Microsoft legt Kartellbeschwerde gegen Google ein
Zunächst gratuliert er Google zu all den "einzigartigen Innovationen", die im letzten Jahrzehnt entstanden sind. Microsoft versteht sich als einziger ernsthafter Konkurrent für Google, sowohl in den USA als auch in Europa. Vor allem respektiert man die Arbeiten, um die Informationen dieser Welt zu organisieren. Allerdings ist der Konzern aus Redmond besorgt, dass Google durch sein Verhalten dafür sorgt, dass keine konkurrenzfähigen Alternativen entstehen können.
Aus diesem Grund hat man sich nun entschieden, es einigen anderen Unternehmen gleich zu tun und Bedenken über den europäischen Suchmaschinenmarkt zu äußern. In Europa kommt Google auf einen Marktanteil von etwa 95 Prozent. In den USA ist es etwas ausgeglichener. Dort kümmert sich Microsoft um ein Viertel aller Suchanfragen. Smith erklärt, dass sein Arbeitgeber Milliarden Dollar ausgibt, um mit Bing einen ebenso innovativen Konkurrenten aufzubauen, jedoch kaum Erfolg damit hat, da es diverse Umstände am europäischen Markt nicht zulassen.
Laut Microsofts Chef-Anwalt ist es auf einem PC nicht schwer, eine alternative Suchmaschine auszuwählen. Jedoch konkurrieren die Betreiber dieser Angebote noch in einigen weiteren Bereichen miteinander. So sucht man Werbetreibende für die Anzeigen rund um die Suchergebnisse, schließlich ist dies die wichtigste Einnahmequelle in diesem Geschäft. Solange die Alternativen nicht in allen Bereichen mit Google mithalten können, lohnt es sich für die Nutzer nicht, auf einen anderen Anbieter als Google zu setzen.
Als ein weiteres Beispiel führt Smith das Videoportal YouTube an, das Google 2006 übernommen hat. Seitdem sollen dort einige technische Schranken entstanden sein, die Konkurrenten abhalten sollen, das Angebot vernünftig zu nutzen. So soll Google dafür gesorgt haben, dass Windows Phone 7 keine vernünftige YouTube-App aufweist. Apple dagegen hatte mit seinem Betriebssystem iOS diesbezüglich keine Probleme.
Smith nennt noch einige weitere Beispiele, wie Google die Konkurrenz einschränkt. Das Buchangebot des Internetriesen ist für andere nicht zugänglich, Website-Betreiber dürfen neben Google-Diensten keine alternativen Suchboxen einbauen und es gibt keine vernünftige Schnittstelle zum AdServer-Angebot, so dass Werbetreibende ihre Daten ins Microsoft adCenter übertragen könnten.
Die Europäische Kommission hatte im November 2010 mit ihren Untersuchungen von Googles Geschäftspraktiken begonnen. Es geht vor allem um den Vorwurf, dass die Ergebnisse der Suchmaschine manipuliert werden, um Konkurrenten zu benachteiligen. Microsoft sorgt sich wie einige andere Unternehmen darum, dass die Preise für Werbeanzeigen bei konkurrierenden Unternehmen diskriminierend verteuert werden.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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