MS vs. EU: Tägliche Millionenstrafe ist wahrscheinlich

Microsoft Wie die Financial Times in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wird eine tägliche Strafe in Höhe von 2 Millionen Euro gegen das Unternehmen Microsoft immer wahrscheinlicher. Der Grund dafür ist die mangelnde Umsetzung der Vorgaben, die die EU dem Konzern im März 2004 gemacht hat. Laut der Zeitung wurde von der EU bereits ein Entwurf verfasst, der Microsoft zu einer Zahlung von 2 Millionen Euro pro Tag verpflichtet. Der genaue Inhalt dieses Schreibens ist nicht bekannt. Nach Ansicht der EU hat Microsoft die Vorgabe, eine umfassende Dokumentation zur Erstellung von Windows-kopatiblem Produkten zu verfassen, nicht zufriedenstellend umgesetzt.

Der Redmonder Konzern ist allerdings anderer Meinung. Laut einem Sprecher nutzt man erhebliche Ressourcen, um die Dokumentation fristgerecht fertigzustellen. Fünf von sieben Teilen wurden bereits veröffentlicht. Die anderen beiden sollen am 30. Juni sowie am 18. Juli 2006 folgen. Sollte es zu einer Strafe kommen, wäre diese "ungerechtfertigt und unnötig".

Der besagte Entwurf soll am kommenden Montag den nationalen Wettbewerbshütern vorgelegt werden. Am 12. Juli 2006 steht dann die Entscheidung des EU Wettbewerbskomitees an.
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