US-Behörde erlaubt höchst umstrittene Spiegel-Satelliten im Weltraum
Das Startup Reflect Orbital schickt noch in diesem Jahr einen riesigen Spiegel ins All, um Sonnenlicht auf die dunkle Seite der Erde zu lenken. Ziel des Unternehmens ist es, Solarparks und Rettungskräfte nachts gezielt zu beleuchten.
Ziel des Unternehmens ist es, Bereiche mit einem Durchmesser von knapp fünf Kilometern künstlich zu beleuchten. Langfristig plant Reflect Orbital eine Flotte von bis zu 50.000 Satelliten. Das Vorhaben verfolgt dabei primär drei Zwecke:
Die Idee ist technisch nicht neu, denn bereits in den neunziger Jahren testete Russland ähnliche Spiegel im All. Für die kommerzielle Nutzung durch Reflect Orbital soll ein Vertrag über 1000 Stunden Beleuchtung laut Firmenangaben rund 5000 Dollar pro Stunde kosten.
Neben der Astronomie äußern Biologen Bedenken hinsichtlich der Flora und Fauna. Die künstliche Verlängerung des Tageslichts greife in den Biorhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen ein. Zugvögel könnten die Orientierung verlieren, während nachtaktive Tiere in ihren Lebensräumen gestört werden. Flugzeugpiloten laufen zudem Gefahr, durch plötzliche Lichtreflexionen geblendet zu werden, was die Flugsicherheit beeinträchtigen könnte.
Reflect Orbital betont die Sicherheitsvorkehrungen des Systems. Das Unternehmen versichert, dass das Licht jederzeit abgeschaltet werden könne und Forschungsanlagen sowie Naturschutzgebiete gezielt ausgespart bleiben. Die anstehenden Tests mit Earendil-1 sollen zeigen, wie präzise sich das Licht aus dem Orbit tatsächlich steuern lässt.
Was meint ihr zu den Plänen für künstliches Tageslicht? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Spiegel im All lenken Licht
Das kalifornische Startup Reflect Orbital hat von der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung für einen Testlauf erhalten. Noch in diesem Jahr soll der Satellit Earendil-1 in eine niedrige Erdumlaufbahn starten. Ausgestattet mit einem 18 Meter breiten Spiegel, soll das Gerät Sonnenlicht gezielt auf die dunkle Seite der Erde werfen.Ziel des Unternehmens ist es, Bereiche mit einem Durchmesser von knapp fünf Kilometern künstlich zu beleuchten. Langfristig plant Reflect Orbital eine Flotte von bis zu 50.000 Satelliten. Das Vorhaben verfolgt dabei primär drei Zwecke:
- Versorgung von Solarparks nach Sonnenuntergang
- Unterstützung von Rettungskräften bei Nachteinsätzen
- Beleuchtung von nächtlichen Baustellen
Die Idee ist technisch nicht neu, denn bereits in den neunziger Jahren testete Russland ähnliche Spiegel im All. Für die kommerzielle Nutzung durch Reflect Orbital soll ein Vertrag über 1000 Stunden Beleuchtung laut Firmenangaben rund 5000 Dollar pro Stunde kosten.
Kritik aus der Wissenschaft
Wie Engadget berichtet, stößt das Projekt auf Widerstand in der Forschung. Die American Astronomical Society warnt vor massiven Folgen. Die zusätzliche Helligkeit am Nachthimmel drohe astronomische Beobachtungen extrem zu erschweren. Es bestehe zudem ein Risiko für hochempfindliche Sensoren an großen Teleskopen, wenn sie unvorbereitet vom künstlichen Sonnenlicht getroffen werden.Neben der Astronomie äußern Biologen Bedenken hinsichtlich der Flora und Fauna. Die künstliche Verlängerung des Tageslichts greife in den Biorhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen ein. Zugvögel könnten die Orientierung verlieren, während nachtaktive Tiere in ihren Lebensräumen gestört werden. Flugzeugpiloten laufen zudem Gefahr, durch plötzliche Lichtreflexionen geblendet zu werden, was die Flugsicherheit beeinträchtigen könnte.
Behörde sieht keine Gefahr
Die FCC weist die Bedenken bezüglich der Umwelt und Gesundheit zurück. Die Behörde argumentiert, dass solche Faktoren nicht in ihren direkten Zuständigkeitsbereich fallen. Bei der Prüfung von Satellitenlizenzen kontrolliert die Kommission in erster Linie, ob bestehende Funkfrequenzen durch neue Signale gestört werden. Zudem wird geprüft, ob eine sichere Entsorgung der Hardware am Ende der Lebensdauer gewährleistet ist.Reflect Orbital betont die Sicherheitsvorkehrungen des Systems. Das Unternehmen versichert, dass das Licht jederzeit abgeschaltet werden könne und Forschungsanlagen sowie Naturschutzgebiete gezielt ausgespart bleiben. Die anstehenden Tests mit Earendil-1 sollen zeigen, wie präzise sich das Licht aus dem Orbit tatsächlich steuern lässt.
Was meint ihr zu den Plänen für künstliches Tageslicht? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Blips aus dem Weltraum: Quelle mysteriöser Radiosignale gefunden
- Europa kann jetzt per Infrarot-Laser mit dem Weltraum kommunizieren
- "Weltraum-Pearl-Harbor": General warnt vor Anti-Satelliten-Atomwaffen
- Hubble-Jubiläum: Satellit liefert einmalige Fotos vom Weltraumteleskop
- Weltraum-Internet: Russland baut ein eigenes Satelliten-Netz auf
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen