Xbox One X: Virtual Reality ist derzeit und vielleicht für immer tot

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Vor noch nicht allzu langer Zeit war Virtual Reality das ganz große Thema. Oculus Rift und HTC Vive schienen nicht nur die Gaming-Welt zu übernehmen, sondern auch andere Bereiche, in denen solche 3D-Umgebungen auch nur ansatzweise sinnvoll einsetzbar sind. Das konnte man jedenfalls glauben, wenn man (selbsternannten) Experten und Medien zugehört hat. Inzwischen ist klar: Der Hype hat sich in dieser Form nicht bewahrheitet. Zwar haben VR-Headsets und ihre Macher ihre Nische gefunden, von einem Massenphänomen sind sie aber meilenweit entfernt. Das hat auch Auswirkungen auf jene Anbieter, die sich anfangs von der Begeisterung mitreißen ließen, aber entweder mit ihren Umsetzungen noch nicht so weit waren oder vorsichtig abgewartet haben, wie sich das Thema entwickelt.

Auch Microsofts Spieleabteilung hat für die im vergangenen Herbst gestartete Xbox One X Virtual Reality angedacht bzw. geplant. Denn eine der größten Hürden für VR ist der Hardware-Hunger dieser Technologie, die neueste und leistungsstarke Konsole aus Redmond wäre aber locker in der Lage, VR-Welten zu berechnen.


Wo bleibt VR?

Auf seiner E3-Pressekonferenz hat Microsoft zwar jede Menge interessanter Spiele vorgestellt (insgesamt waren es satte 50 Trailer), wie TechRadar aufgefallen ist, wurde Virtual Reality mit keinem einzigen Wort erwähnt. Also hat man bei Microsoft nachgebohrt und wollte wissen, was aus Xbox One X und VR geworden ist, denn Virtual Reality sollte eigentlich mal ein Pfeiler der neuen Konsole werden.

Die Antwort von Mike Ybarra, Corporate Vice President der Xbox, ist zwar etwas ausweichend, aber für Kenner solchen Branchensprechs eindeutig. Denn der Microsoft-Manager sagte, dass das Unternehmen weiterhin in die Windows-Seite investieren wird, da dort die Leute das Thema annehmen. Die Mixed-Reality-Geräte funktionierten nun auch mit Steam-Spielen und "ich liebe, was dort passiert", so Ybarra.

"Herausforderungen"

Im Wohnzimmer, also dem Ort, wo die Xbox One (X) zu Hause ist, gebe es hingegen immer noch "Herausforderungen" zu lösen, meint Ybarra. "Wir sehen uns das an und hören den Kunden sowie Fans zu, aber unser Investitionsprofil bleibt (bei VR und Co.) auf Windows." Weiter wollte er sich zum VR auf Konsolen nicht äußern. Dennoch gibt es hierzu kaum Zweifel: Derzeit ist das kein Thema, Xbox-VR kann man wohl im Moment und vielleicht sogar für immer als tot bezeichnen.


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