Wie LG: HP-App zeigt Reklame - Warum Microsoft diesmal aber wegsieht

Kürzlich stoppte Microsoft unerwünschte Werbung des Herstellers LG auf Windows-Rechnern. Nun fällt HP mit einer ähnlichen Praxis auf. Dass Microsoft auch dieses Mal eingreift, erscheint aus einem bestimmten Grund jedoch eher unwahrscheinlich.
Werbung, Nutzerverhalten, Abonnements, Online-Werbung, Frustration, Internetnutzer, Digitale Werbung, Pop-Ups, Digitaler Stress, Reizüberflutung, Werbeblockade, Anzeigenüberflutung, Subscriptions, Werbeermüdung, Internetmarketing

Werbung trotz Premium-Hardware

Gerade erst hat Microsoft dafür gesorgt, dass eine Software von LG keine Werbung für Antivirenprogramme mehr auf den Computern von Windows-Nutzern ausspielt. Genau dasselbe macht nun aber auch ein Programm des Hardware-Herstellers HP. Der vorinstallierte HP Support Assistant, der eigentlich für Treiber-Updates und Garantieinformationen gedacht ist, blendet ebenfalls Werbebanner ein. Pikanterweise wird dabei ausgerechnet Microsofts eigene Suchmaschine Bing beworben.

Die Aufforderung, Bing als Standard festzulegen, erscheint dabei selbst auf teuren Geräten. Die Einblendungen stören Anwender Berichten zufolge sogar mitten in laufenden Videospielen. Beworben wird das Ganze mit dem Slogan "Search that gives back". Das spielt auf das Microsoft-Rewards-Programm an, über das Nutzer durch Suchanfragen über Bing Prämienpunkte sammeln können.


Wie Windows Latest berichtet, erweist sich die Kampagne als äußerst hartnäckig. Selbst wenn Nutzer die Option wählen, den Hinweis nicht mehr angezeigt zu bekommen, kehrt das Pop-up immer wieder zurück. Stimmen Anwender der Änderung zu, versucht das Tool umgehend, eine Erweiterung für Bing in Konkurrenz-Browsern wie Google Chrome oder Mozilla Firefox zu installieren.

Browser blockieren die Änderung

Die Browser-Hersteller haben jedoch Schutzmechanismen integriert. Chrome und Firefox blockieren die automatische Änderung der Startseite und der Standardsuchmaschine in der Regel. In diesen Fällen öffnet die installierte Erweiterung stattdessen eine Anleitung, wie die Anpassung manuell vorgenommen werden kann.

Um die Werbung dauerhaft zu stoppen, hilft aktuell nur die komplette Deinstallation der HP-Software über die Systemeinstellungen. Danach müssen Nutzer zudem darauf achten, dass Windows Update das Verwaltungsprogramm nicht heimlich wieder auf das System lädt. Wer das Programm entfernt, verliert allerdings auch den schnellen Zugriff auf frische Updates.

Unterschiedliche Maßstäbe

Das Vorgehen erinnert an die Vorfälle rund um LG. Dort hatte sich der Windows-Chef Pavan Davuluri nach öffentlichen Beschwerden sogar persönlich eingeschaltet und die Deaktivierung des Banners von McAfee erwirkt. Dass Microsoft auch die aktuelle Werbung über den HP Support Assistant beendet, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. Der Konzern profitiert schließlich direkt selbst von der Aktion.

Bing generierte für Microsoft im Jahr 2025 einen Netto-Werbeumsatz von 13,88 Milliarden Dollar (etwa 12,18 Milliarden Euro). Eine Entfernung der Werbung dürften daher wohl erst wieder massive Proteste der betroffenen Nutzer erwirken.

Nervt euch vorinstallierte Software und Werbung auf neuen Rechnern? Wie geht ihr damit um? Teilt eure Erfahrungen und Strategien zu diesem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • HP Support Assistant blendet Werbung für Microsofts Bing ein
  • Die Pop-ups erscheinen selbst auf teuren Premium-Geräten
  • Selbst nach Deaktivierung kehrt die Werbung immer wieder zurück
  • Browser wie Chrome und Firefox blockieren die Standardänderung
  • Nur eine restlose Deinstallation des HP-Tools stoppt die Banner
  • Microsoft hatte zuletzt Werbung in einer LG-App den Riegel vorgeschoben

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!