Tödlicher Unfall: Uber-Auto hielt Fußgängerin für einen "False Positive"
Mitte März kam es zu einem tragischen Unfall, es war das erste Mal, dass ein autonomes Auto an einem tödlichen Zusammenstoß beteiligt war. Uber sowie die verantwortlichen Behörden haben Untersuchungen in die Wege geleitet und mittlerweile zeichnet sich ein klareres Bild des Unfalls ab.
Uber hat vor einigen Wochen den ersten tödlichen Unfall eines selbstfahrenden Fahrzeugs zu verantworten gehabt und nun gibt es die ersten, aber noch nicht offiziell bestätigten Ergebnisse der Untersuchung. Laut Angaben von The Information war ein Software-Fehler für den Unfall, bei dem in der Nacht eine plötzlich von links auftauchende Frau vom Uber-Test-Auto erfasst worden ist, hauptverantwortlich.
Das können "False Positives", also Irrtümer sein, aber auch Objekte, die für das Auto keine Auswirkungen haben, also beispielsweise eine umherfliegende Plastiktüte. Im vorliegenden Fall soll die Software aber von Uber aus zu lasch bzw. nachsichtig eingestellt gewesen sein.
Eine menschliche Aufsichtsperson war zwar wie vorgeschrieben an Bord des Fahrzeugs (Uber hat kurz zuvor die Anzahl der Mitfahrer von zwei auf eine Person reduziert), zum Unfallzeitpunkt blickte sie aber kurz nach unten. Ob die Aufseherin rechtzeitig bremsen hätte können ist aber fraglich, da sich der Unfall in der Nacht ereignete. Die Sensoren des Autos funktionieren bei Dunkelheit hingegen sogar besser.
Die Schuldfrage ist in diesem Fall ohnehin eine überaus schwierige. Denn vermutlich hätte ein menschlicher Fahrer auch bei voller Konzentration nicht rechtzeitig bremsen können. Das autonome System hätte den Unfall womöglich verhindert, tat es aber nicht, weil es falsch eingestellt war. Ist also ein potenzielles Nicht-Verhindern mit einer reinen Schuld gleichzusetzen? Allerdings ist auch die Frage zu stellen, ob ein menschlicher Lenker nicht eine andere Fahrweise ("auf Sicht") praktiziert hätte.
Welche Schlüsse die US-amerikanische Verkehrsaufsichtsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) ziehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Allerdings gibt es immer wieder Experten, die Uber Versäumnisse und sogar Skrupellosigkeit vorwerfen, das autonome Testprogramm des Unternehmens sei mit jenem von etwa Google in Sachen Sicherheit nicht ansatzweise zu vergleichen.
Erkannt, aber nicht reagiert
Die Uber-Software habe demnach die ihr Rad schiebende 49-Jährige zwar erfasst und erkannt, gleichzeitig aber beschlossen, dass keine Reaktion notwendig sei. Das sei eine Folge dessen gewesen, wie die Software eingestellt war, denn sie hat (wie auch andere autonome Systeme) die Möglichkeit, Fehlerkennungen zu ignorieren.Das können "False Positives", also Irrtümer sein, aber auch Objekte, die für das Auto keine Auswirkungen haben, also beispielsweise eine umherfliegende Plastiktüte. Im vorliegenden Fall soll die Software aber von Uber aus zu lasch bzw. nachsichtig eingestellt gewesen sein.
Eine menschliche Aufsichtsperson war zwar wie vorgeschrieben an Bord des Fahrzeugs (Uber hat kurz zuvor die Anzahl der Mitfahrer von zwei auf eine Person reduziert), zum Unfallzeitpunkt blickte sie aber kurz nach unten. Ob die Aufseherin rechtzeitig bremsen hätte können ist aber fraglich, da sich der Unfall in der Nacht ereignete. Die Sensoren des Autos funktionieren bei Dunkelheit hingegen sogar besser.
Die Schuldfrage ist in diesem Fall ohnehin eine überaus schwierige. Denn vermutlich hätte ein menschlicher Fahrer auch bei voller Konzentration nicht rechtzeitig bremsen können. Das autonome System hätte den Unfall womöglich verhindert, tat es aber nicht, weil es falsch eingestellt war. Ist also ein potenzielles Nicht-Verhindern mit einer reinen Schuld gleichzusetzen? Allerdings ist auch die Frage zu stellen, ob ein menschlicher Lenker nicht eine andere Fahrweise ("auf Sicht") praktiziert hätte.
Welche Schlüsse die US-amerikanische Verkehrsaufsichtsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) ziehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Allerdings gibt es immer wieder Experten, die Uber Versäumnisse und sogar Skrupellosigkeit vorwerfen, das autonome Testprogramm des Unternehmens sei mit jenem von etwa Google in Sachen Sicherheit nicht ansatzweise zu vergleichen.
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