Snowden-Affäre weitet sich aus - USA hören EU ab
Die Welle von Enthüllungsstorys über Abhörpraktiken der USA schwappt weiter nach Europa. Whistleblower Edward Snowden hat nach Angaben des Spiegel Dokumente vorgelegt, denen zufolge EU-Vertretungen gezielt verwanzt wurden.
Betroffen waren demnach die EU-Vertretungen in Washington und New York, aber auch in Brüssel. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet, ermöglichte Snowden dem Spiegel den Einblick in als "streng geheim" gekennzeichnete Dokumente aus dem Herbst 2010.
Daraus gehe hervor, wie der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) das interne EU-Computernetzwerk infiltriert habe, um an E-Mails und Dokumente zu gelangen. Neben der Internet-Attacke setzten die Amerikaner offenbar auf sogenannte Wanzen, also heimlich installierte Mikrofone, um Besprechungen mithören zu können.
In Brüssel soll das Justus-Lipsius-Gebäude betroffen gewesen sein, in dem die EU-Mitgliedsländer nationale Büros unterhalten. "Hier sind offenbar die Geheimdienste außer Kontrolle geraten. Die USA sollten lieber ihre Geheimdienste überwachen statt ihre Verbündeten", reagierte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn laut Spiegel auf die Enthüllungen. Ähnlich empört zeigten sich Politiker aller Parteien. Ein offizieller Kommentar aus Washington steht bisher aus.
Anfang Juni hatte die britische Tageszeitung The Gurdian damit begonnen, durch von Snowden vorgelegte Dokumente über die weitreichende Abhörtaktik des NSA zu berichten, von dem vermutlich auch Millionen unbescholtene Bürger betroffen sind. Namentlich genannt wurde bislang das Programme PRISM. IT-Giganten wie Facebook und Microsoft veröffentlichten daraufhin Zahlen dazu, die belegen sollen, dass sie seltener als von den Medien suggeriert mit der NSA kooperieren.
Kurz darauf wurde auch das Abhörprogramm Großbritanniens unter dem Titel Tempora publik. Snowden selbst hatte sich zunächst nach Hongkong abgesetzt und scheint derzeit in Moskau festzusitzen. Ihm wurde von Ecuador Asyl angeboten. In seiner amerikanischen Heimat droht ihm lebenslange Haft wegen Geheimnisverrats.
Daraus gehe hervor, wie der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) das interne EU-Computernetzwerk infiltriert habe, um an E-Mails und Dokumente zu gelangen. Neben der Internet-Attacke setzten die Amerikaner offenbar auf sogenannte Wanzen, also heimlich installierte Mikrofone, um Besprechungen mithören zu können.
In Brüssel soll das Justus-Lipsius-Gebäude betroffen gewesen sein, in dem die EU-Mitgliedsländer nationale Büros unterhalten. "Hier sind offenbar die Geheimdienste außer Kontrolle geraten. Die USA sollten lieber ihre Geheimdienste überwachen statt ihre Verbündeten", reagierte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn laut Spiegel auf die Enthüllungen. Ähnlich empört zeigten sich Politiker aller Parteien. Ein offizieller Kommentar aus Washington steht bisher aus.
Anfang Juni hatte die britische Tageszeitung The Gurdian damit begonnen, durch von Snowden vorgelegte Dokumente über die weitreichende Abhörtaktik des NSA zu berichten, von dem vermutlich auch Millionen unbescholtene Bürger betroffen sind. Namentlich genannt wurde bislang das Programme PRISM. IT-Giganten wie Facebook und Microsoft veröffentlichten daraufhin Zahlen dazu, die belegen sollen, dass sie seltener als von den Medien suggeriert mit der NSA kooperieren.
Kurz darauf wurde auch das Abhörprogramm Großbritanniens unter dem Titel Tempora publik. Snowden selbst hatte sich zunächst nach Hongkong abgesetzt und scheint derzeit in Moskau festzusitzen. Ihm wurde von Ecuador Asyl angeboten. In seiner amerikanischen Heimat droht ihm lebenslange Haft wegen Geheimnisverrats.
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