht geschehen ist.
Neben einigen großen Anbietern, werden aber wohl vor allem zahlreiche kleinere Webseiten ein Problem bekommen. Denn hinter diesen steht oft genug keine eigene IT-Abteilung, die solche Dinge im Blick behalten könnte. Dies betrifft beispielsweise diverse kleinere Online-Shops oder vergleichbare Angebote, die den Besuchern plötzlich als unsicher präsentiert werden. Chrome 70 wird voraussichtlich am 16. Oktober freigegeben.
Siehe auch: Symantec kommt mit blauem Auge aus dem Zertifikate-Streit mit Google raus
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Von den Root-Zertifikaten, denen Chrome 70 das Vertrauen komplett entziehen wird, leiteten unter anderem Marken wie Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust und RapidSSL ihre Krypto-Signaturen ab. Und zu den Kunden dieser Firmen gehören wiederum zahlreiche Seiten-Betreiber. Diese hätten sich in den letzten Monaten allesamt darum kümmern müssen, dass sie ihre Angebote mit neuen Zertifikaten versehen, was aber in vielen Fällen nicht geschehen ist.
Noch viele Seiten nicht umgestellt
Eine Recherche des Sicherheitsforschers Scott Helme beispielsweise, förderte zutage, dass auch diverse größere Angebote im Alexa-Ranking der 1 Million meistbesuchten Webseiten der Welt noch mit alten Zertifikaten arbeiten. Hier wurden noch 1.139 solcher Angebote gefunden, darunter die Auftritte der Bank of India, die Stadtverwaltung von Tel-Aviv und der Wissenschaftsverlag SSRN. Einige Anbieter wie der Autohersteller Ferrari haben zumindest noch kurzfristig in den letzten Tagen umgestellt.Neben einigen großen Anbietern, werden aber wohl vor allem zahlreiche kleinere Webseiten ein Problem bekommen. Denn hinter diesen steht oft genug keine eigene IT-Abteilung, die solche Dinge im Blick behalten könnte. Dies betrifft beispielsweise diverse kleinere Online-Shops oder vergleichbare Angebote, die den Besuchern plötzlich als unsicher präsentiert werden. Chrome 70 wird voraussichtlich am 16. Oktober freigegeben.
Siehe auch: Symantec kommt mit blauem Auge aus dem Zertifikate-Streit mit Google raus
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