Verschärfte Lage: Microsoft rät, Updates möglichst schnell zu installieren
Microsoft drängt Nutzer und Administratoren dazu, das September-Update für Windows 11 möglichst nicht aufzuschieben. Der Grund ist eine ungewöhnlich große Zahl von Sicherheitslücken, die hier mit Patches behoben werden.
Das Unternehmen hat seine Empfehlungen für die Installation von Windows-Updates deshalb verschärft. Jeremy Chapman, Leiter der Microsoft-365-Sparte, rät laut WindowsLatest dazu, Qualitätsupdates mit Sicherheitskorrekturen höchstens drei Tage zurückzustellen. Bei Updates mit einer Frist von null oder einem Tag soll die anschließende Kulanzzeit maximal zwei Tage betragen. Nutzer sollten die Installation vor allem nicht wochenlang pausieren.
Microsoft begründet die Dringlichkeit unter anderem mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Systemen durch Angreifer. Dies beschleunigt die Analyse der herausgegebenen Patches und die Entwicklung von Exploits deutlich. Wer kritische Sicherheitsupdates erst mehrere Wochen nach ihrer Veröffentlichung installiert, verschaffe Angreifern hier ausreichend Zeit, um bekannte Schwachstellen mithilfe von KI zu identifizieren und auszunutzen. Bereits im Juli hatte Microsoft vor dieser Entwicklung gewarnt.
Der September-Patch ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil mehrere grundlegende Windows-Komponenten betroffen sind. Für Windows 11 24H2 und 25H2 lassen sich nach einer Auswertung der Microsoft-Daten 611 unterschiedliche CVEs zuordnen. Darunter befindet sich CVE-2026-81963 im Windows Update Stack. Microsoft stuft die Schwachstelle als Privilegienausweitung ein und bestätigt, dass bereits Angriffe beobachtet wurden. Weitere Lücken betreffen unter anderem Windows Hello, die Biometrie und den Windows Graphics Kernel.
Die ungewöhnlich hohe Zahl an behobenen Lücken ist allerdings nicht allein ein Zeichen für eine plötzlich unsicherer gewordene Windows-Version. Microsoft erklärt den starken Anstieg auch mit verbesserten internen KI-Systemen zur Schwachstellensuche und einer größeren Zahl beteiligter Sicherheitsforscher. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen Systeme wie MDASH weiter, die Sicherheitslücken automatisiert aufspüren und beseitigen sollen. Dadurch dürfte die Zahl der gemeldeten und geschlossenen Schwachstellen auch in den kommenden Monaten weiter steigen.
Siehe auch:
KI hilft Angreifern bei der Analyse
Allein für die Windows-Produktfamilie nennt Microsoft 723 behobene Schwachstellen. Über sämtliche betroffenen Microsoft-Produkte hinweg sind es sogar 974 CVEs. Besonders heikel ist dabei eine Schwachstelle, die laut Microsoft bereits in freier Wildbahn ausgenutzt wird.Das Unternehmen hat seine Empfehlungen für die Installation von Windows-Updates deshalb verschärft. Jeremy Chapman, Leiter der Microsoft-365-Sparte, rät laut WindowsLatest dazu, Qualitätsupdates mit Sicherheitskorrekturen höchstens drei Tage zurückzustellen. Bei Updates mit einer Frist von null oder einem Tag soll die anschließende Kulanzzeit maximal zwei Tage betragen. Nutzer sollten die Installation vor allem nicht wochenlang pausieren.
Microsoft begründet die Dringlichkeit unter anderem mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Systemen durch Angreifer. Dies beschleunigt die Analyse der herausgegebenen Patches und die Entwicklung von Exploits deutlich. Wer kritische Sicherheitsupdates erst mehrere Wochen nach ihrer Veröffentlichung installiert, verschaffe Angreifern hier ausreichend Zeit, um bekannte Schwachstellen mithilfe von KI zu identifizieren und auszunutzen. Bereits im Juli hatte Microsoft vor dieser Entwicklung gewarnt.
Der September-Patch ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil mehrere grundlegende Windows-Komponenten betroffen sind. Für Windows 11 24H2 und 25H2 lassen sich nach einer Auswertung der Microsoft-Daten 611 unterschiedliche CVEs zuordnen. Darunter befindet sich CVE-2026-81963 im Windows Update Stack. Microsoft stuft die Schwachstelle als Privilegienausweitung ein und bestätigt, dass bereits Angriffe beobachtet wurden. Weitere Lücken betreffen unter anderem Windows Hello, die Biometrie und den Windows Graphics Kernel.
Besser prüfen
Für Windows 11 25H2 trägt das aktuelle Update die Buildnummer 26200.9445, bei Version 24H2 lautet sie 26100.9445. Ob der eigene Rechner bereits geschützt ist, lässt sich über "Win + R" und den Befehl "winver", der die aktuelle Versionsnummer anzeigt, überprüfen. Liegt die Buildnummer darunter, sollte über die Windows-Update-Einstellungen nach neuen Aktualisierungen gesucht werden.Die ungewöhnlich hohe Zahl an behobenen Lücken ist allerdings nicht allein ein Zeichen für eine plötzlich unsicherer gewordene Windows-Version. Microsoft erklärt den starken Anstieg auch mit verbesserten internen KI-Systemen zur Schwachstellensuche und einer größeren Zahl beteiligter Sicherheitsforscher. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen Systeme wie MDASH weiter, die Sicherheitslücken automatisiert aufspüren und beseitigen sollen. Dadurch dürfte die Zahl der gemeldeten und geschlossenen Schwachstellen auch in den kommenden Monaten weiter steigen.
Zusammenfassung
- Microsoft drängt auf schnelle Installation des neuen September-Patches
- Der Konzern schließt insgesamt 974 Lücken über diverse Produkte hinweg
- Angreifer nutzen KI-Systeme zur schnellen Entwicklung von Exploits
- Eine Sicherheitslücke im Update Stack wird bereits aktiv ausgenutzt
- Administratoren sollten die Updates höchstens drei Tage aufschieben
- Eigene KI-Systeme wie MDASH helfen beim Finden von Schwachstellen
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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