KIN-Desaster kostet Microsoft rund 240 Mio. Dollar

Microsoft Das desaströse Ende von Microsofts Versuch, Social-Networking- und Messaging-Handys für eine jugendliche Zielgruppe anzubieten, kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Nach Angaben des Konzerns verlor man mindestens eine Viertelmilliarde US-Dollar. Im Rahmen der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen erklärte Microsoft, dass man wegen KIN mindestens 240 Millionen Dollar abschreiben müsse. Diese Summe enthalte noch nicht einmal die Entwicklungskosten, so das Unternehmen. Das Ende von KIN zog auch die Unterhaltungssparte von Microsoft ins Minus.

So musste die Microsoft Entertainment and Devices Division innerhalb der letzten drei Monate insgesamt einen Verlust von 172 Millionen US-Dollar hinnehmen. Der Verlust stieg somit in dieser Sparte sogar um 22 Prozent gegenüber dem letzten Quartal, obwohl sich die neue Xbox 360 eigentlich bestens verkauft.

Insgesamt konnte Microsoft im letzten Quartal aber ein deutliches Umsatzplus von 23 Prozent und einen Gewinnanstieg um 48 Prozent verzeichnen. Die Redmonder hatten die KIN-Handys nur sechs Wochen nach ihrer Einführung wieder vom Markt genommen.
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