Patchday-Bugs: Windows-Update KB5124008 zerschießt etliche Features

Das aktuelle September-Patchday-Update für Windows bringt zwar beliebte Funktionen zurück und schließt Sicherheitslücken, sorgt aber für massive Systemprobleme. Microsoft hat bereits mehrere Bugs offiziell bestätigt und arbeitet an einer Lösung.
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WinFuture/KI-generiert

    Update-Chaos bei Windows

    Das obligatorische September-Update KB5124008 für Windows 11, Windows 10 und Windows Server sollte eigentlich beliebte Funktionen wie die verschiebbare Taskleiste zurückbringen und hunderte Sicherheitslücken schließen. Deshalb hatte Microsoft Nutzern auch empfohlen, die Aktualisierung nicht aufzuschieben. Doch nun kämpfen Anwender und IT-Abteilungen nach der Installation weltweit mit ernsten Problemen. Das fehlerhafte Paket beeinträchtigt essenzielle Systemkomponenten.

    Besonders schwerwiegend sind die Ausfälle bei Netzwerkverbindungen. Die Funktion Always On VPN, die eine dauerhafte und sichere Verbindung zum Firmennetzwerk aufbaut, verweigert bei zertifikatsbasierter Authentifizierung ihren Dienst. Auch die Remote Desktop Services (RDS), die für die Fernsteuerung von Computern unerlässlich sind, stürzen ab oder frieren während des Anmeldevorgangs bei der Meldung zur Konfiguration ein. Wie das Unternehmen in seiner offiziellen Dokumentation beschreibt, reagieren selbst zugehörige Werkzeuge wie die Microsoft Management Console nicht mehr.


    Betroffen sind etliche Versionen von Windows 11, 10 und Server:
    • Client
    • Windows 11, Version 26H1
    • Windows 11, Version 25H2
    • Windows 11, Version 24H2
    • Windows 11, Version 23H2
    • Windows 10, Version 22H2
    • Windows 10, Version 21H2
    • Windows 10 Enterprise LTSC 2019
    • Windows 10 Enterprise LTSC 2016

    • Server
    • Windows Server 2025
    • Windows Server 2022
    • Windows Server 2019
    • Windows Server 2016
    • Windows Server 2012 R2
    • Windows Server 2012

    Fehler bei Hyper-V und Explorer

    Wie Microsoft ebenfalls bestätigt, gibt es zudem Konflikte mit virtuellen Linux-Maschinen. Anwendungen, die auf das Windows-Subsystem für Linux zugreifen und geteilte Ordner über das Plan9-Dateisystem nutzen, verlieren ihre Zugriffsrechte. Davon ist unter anderem die KI-Software Claude Cowork betroffen, deren Arbeitsbereich sich nicht mehr mit lokalen Laufwerken verbinden kann.

    Mit diesem Problem haben die folgenden Windows-Varianten zu kämpfen:

    • Windows 11, Version 26H1
    • Windows 11, Version 25H2
    • Windows 11, Version 24H2
    • Windows 11, Version 23H2

    Ebenso häufen sich Nutzerberichte über schwerwiegende Stabilitätsprobleme der Benutzeroberfläche. Der Prozess Explorer.exe, der weit mehr als nur den Dateimanager steuert und für die Taskleiste sowie das Startmenü verantwortlich ist, stürzt direkt nach der Anmeldung bei einigen Anwendern ab. Nutzer blicken auf einen schwarzen Bildschirm. Davon sind primär Firmenkunden betroffen, die virtuelle Desktop-Umgebungen wie Citrix oder FSLogix nutzen, bei denen Benutzerprofile in Containern gespeichert werden.

    Zusätzlich verweigert der Dateiversionsverlauf plötzlich die Erkennung externer Festplatten, wodurch automatische Datensicherungen fehlschlagen. Auch Besitzer von AMD-Grafikkarten klagen über eingefrorene Systeme, fehlende Bildschirmsignale und Treiber-Abstürze.

    Sicherheit versus Stabilität

    Aktuell existieren keine offiziellen Lösungen für die umfangreichen Probleme. Administratoren können bei VPN-Problemen vorübergehend auf das EAP-TLS-Protokoll ausweichen, um Fehler bei der Zertifikatskette zu umgehen. Eine komplette Deinstallation des Patchday-Updates behebt zwar die meisten Fehler umgehend, reißt jedoch die zuvor geschlossenen Sicherheitslücken wieder auf. Anwender müssen nun abwägen, ob sie für eine verbesserte Sicherheit vorerst auf die beeinträchtigten Funktionen verzichten können.

    Obwohl Microsoft seine Updates vor der offiziellen Verteilung im Insider Program testet, häufen sich Fehler in monatlichen Patchday-Updates weiterhin. Historisch betrachtet verursachen gerade Eingriffe in Kernkomponenten wie den Dateimanager oft schwer vorhersehbare Kettenreaktionen. Microsoft untersucht die Fehler momentan und arbeitet eigenen Angaben zufolge an Lösungen.

    Habt ihr das aktuelle September-Update bereits auf eurem Windows-System installiert und Probleme bemerkt? Teilt eure Erfahrungen mit der Community. Was meint ihr dazu?

    Zusammenfassung
    • Das September-Update KB5124008 sorgt für schwere Probleme bei Windows
    • Always On VPN und Remote Desktop Services streiken nach der Installation
    • Der Absturz der Explorer.exe führt bei vielen zu einem schwarzen Bildschirm
    • Virtuelle Linux-Maschinen verlieren den Zugriff auf geteilte Windows-Ordner
    • Zudem streiken AMD-Grafikkartentreiber und auch der Dateiversionsverlauf
    • Aktuell gibt es noch keine offiziellen Lösungen für die zahlreichen Fehler

    Siehe auch:


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