PRISM-Skandal: Facebook und Microsoft mit Zahlen
In dem unter dem Codenamen "PRISM" bekannt gewordenen US-Projekt digitalen Abhörens sind Microsoft und Facebook in die Offensive gegangen und haben Angaben gemacht, wie viele Nutzer zuletzt von PRISM betroffen waren.
Man habe nach längeren Diskussionen mit den Sicherheitsbehörden endlich die Erlaubnis erhalten, teilte Facebooks Chef-Jurist Ted Ullyot in einem Blogpost mit. Im zweiten Halbjahr habe man in knapp 20.000 Fällen Auskunft über Accounts von Facebook-Usern gegeben, hieß es. Dies sei im Vergleich zu über einer Milliarde Facebook-Nutzern eine verschwindend geringe Zahl, hieß es vom größten sozialen Netzwerk der Welt
Ähnlich äußerte such Microsofts Vize-Chef John Frank in einem offiziellen Statement. Microsoft habe im zweiten Halbjahr 2012 gut 30.000 Fällen Auskunftsgesuche erfüllt, "ein winziger Teil von Microsofts weltweiter Kundenbasis" sei betroffen gewesen.
Frank weist aber darauf hin, dass Microsoft bisher nicht über alle Gesuche informieren dürfe. Auch Google betont in der aktuellen Diskussion laut AllThingsD, dass man differenzieren müsse, welche Sicherheitsbehörde was abfrage und daher Verallgemeinerungen nicht hilfreich seien.
PRISM ist laut den bisherigen Informationen ein großangelegtes Abhörprojekt der National Security Agency (NSA) und wurde durch Edward Snowden, einen ehemaligen Angestellten des US-Sicherheitsdienst, öffentlich gemacht. Snowden droht in den USA ein Prozess wegen Geheimnisverrats. Er ist nach Hongkong geflohen. Von offizieller US-Seite gibt es bisher keine Informationen zum Umfang von PRISM.
Ob mit Google, Apple, Yahoo und Co. andere IT-Riesen dem Vorgehen von Facebook und Microsoft folgen und Zahlen offenlegen wollen, ist noch unbekannt. In jedem Fall bräuchten auch sie nach US-Recht zunächst die Genehmigung von staatlicher Seite, um mit etwas mehr Transparenz zu versuchen, verlorenes Vertrauen bei den Bürgern wieder aufzubauen.
Ähnlich äußerte such Microsofts Vize-Chef John Frank in einem offiziellen Statement. Microsoft habe im zweiten Halbjahr 2012 gut 30.000 Fällen Auskunftsgesuche erfüllt, "ein winziger Teil von Microsofts weltweiter Kundenbasis" sei betroffen gewesen.
Frank weist aber darauf hin, dass Microsoft bisher nicht über alle Gesuche informieren dürfe. Auch Google betont in der aktuellen Diskussion laut AllThingsD, dass man differenzieren müsse, welche Sicherheitsbehörde was abfrage und daher Verallgemeinerungen nicht hilfreich seien.
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