Verschlüsselungs-Schock: Microsoft teilt Bitlocker-Keys mit dem FBI
Wer glaubt, dass die Verwendung der BitLocker-Verschlüsselung von Microsoft Daten zu 100 Prozent sicher hält, sollte noch einmal darüber nachdenken. In den USA machen aktuell Berichte die Runde, dass Microsoft BitLocker-Schlüssel herausgegeben hat.
Das berichtet das Forbes-Magazin und hat sich das von Microsoft bereits bestätigen lassen - und das ist nun der erste bekannt gewordene Fall der Weitergabe der Sicherheitsschlüssel durch Redmond an Strafverfolgungsbehörden. 2013 hatte Microsoft bestätigt, dass Regierungsbeamte gebeten hatten, Hintertüren in BitLocker einzubauen, man diese Bitte jedoch abgelehnt habe.
Der konkrete Fall dreht sich um eine Ermittlung aufgrund von erschlichenen Hilfsgeldern während der Pandemie auf der Insel Guam. Die benötigten Bitlocker-Schlüssel waren dabei in der Cloud gespeichert und konnten so herausgegeben werden.
Wie Microsoft in der Stellungnahme bestätigte, kommt das Unternehmen rechtmäßigen Aufforderungen von Regierungsbehörden nach. Ein Sprecher erklärte, dass die Cloud-Speicherung zwar Komfort bei der Wiederherstellung biete, aber auch das Risiko eines ungewollten Zugriffs berge. Microsoft-Nutzer müssen daher selbst entscheiden, ob sie die Schlüsselverwaltung an die Cloud von Microsoft auslagern oder lokal handhaben möchten.
Kritik kommt von Sicherheitsexperten wie Matthew Green, Kryptographie-Professor an der Johns Hopkins University. TechCrunch berichtet, dass Green nicht nur vor dem Zugriff durch die Regierung warnt, sondern auch vor potenziellen Hacks der Microsoft-Cloud-Infrastruktur. Sollten Cyberkriminelle Zugriff auf diese Datenbanken erhalten, wären unzählige BitLocker-Laufwerke potenziell kompromittierbar, sofern die Angreifer physischen Zugriff auf die Hardware erlangen.
Wie handhabt ihr die Schlüsselverwaltung? Vertraut ihr der Cloud oder setzt ihr strikt auf lokale Speicherung? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
BitLocker-Schlüssel an FBI übergeben
Im vergangenen Jahr soll der Konzern dem FBI Verschlüsselungscodes zur Verfügung gestellt haben, um die Laptops von Windows-Nutzern zu entsperren, die wegen Betrugs angeklagt waren.Das berichtet das Forbes-Magazin und hat sich das von Microsoft bereits bestätigen lassen - und das ist nun der erste bekannt gewordene Fall der Weitergabe der Sicherheitsschlüssel durch Redmond an Strafverfolgungsbehörden. 2013 hatte Microsoft bestätigt, dass Regierungsbeamte gebeten hatten, Hintertüren in BitLocker einzubauen, man diese Bitte jedoch abgelehnt habe.
Der konkrete Fall dreht sich um eine Ermittlung aufgrund von erschlichenen Hilfsgeldern während der Pandemie auf der Insel Guam. Die benötigten Bitlocker-Schlüssel waren dabei in der Cloud gespeichert und konnten so herausgegeben werden.
Wie Microsoft in der Stellungnahme bestätigte, kommt das Unternehmen rechtmäßigen Aufforderungen von Regierungsbehörden nach. Ein Sprecher erklärte, dass die Cloud-Speicherung zwar Komfort bei der Wiederherstellung biete, aber auch das Risiko eines ungewollten Zugriffs berge. Microsoft-Nutzer müssen daher selbst entscheiden, ob sie die Schlüsselverwaltung an die Cloud von Microsoft auslagern oder lokal handhaben möchten.
Nur wenige Fälle
Laut dem Bericht erhielt der Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2024 weltweit 128 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden, wobei in vier Fällen Daten offengelegt wurden. Infografik Cybercrime: Zunehmende IT-Schwachstellen bedrohen Unternehmen
Komfort-Funktion hebelt Sicherheit aus
Der Umgang mit den Schlüsseln unterscheidet sich signifikant von Wettbewerbern wie Apple. Während auch Apple bei der Standard-iCloud-Nutzung Schlüssel besitzt, bietet der Konzern mit der "Advanced Data Protection" mittlerweile eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Ist diese aktiviert, hat selbst Apple keinen Zugriff mehr auf die Daten und kann somit auch nichts an Behörden herausgeben. Bei Microsofts BitLocker hingegen liegen die Schlüssel im Standardfall unverschlüsselt auf den Servern des Konzerns vor, sofern der Nutzer nicht aktiv in die Konfiguration eingreift und die Standardeinstellungen ändert.Kritik kommt von Sicherheitsexperten wie Matthew Green, Kryptographie-Professor an der Johns Hopkins University. TechCrunch berichtet, dass Green nicht nur vor dem Zugriff durch die Regierung warnt, sondern auch vor potenziellen Hacks der Microsoft-Cloud-Infrastruktur. Sollten Cyberkriminelle Zugriff auf diese Datenbanken erhalten, wären unzählige BitLocker-Laufwerke potenziell kompromittierbar, sofern die Angreifer physischen Zugriff auf die Hardware erlangen.
Wie handhabt ihr die Schlüsselverwaltung? Vertraut ihr der Cloud oder setzt ihr strikt auf lokale Speicherung? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Microsoft gab dem FBI Bitlocker-Schlüssel zur Ermittlung in Betrugsfällen
- Windows speichert Recovery-Keys standardmäßig in Microsoft-Cloud-Konten
- Konzern erhielt 128 Behördenanfragen und gab in vier Fällen Daten heraus
- Apple bietet im Gegensatz dazu echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an
- Sicherheitsexperten warnen vor Risiken durch Cloud-gespeicherte Schlüssel
- Nutzer können Verschlüsselungsschlüssel auch lokal oder auf USB-Sticks sichern
- EFF kritisiert Microsofts Priorisierung von Unternehmen über Privatsphäre
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Videos zum Thema Cloud
Beiträge aus dem Forum
-
LibreOffice-News: Office bald in Browser, Mobile und Cloud
d-hubs -
Nextcloud und IONOS bringen am 9. Juni die erste stabile Version
d-hubs -
Droid2PC: Android und Mac sinnvoll ohne Cloud-Zwang verbinden
Droid2PC_DE -
Nextcloud-Server auf einem Raspberry Pi betreiben
d-hubs -
#CloudFest Hackathon :: vom 20-22. März '26
d-hubs -
Datei öffnen dauert 30 Sekunden OneDrive
haylebob -
immich - Open-Source-Software: eine komplette Foto-Cloud
d-hubs -
Nextcloud Talk: MS-Teams Alternat., Open Source & DSGVO-kompatibel
d-hubs -
Office 365 Anmelden geht nicht
nitewish -
OneDrive speicherung von Dateiversionen
SeBu
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- NAS-Systeme:
Neue Nachrichten
- Tankstellen wegen illegaler KI-gesteuerter Preisabsprachen verklagt
- Ganz ohne Prime-Abo: Media Markt und Saturn starten Mega-Sale
- Chinas geheimes Raumflugzeug setzt mysteriöses Objekt im Orbit frei
- Microsoft baut größtes KI-Rechenzentrum, mit Gaskraftwerk von Chevron
- EU-Automarkt: Elektrifizierung nimmt zu, Verbrenner deutlich im Minus
- Amazon Prime Day: Die Tages- und Blitzangebote im Vergleich
- SpaceX testet Starfall: Neue Kapsel soll Frachtflüge im All ermöglichen
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Erweiterung Post-it für Firefox oder Chrome
Maik1000 - vor 2 Stunden -
oSC Nürnberg 25.27. Juni - das OpenSuse-Meeting
d-hubs - 20.06. 13:40 Uhr -
Die allerneueste Version, TrueNAS 26.0.0-BETA.2
d-hubs - 19.06. 14:50 Uhr -
Wie kann ich die Untertitel einem Video hinzufügen?
Rizo - 19.06. 11:14 Uhr -
Datenträgerverwaltung
micro300 - 19.06. 08:52 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen