MS vs. EU: Rufschaden für Microsoft & 400 Mio. Strafe?

Microsoft Neelie Kroes, die für Wettbewerbsrecht zuständige EU-Kommissarin hat Microsoft gewarnt, dass der Ruf des Unternehmens durch das bereits mehrere Jahre dauernde Ringen um die Erfüllung der Auflagen aus dem Monopolverfahren von 2004 in Gefahr geraten könnte. Ausserdem sollten sich die Redmonder der finanziellen Konsequenzen des Verfahrens bewusst sein, so Kroes weiter. Die EU will noch vor dem 19. Juli über das weitere Vorgehen gegen Microsoft entscheiden. Man überlegt derzeit, dem Unternehmen rückwirkend zum Dezember 2005 eine Strafe in Höhe von täglich zwei Millionen Euro aufzuerlegen.

Die Wettbewerbskommissarin wiederholte ihre Aufforderung an Microsoft, dass man vollständige und vor allem genaue Informationen an die Konkurrenz geben müsse, um die Aufflagen der Europäischen Union zu erfüllen. Die Redmonder waren im März 2004 zur Zahlung von 497 Millionen Euro verurteilt worden, weil das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hatte.

Je nach dem, wie die Entscheidung der EU-Kommission im Juli ausfällt, drohen Microsoft neue Strafzahlungen von möglicherweise weit über 400 Millionen Euro, die sich negativ auf die Jahresbilanz auswirken dürften. Vor einiger Zeit hat der weltgrößte Software-Konzern zudem Berufung gegen die ursprüngliche Entscheidung von 2004 eingelegt.
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