Verbrenner-Anteil an weltweiten Autoverkäufen erstmals unter 50%

Der Anteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor soll weltweit erstmals seit den 1920er-Jahren auf unter 50 Prozent gesunken sein. Dies geht aus Statistiken zu weltweiten PKW-Verkäufen hervor, die das Marktforschungsunternehmen Mobility Global zitiert.
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WinFuture/KI-generiert

Hoher Ölpreis treibt EV-Verkäufe

Nach Angaben der Marktforscher von Mobility Global wurden in der ersten Jahreshälfte 2026 erstmals weniger als 50 Prozent aller weltweit verkauften Neuwagen mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet. Ihr Anteil fiel im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um drei Prozent auf zuletzt nur noch 49 Prozent, heißt es.

Die Stückzahlen im Gesamtmarkt schrumpften, wobei Verbrenner besonders betroffen waren und einen Rückgang der Stückzahlen um 10 Prozent im Jahresvergleich auf zuletzt 20,25 Millionen Einheiten verzeichneten. Vor fünf Jahren war der Anteil der Verbrenner an den Neuwagenverkäufen noch deutlich höher: 2021 waren es noch ganze 73 Prozent.


Es ist das erste Mal in den rund 100 Jahren seit Automobile weltweit ihren Siegeszug antraten, dass Autos mit Verbrennungsmotor einen Marktanteil von weniger als 50 Prozent haben, so Mobility Global laut Nikkei Asia. Besonders in China und Europa sanken die Verkaufszahlen von Autos mit Verbrennungsmotor mit jeweils 26 bzw. 13 Prozent gegenüber der ersten Hälfte des Jahres 2025 deutlich.

China bei E-Autos vorn, Europa legt stark zu

Autos mit Elektroantrieb steigerten ihren Anteil im Jahresvergleich deutlich. Weltweit wurden den Marktforschern zufolge in der ersten Jahreshälfte 2026 rund 6,87 Millionen E-Autos verkauft - ein Plus von 12 Prozent. Der Anteil der Elektroautos am Gesamtmarkt soll nun bei 17 Prozent liegen.

Rund 50 Prozent aller neu zugelassenen Elektroautos wurden in China verkauft, auch wenn die Gesamtzahl zuletzt sank, weil die Regierung die Steuernachlässe für EVs zurückfuhr. In Europa stiegen die Verkaufszahlen von E-Autos hingegen kräftig und erreichten zuletzt 1,81 Millionen Einheiten und damit ein Plus von 32 Prozent. In den USA sanken die Verkäufe aufgrund der Politik der Trump-Regierung im Jahresvergleich um 15 Prozent.

Schon vor einiger Zeit hatte der Verband der Europäischen Automobilbauer verlauten lassen, dass in 31 Ländern Europas in der ersten Jahreshälfte 2026 mehr E-Autos verkauft wurden als Verbrenner. Auch in Südostasien legten die Verkäufe unterdessen im ersten Halbjahr laut Mobility Global deutlich zu. Mit 350.000 verkauften Fahrzeugen stieg ihre Zahl im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres dort um 81 Prozent.

Damit die Nachfrage rund um E-Autos auch weiterhin hoch bleibt, müssen die Preise nach Ansicht von Analyst Yoshiaki Kawano noch weiter sinken, weil die Verkäufe aktuell noch größtenteils von Rabatten und Steuernachlässen befeuert werden. Die wichtigsten Motoren für den Verkauf von Elektroautos sind aktuell vor allem die weltweit gestiegenen Spritpreise.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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