Blackview Gamibook 16: Gaming-Notebook mit tollem Display im Test

Das Blackview Gamibook 16 hat ab Werk einige Stärken: ein 300-Hz-Display, die GeForce 5060 sowie den erweiterbaren Arbeits- und SSD-Speicher. Die Ausstattung macht sich in 3DMark bemerkbar: Die Ergebnisse liegen teils über dem Durchschnitt, teils auf Augenhöhe mit dem Höchstwert oder knapp darüber. Für ein Gaming-Notebook arbeitet das Lüftersystem erfreulich leise, selbst unter hoher Last, etwa in Cinebench. Natürlich ist der Lüfter zu hören, das lässt sich bei einem Gaming-Notebook kaum vermeiden. Die Gaming-Session auf dem Blackview Gamibook 16 hört man aber nicht noch zwei Räume weiter.

Das Gerät steht auf vier dicken Gummifüßchen. Dadurch kann über die Unterseite genügend kühle Luft eingesaugt werden. Auf der Rückseite wird die heiße Luft abgegeben. Hier befinden sich auch zahlreiche Anschlüsse. Dazu gehören der Eingang für das Netzteil, ein DisplayPort, ein USB-C-Anschluss und ein HDMI-Ausgang. Über den USB-C-Anschluss mit USB 3.2 Gen 2 kann das Notebook auch mit Strom versorgt werden. Da er zudem als DisplayPort fungiert, können Bildschirme über USB-C angeschlossen werden. Rechts befinden sich zwei USB-A-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 1. Außerdem kann hier ein Kensington-Schloss befestigt werden. Eine Internetverbindung ist wahlweise über WLAN oder über den Ethernet-Anschluss auf der linken Seite möglich. Hier befinden sich ein weiterer USB-A-Anschluss und ein USB-Anschluss. Kopfhörer, Soundbars und andere Geräte lassen sich über Bluetooth oder den Klinkenanschluss verbinden.
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Beim Prozessor handelt es sich um einen Intel-Core-i7-13650HX. Dieser hat ein Leistungsbudget von 55 Watt. Erstmals setzt Blackview bei einem Notebook auf eine Nvidia-Grafikkarte. Die Grafikkarte hat ein maximales Leistungsbudget von 115 Watt. Grafikkarte und CPU haben zusammen ein Leistungsbudget von 170 Watt. Das lässt Spielraum für die anderen Komponenten. Im Inneren sind 16 GB RAM vorhanden. Blackview hat sich entschieden, zwei 8-GB-RAM-Riegel zu verbauen. Das Notebook hat drei verschiedene Leistungsmodi: Office, Normal und Performance. Der Office-Modus wird durch eine grüne LED angezeigt, während im normalen Modus eine blaue LED leuchtet. Der Leistungsmodus wird durch eine lila LED gekennzeichnet.

Blackview setzt auf ein mattes 16-Zoll-IPS-Panel. Der Bildschirm löst mit 2560 x 1600 Pixeln auf. Die Helligkeit gibt Blackview mit 500 Nits an. Der Bildschirm kann ziemlich weit, aber nicht vollständig flach nach hinten geklappt werden. Auch wenn es sich um ein IPS-Panel handelt, sehen Spiele auf dem Gamibook 16 sehr ansehnlich aus: Die Farben wurden ab Werk gut kalibriert. Anders als Mini-LED- oder OLED-Panels sind IPS-Displays nicht für absolutes Schwarz bekannt. Mit einem Mini-LED-Display würde der Preis allerdings noch höher ausfallen. DeezLab hat im Review bestätigt, dass der sRGB-Farbraum zu 100 Prozent abgedeckt wird.

Starkes Display

Mit dem Display kann ein Notebook siegen oder durchfallen. Beim Blackview Gamibook 16 hat sich der Hersteller für ein leistungsstarkes IPS-Display entschieden, das nicht zwangsläufig einen externen Monitor erfordert. Die Farben sind intensiv und knallig. Video- und Bildbearbeitung sollten ebenfalls möglich sein, wobei Profis dafür wahrscheinlich eher ein eigenes Gerät verwenden werden. Über dem Bildschirm sitzt eine 2-Megapixel-Kamera, die für Windows Hello zertifiziert ist.

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Ein 16-Zoll-Notebook bietet viel Platz für eine Tastatur. Somit ist beim Gamibook 16 eine Tastatur mit Nummernblock verbaut. Blackview setzt auf eine QWERTY-Tastatur. Die mitgelieferten Auflagen können eine Möglichkeit sein, die Tastatur mit einer deutschen Belegung zu versehen. Allerdings wird es Zeit, dass sich andere Hersteller bei Geekom die deutschen Tastaturen abschauen und ebenfalls welche einbauen. Die Tastatur verfügt über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung. Auch die Beschriftung selbst ist beleuchtet. Das Touchpad ist nicht mittig verbaut, sondern etwas nach links versetzt.

Blackview hat mehrere Gamibook-Geräte im Angebot. Manchmal trifft die Verniedlichung im Namen durchaus zu: "Gamibook" statt "Gamebook" war beim Gamibook 8 durchaus passend. Das Gamibook 16 hingegen spielt leistungsmäßig, aber auch preislich in einer anderen Liga. Die Nvidia 5060 für Notebooks treibt den Preis auf 1979 Euro bei MediaMarkt. Dabei handelt es sich allerdings um einen Angebotspreis zur Einführung. MediaMarkt schreibt die UVP mit 3179 Euro aus. Dem Blackview Gamibook 16 wird bereits vor dem Marktstart vorgeworfen, dass es für ein Notebook mit einer 5060 zu teuer sei. Auch das Chuwi Gamebook musste sich diesen Vorwurf 2025 gefallen lassen. Allerdings war damals von der RAM- und Speicherkrise noch nichts zu hören. Seither hat sich gezeigt, wie sich diese auf den PC-Markt auswirkt, und die gesamte Lage hat sich nach den ersten Preissteigerungen noch einmal verschlimmert.

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