KIN: Amazon verramscht erfolglose Microsoft-Handys
Amazon will auf diese Weise offenbar möglichst schnell seine Lager räumen und dabei das noch große Medieninteresse für sich nutzen. Microsoft hatte vor wenigen Tagen die Einstellung von KIN bekannt gegeben, obwohl die Geräte erst Mitte Mai mit großem Aufwand auf den Markt gebracht wurden.
Der nun beim amerikanischen Amazon angesetzte Preis von nur 0,01 US-Dollar gilt allerdings nur in Verbindung mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages mit dem Netzbetreiber Verizon, berichtet die 'Seattle Times'. Dieser bot die Geräte ursprünglich selbst für knapp 50 beziehungsweise 100 Dollar mit Vertrag an.
Die beiden Modelle KIN One und KIN Two wurden von Microsoft zusammen mit dem japanischen Elektronikkonzern Sharp entwickelt, der auch die Produktion übernahm. Verizon fungierte als Mobilfunkpartner. Die Geräte sollten Jugendliche ansprechen, die von unterwegs auf Soziale Netzwerke und Messaging-Netze zugreifen wollen.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass das KIN-Projekt letztlich an den im Vergleich zu den Smartphone-Verträgen von Verizon zu hohen monatlichen Kosten scheiterte. Unbestätigten Angaben zufolge gingen in den Wochen seit der Markteinführung nur wenige Hundert KIN-Handys über die Ladentische.
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