EU plant Leistungs-Obergrenzen für Grafikkarten
Die EU-Kommission will auch im IT-Bereich Standards für Geräte mit einem geringeren Energieverbrauch durchsetzen. Dies könnte dazu führen, dass für die aktuell größten Stromfresser ein faktisches Verkaufsverbot entsteht.
Betrachtet man die Verbrauchswerte der einzelnen Komponenten von Computern, schlucken insbesondere die leistungsstärksten Grafikkarten besonders viel Energie. Das berichtet das schwedische Magazin 'NordicHardware' unter Berufung auf Informationen, die man von einem AMD-Manager erhalten haben will.
Demnach zeigte man sich bei dem Chiphersteller besorgt darüber, dass die zukünftigen High-End-Produkte die Maximal-Standards der EU-Kommission übertreffen und somit in Europa nicht in den Handel kommen dürften. Mögliche Übergangsfristen helfen hier kaum. Denn selbst wenn eine entsprechende Regelung erst im Jahr 2014 in Kraft tritt, würden dies bei einer Entwicklungszeit von zwei bis drei Jahren für eine neue Grafikkartengeneration zumindest vorübergehend für Probleme sorgen.
Die Maximal-Leistung für Grafikkarten soll auf eine Speicherbandbreite 320 GB/s - was Rückschlüsse auf die Energieaufnahme zulässt - festgesetzt werden. Die aktuellen Flaggschiffe von AMD und Nvidia kommen zwar noch nicht in diesen Bereich, bei den kommenden High-End-Modellen soll dies allerdings anders sein. Bei Grafikkarten in Notebooks soll die Grenze bei 225 GB/s angesiedelt werden.
Neben den High-End-Modellen könnten aber durchaus auch Produkte in den unteren Preissegmenten von der kommenden Regelung betroffen sein. Hier kann die Ursache beispielsweise darin liegen, dass diese noch mit älteren Technologien arbeiten, die nicht über die aktuellsten Methoden zur Steigerung der Energie-Effizienz verfügen.
Wenn die EU-Kommission tatsächlich regulierend in den Stromverbrauch von IT-Produkten eingreift, würde dies die Industrie zwingen, noch intensiver an einer Entwicklung von möglichst sparsamen Geräten zu arbeiten. Bisher greift hier höchstens das Interesse der Kunden, Produkte mit geringem Energieverbrauch zu erwerben, um die eigene Stromrechnung nicht ausufern zu lassen. Bei Nutzern, die hingegen Wert darauf legen, die höchsten Performance-Leistungen zu erhalten, spielt dieses Argument allerdings kaum eine Rolle.
Demnach zeigte man sich bei dem Chiphersteller besorgt darüber, dass die zukünftigen High-End-Produkte die Maximal-Standards der EU-Kommission übertreffen und somit in Europa nicht in den Handel kommen dürften. Mögliche Übergangsfristen helfen hier kaum. Denn selbst wenn eine entsprechende Regelung erst im Jahr 2014 in Kraft tritt, würden dies bei einer Entwicklungszeit von zwei bis drei Jahren für eine neue Grafikkartengeneration zumindest vorübergehend für Probleme sorgen.
Die Maximal-Leistung für Grafikkarten soll auf eine Speicherbandbreite 320 GB/s - was Rückschlüsse auf die Energieaufnahme zulässt - festgesetzt werden. Die aktuellen Flaggschiffe von AMD und Nvidia kommen zwar noch nicht in diesen Bereich, bei den kommenden High-End-Modellen soll dies allerdings anders sein. Bei Grafikkarten in Notebooks soll die Grenze bei 225 GB/s angesiedelt werden.
Neben den High-End-Modellen könnten aber durchaus auch Produkte in den unteren Preissegmenten von der kommenden Regelung betroffen sein. Hier kann die Ursache beispielsweise darin liegen, dass diese noch mit älteren Technologien arbeiten, die nicht über die aktuellsten Methoden zur Steigerung der Energie-Effizienz verfügen.
Wenn die EU-Kommission tatsächlich regulierend in den Stromverbrauch von IT-Produkten eingreift, würde dies die Industrie zwingen, noch intensiver an einer Entwicklung von möglichst sparsamen Geräten zu arbeiten. Bisher greift hier höchstens das Interesse der Kunden, Produkte mit geringem Energieverbrauch zu erwerben, um die eigene Stromrechnung nicht ausufern zu lassen. Bei Nutzern, die hingegen Wert darauf legen, die höchsten Performance-Leistungen zu erhalten, spielt dieses Argument allerdings kaum eine Rolle.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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