Brian Fargo: "Valves Steam hat den PC gerettet"
PC-Gaming wurde noch vor einigen Jahren totgesagt, die Plattform ist heute aber beliebter denn je. Für Brian Fargo, der zur Legenden-Riege des Gaming-Geschäfts zählt, hat man das vor allem einem Unternehmen zu verdanken: Valve.
Steam, die Distributionsplattform von Valve, wurde 2002 gestartet, zwei Jahre danach erschien dort mit Half-Life 2 das erste Spiel, das einen derartigen Zugang voraussetzte. Anfangs war die Empörung aufgrund dieser Steam-Pflicht riesig, inzwischen ist Steam aber längst zum geschätzten und beliebten Alltag von PC-Spielern geworden, die Bibliothek der Plattform umfasst mehr als 2000 Titel.
"Was mich anbelangt, dann sind sie die Retter des PCs", sagte nun Entwickler-Legende Brian Fargo gegenüber Eurogamer. Anlass ist ein Interview zu dessen über Steam veröffentlichten Early-Access-Titel Wasteland 2 (es ist der geistige Vorgänger der "Fallout"-Reihe).
"Sie (Valve) waren großartig. Man muss nur daran denken, dass wir zuvor in einem finsteren Mittelalter waren, da es keinerlei digitalen Vertrieb gab", sagt Fargo. "Sie haben uns einen Weg direkt zum Publikum geöffnet und zwar in einer Art, die völlig 'unpolitisch' ist. Wir sind nicht gezwungen, Exklusiv-Titel oder all die anderen Dinge, die die Konsolen-Typen machen, zu tun."
Vor Steam (bzw. bis sich die Plattform am breiten Markt durchsetzen konnte), hätten die "Konsolen-Typen", also Sony, Microsoft und Nintendo, "uns alle Arten von Waffen an den Kopf gehalten", so Fargo. Als Beispiel nennt er die Xbox, wo es bis vor kurzem nicht möglich war, eine Publisher-Lizenz für Xbox Live Arcade ohne fertiges Handelsprodukt zu bekommen. Fargo wundert sich noch heute: "Wo war da der Zusammenhang?"
Fargos Studio inXile Entertainment konnte zuletzt mit Hilfe von Crowdfunding den Nachfolger von Wasteland finanzieren, eine Vorabversion von Wasteland 2 ist seit Dezember 2013 über Steam Early Access verfügbar. Ein finaler Veröffentlichungstermin ist bisher genannt worden, allzu lange dürfte es aber nicht mehr dauern.
"Was mich anbelangt, dann sind sie die Retter des PCs", sagte nun Entwickler-Legende Brian Fargo gegenüber Eurogamer. Anlass ist ein Interview zu dessen über Steam veröffentlichten Early-Access-Titel Wasteland 2 (es ist der geistige Vorgänger der "Fallout"-Reihe).
"Sie (Valve) waren großartig. Man muss nur daran denken, dass wir zuvor in einem finsteren Mittelalter waren, da es keinerlei digitalen Vertrieb gab", sagt Fargo. "Sie haben uns einen Weg direkt zum Publikum geöffnet und zwar in einer Art, die völlig 'unpolitisch' ist. Wir sind nicht gezwungen, Exklusiv-Titel oder all die anderen Dinge, die die Konsolen-Typen machen, zu tun."
Vor Steam (bzw. bis sich die Plattform am breiten Markt durchsetzen konnte), hätten die "Konsolen-Typen", also Sony, Microsoft und Nintendo, "uns alle Arten von Waffen an den Kopf gehalten", so Fargo. Als Beispiel nennt er die Xbox, wo es bis vor kurzem nicht möglich war, eine Publisher-Lizenz für Xbox Live Arcade ohne fertiges Handelsprodukt zu bekommen. Fargo wundert sich noch heute: "Wo war da der Zusammenhang?"
Macht, die aber nicht missbraucht wird
Freilich wird auch die Marktmacht von Valve auch von vielen kritisch beäugt, Fargo teilt diese Sorge jedoch nicht: "Sie haben all die ganze Macht, aber setzen sie nicht ein. Sie lassen uns in einem offenen System arbeiten, weshalb ich nicht genug Positives über sie sagen kann."Fargos Studio inXile Entertainment konnte zuletzt mit Hilfe von Crowdfunding den Nachfolger von Wasteland finanzieren, eine Vorabversion von Wasteland 2 ist seit Dezember 2013 über Steam Early Access verfügbar. Ein finaler Veröffentlichungstermin ist bisher genannt worden, allzu lange dürfte es aber nicht mehr dauern.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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