Tödlicher Unfall: Uber-Auto hielt Fußgängerin für einen "False Positive"

Mitte März kam es zu einem tragischen Unfall, es war das erste Mal, dass ein autonomes Auto an einem tödlichen Zusammenstoß beteiligt war. Uber sowie die verantwortlichen Behörden haben Untersuchungen in die Wege geleitet und mittlerweile zeichnet ... mehr... Auto, Selbstfahrendes Auto, Autonomes Auto, Selbstfahrend, Uber, Volvo, Vol Bildquelle: Uber Auto, Selbstfahrendes Auto, Autonomes Auto, Selbstfahrend, Uber, Volvo, Vol Auto, Selbstfahrendes Auto, Autonomes Auto, Selbstfahrend, Uber, Volvo, Vol Uber

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"Allerdings ist auch die Frage zu stellen, ob ein menschlicher Lenker nicht eine andere Fahrweise ("auf Sicht") praktiziert hätte."

Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen in dieser Situation das Lenkrad verrissen hätten um eine Kollision zu vermeiden wenn das reine bremsen nicht ausreicht.
 
@ExusAnimus: Na klar - das lernt man ja auch in der Fahrschule: Wenn eine Kollision unvermeidbar ist, dann sucht man sich "das" Ziel aus, bei dem am wenigsten Schaden entsteht... soweit die Theorie. Nachdem die Straße aber leer war, hätte die Gurke locker auf die Gegenfahrbahn ausweichen können und auch müssen.
 
@Zonediver: man muss sich ja nicht zwingend ein neues "Ziel" suchen, die Priorität in so einer Situation ist eben das vermeiden oder zumindest vermindern von Personenschäden. Wenn man dabei in ein parkendes Auto kracht ist egal, denn Materielles kann man ersetzen, Menschenleben nicht.

Bei dem mit der Gegenfahrbahn gebe ich dir absolut Recht!
 
@ExusAnimus: Das war auch gemeint mit "neuem" Ziel suchen ;-)
 
@Zonediver: Hätt ich niemals gemacht...in die Geenfahrbahn lenken, wenn es tagsüber bei guter Sicht klar ist, dass nichts kommt: ok...Aber nachts? Niemals. Der Potenzielle Schaden der entstehen kann, wenn ein Fahrzeug entgegen kommt, ist nicht vergleichbar mit dem Schaden einer Person. Außerdem riskiere ich nicht mein eigenes Leben und das eines Dritten, für den Fehler eines anderen, so blöd es sich auch anhört.
 
@bigspid: häm .. also meiner Erfahrung nach ist es nachts besser und leichter erkennbar ob ein Auto kommt .. egal von welcher Seite aus denn üblicher weise hat man da das Licht an.
 
@coi: Vermutlich hat bigspid noch keinen Führerschein und kann das nicht abschätzen...
 
@Zonediver: Mir sind bisher schon 2 Mal Autos ohne Licht entgegen gekommen. Das eine mal zu Fuß unterwegs gewesen, das andere Mal im Auto...zum Glück hinter ihm, sodass ich ihm per Lichthupe signalisieren konnte, dass das Licht ein gehört. Ich glaub eher du hast noch zu wenige km Erfahrung auf der Straße gemacht, oder verdammt viel Glück gehabt bisher...
 
@Zonediver: wenn man bedenkt, dass ein mensch in so einer situation ca. 1 sekunde reaktionszeit hat, hätte der unfall nach dem videomaterial zu urteilen nicht verhindert werden können. für die überlegung nach rechts oder links auszuweichen kann man sogar 1,5 bis 2 sekunden rechnen.
 
@ExusAnimus: Die Straße ist hervorragend ausgeleuchtet, das Video was hier iengebettet wurde ist von uber selbst und dass deren Kameras so hundsmiserabel sind ist zwar nicht erfreulich aber nicht weiter tragisch...spiegeln aber nicht die sichtverehältnisse in der Realität wieder
 
@0711: deswegen spreche ich ja vom ausweichen. Das wäre eine absolut menschliche und panische Reaktion
 
@0711: wo kann man die Beleuchtung der Straße sehen? Wie Dunkeln sie die Beleuchtung der Straße ab, die der Fahrzeugscheinwerfer nicht?
 
@mil0: Also wenn deine Scheinwerfer nur so einen geringen Bereich so schlecht ausleuchten, dann geh mal in die Werkstatt...wenn du mir mal noch zeigst in welcher Stadt es auf beleuchteten Straßen so dunkel ist, nur her damit...vergleiche nur mal das uber video mit dem video als die polizei den unfall aufnimmt welch lichtunterschied da ist
https://www.cnbc.com/2018/03/21/uber-pedestrian-accident-tempe-police-release-video.html (gleich erstes video gegen ende)

Oder vergleich die videos von leuten die zu ähnlichen zeiten die strecke mal abgefahren sind
https://www.youtube.com/watch?v=gM-OsmGRh3k
https://www.youtube.com/watch?v=NWkUNQoiZZw#t=3m20s
oder solch nette Videos bei denen der Unfallhergang an der entsprechenden stelle untersucht wurde
https://www.youtube.com/watch?v=M4git7OnSsY

Ansonsten, warum auch immer das uber video aussieht wie es aussieht, einen bestimmten bereich abdunkeln geht ohne probleme aber ich glaube nicht mal dass, das gemacht wurde...die verbaute technik dürfte eben nur minderwertig sein.
 
@ExusAnimus: Ich habe das unzensierte Video bei Live Leak (hoffe die Quelle darf man hier nennen) gesehen. Ich persönlich hätte die Frau ggf auch übersehen, keine Ahnung ...
 
Nach allem was ich bisher gehört habe (Anzahl der Sensoren pro Auto, etc.) ist es nicht gerade eine steile These zu behaupten: Mit einem Auto von Waymo (Google) wäre dieser Unfall nicht passiert.

Generell halte ich von Uber ohnehin nicht so viel, dass dort nicht das entsprechende KnowHow und die Erfahrung (9 Jahre) vorhanden ist wie bei Mutterkonzern von Google dürfte niemanden überraschen. Ganz offensichtlich wurde Uber leichtfertig eine Testerlaubnis erteilt, was jetzt tödliche Folgen hatte.
 
@NetReaper: Das ist sicher keine steile These, richtig ;)
In https://winfuture.de/news,102489.html ist ja auch Raúl Rojas, Professor für Informatik an der Freien Universität Berlin, zitiert, der SpON ein interessantes Interview gegeben hat und das fällt nicht gerade Uber-freudnlich aus, im Gegenteil.
Und er lag auch ohne die konkreten Daten schon ziemlich nahe an dem, was passiert ist: "Selbst wenn das Lidar ausgefallen war, hätte der Computer allein aufgrund der Daten aus dem Videosystem bremsen müssen, und das ist nicht passiert. Ich gehe davon aus, dass das System zusammengebrochen war. Die Eingangsdaten waren zwar vorhanden, wurden aber vom Computer nicht ausgewertet."
Rojas weiter: "Das Problem ist Uber. Die Firma geht bei ihrer Entwicklung sehr aggressiv vor. Sie testet nicht besonders lang, sondern schickt die Autos sofort auf die Straße. Sich Zeit zu nehmen und ausgiebig zu testen ist der richtige Weg, damit man keine Menschen gefährdet. Daran hält sich Uber überhaupt nicht"
 
Wie soll man da reagieren? Wie auf dem Video zu erkennen ist, sind die Lichtverhältnisse mehr schlecht als recht. Wer nun die Schuld trägt, ist immer fraglich. Ob nun mit oder ohne Software ... Es sind immer Autofahrer schuld.
 
@TomB2: Das Video ist schlicht und ergreifend irreführend, nirgends auf der welt ist eine ausgeleuchtete straße so dunkel wie im Video dargestellt, das ist eine bewusste Täuschung von uber...schau dir bei YouTube vergleichvideos dieser straße an
 
@0711: Danke für den Hinweis.
 
@TomB2: da muss ich den Antworten zustimmen. Dieser ganz Artikel hier liest sich so als sehe es so schlecht wie auf dem Video aus. Bei den realen Lichtverhältnissen dort wäre das einen menschlichen Fahrer vermutlich nicht passiert.
Diesen Unfall hat meiner Meinung nach Uber 100% ig zu verantworten
 
Bremen??? Wie wär's mit "A U S W E I C H E N" gewesen? lol...
 
@Zonediver: Berlin??? ;)
Und ja, tun sie. Im bereits bei o2re1 zitierten Interview heißt es nämlich auch: Dunkelheit macht diesem System nichts aus, im Gegenteil funktioniert das mit Infrarotstrahlen im Dunklen sogar etwas besser als bei Tageslicht. Rojas: "Die Reichweite dieser neuen Systeme ist phänomenal, sie erkennen Hindernisse über mindestens hundert Meter Entfernung. Ein Ausfall dieser Sensoren kommt fast nie vor, das sind industrielle Bauteile, die an sich sehr zuverlässig sind."
 
"Denn vermutlich hätte ein menschlicher Fahrer auch bei voller Konzentration nicht rechtzeitig bremsen können."
Es handelt sich hier um eine ausgeleuchtete straße, jeder menschliche Fahrer hätte die Radfahrerin schon von weitem gesehen...
 
@0711: Ich würde dazu sagen: Wie gut ausgeleuchtet die Straße war, kann man auf Basis des Videomaterials nicht eindeutig sagen.
 
@witek: doch kann man, alle lampen sind an, auch die lichtschlange ist an, die Uhrzeit ist bekannt wann es passiert ist...dass es keine lampen mit "dimmfunktion" sind lässt sich auch leicht rausfinden.

Von dem ab, wenn du mir eine Stadt auf der welt zeigen kannst in der die Beleuchtung aktiv ist (egal zu welchem grad) und dort ist es so dunkel wie im Video dargestellt, bitte bescheid geben, da würde ich gerne hin zum sterneschauen
 
@0711: Ja, du hast vermutlich recht. Ich würde mich aber dennoch nicht trauen, zu sagen, ob ein Mensch diesen Unfall hätte verhindern können.
Ich habe "eindeutig" geschrieben. Und da du nicht dort warst und auch nicht im Auto warst, wirst du mir auch nicht eindeutig das Gegenteil beweisen können.
 
@witek: Da es etliche Leute vor Ort gibt die genau das von mir beschriebene Bestätigen (inklusive eigenen aufnahmen) finde ich das doch schon sehr eindeutig - eigentlich kenne ich keine dritte quelle die derart schlechte Sichtverhältnisse an dieser stelle zeigt außer die von uber...
 
@witek: https://www.youtube.com/watch?v=CRW0q8i3u6E

Das Video wurde Privat gefilmt. Es zeigt den Tatort bei Nacht. Aufgrund dessen, bin ich mir sicher, dass ein menschlicher Fahrer diesen Fehler nicht gemacht hätte.
 
vielleicht ist das alles aber nur ein Scherz ganz ehrlich wenn ich über die Straße gehe weit und breit kein einziges Auto kommt . nur dieses einzige Auto da kann man auch von einem Radfahrer erwarten der sein rad schiebt zu warten bis das Auto vorbei ist
 
Tja und jetzt werden die Systeme dann schärfer eingestellt und Fahrzeuge legen wegen jeder Tüte und Co. eine Vollbremsung hin.

Auch wieder ein Zeichen, dass der Mensch dann intelligenter ist
 
@andi1983: So einfach ist es nicht, es gibt auch schlichtweg gute und schlechte Software. Google hat bisher eine beeindruckende Statistik auf offener Straße. Uber ist aber nicht Google, sie versuchen aber auf Teufel komm raus auf Augenhöhe zu agieren. Bloß fehlen bei Uber Knowhow, Mittel und vor allem die Geduld.
 
"es war das erste Mal, dass ein autonomes Auto an einem tödlichen Zusammenstoß" - Was ist mit der tödlichen Kollision eines Tesla-Fahrers mit einem LKW?!
 
@DRMfan^^: Das ist kein voll autonomes System, sondern ein Assistenzsystem. Heißt zwar Autopilot, aber das ist auch schon das Problem, denn selbst fahren kann er nicht wirklich.
 
Vermutlich, vermutlich, wahrscheinlich, Fakt ist ein Toter und wer trägt die Verantwortung? Der Programmierer, der Projektmanager, der CEO, die Sicherheitsfahrerin #sinnlos ...
Ich persönlich will kein autonomes Vehilkel, da kann ich Taxi oder Bus fahren.
 
Habe vor Jahren mal geschrieben das es tote geben wird um die Technik entgultig fehlerfrei machen zu können. Wurde damals sogar sehr negativ bewertet... Tja hier ist die Antwort. Es gibt nach vor Limits die man im reinen Software Mode nicht testen kann. Dieser Vorfall wird dafür sorgen das es im Punkto Sicherheit weitere Verbesserungen kommt. Und Mitleid habe ich mit dieser Person nicht. Falls sie unter Drogen stand oder ein Kind gewesen wäre das wäre bitterlich aber wer so blöd ist bei solchen Lichtverhaltnissen über die Straße zu gehen hat den Darwin award gewonnen.
 
Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, kann ich nur den Kopf schütteln.

"ich hätte das halt so und so gemacht"

Ja nee, is klar... und das kommt dann von Leuten, die wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben in einer auch nur ansatzweise vergleichbaren Situation waren. Wenn man ein nachts ein unerwartetes Hindernis plötzlich vor sich auftauchen sieht, handelt man instinktiv. Immer. Man hat hat gar keine Zeit (und kommt auch gar nicht erst auf die Idee), hier einen umfangreichen Entscheidungsfindungsprozeß durchzuspielen.

Es gibt Menschen, die reißen das Lenkrad vor Schreck herum und landen am Baum. Andere steigen ohne Rücksicht auf Verluste auf die Bremse, und wieder andere sind vor Schreck für Sekundenbruchteile gelähmt und es kommt was kommen muß. Wie man selbst in einer solchen Situation reagiert, kann man nicht mit großen Worten beeinflussen, das weiß man erst wenn's wirklich soweit ist.

Gelegentliche Fahrsicherheitstrainings sind da wesentlich hilfreicher, als altkluge Kommentare in einem Forum. Sowas lernt man nicht in der Fahrschule.... und auch nicht auf'm Schulhof...
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