ADAC-Dauertest: Akku des VW ID.3 überrascht nach 160.000 km
Der ADAC hat seinen VW ID.3 nach vier Jahren und 160.000 Kilometern gründlich durchleuchtet. Das Ergebnis: Die Batterie zeigt nur neun Prozent Kapazitätsverlust. Doch der Langzeittest offenbart auch hartnäckige Software-Probleme des Elektroautos.
Besonders beachtlich: Die Tester behandelten den Akku keineswegs schonend. Regelmäßiges Laden auf 100 Prozent und längere Standzeiten bei vollem Ladestand gehörten zum Testalltag. Bedingungen, die normalerweise als schädlich für Lithium-Ionen-Batterien gelten. Trotzdem blieb der Kapazitätsverlust mit neun Prozent in einem hervorragenden Bereich.
Ebenfalls auf der Pro-Liste des ADAC: Auf längeren Strecken punktet der Volkswagen mit komfortablen Sitzen und einem effektiven adaptiven Tempomat. Das Matrix-LED-Licht sorgt für gute Sicht bei Nachtfahrten, während der Spurhalteassistent die Ermüdung des Fahrers reduziert. Der Innenraum bietet ausreichend Platz für vier Erwachsene, und der Kofferraum fasst mit 385 Litern genug Gepäck für den Familienurlaub.
Ein neues Ärgernis kam mit dem jüngsten Software-Update hinzu: Aus Datenschutzgründen muss der Fahrer nun bei jedem Start bestätigen, dass er mit der Datenverarbeitung einverstanden ist. Diese Unterbrechung stört den Fahrtbeginn zusätzlich und zeigt, dass Volkswagen bisher nicht die richtige Balance zwischen rechtlichen Anforderungen und Nutzerfreundlichkeit gefunden hat.
Ungeplante Reparaturen summierten sich dann zu weiteren Kosten: Eine defekte GPS-Antenne kostete 525 Euro, ein beschädigter Parksensor 207 Euro und eine kaputte Ladeklappe 227 Euro. Bei etwa 158.000 Kilometern verweigerte das Fahrzeug zweimal den Start - ein Softwarefehler, der glücklicherweise durch ein kostenloses Update behoben werden konnte.
Trotz dieser Kritikpunkte ziehen die ADAC-Tester eine positive Bilanz. Die robuste Batterietechnik und die soliden Fahreigenschaften überwiegen die Software-Schwächen. Der ID.3 beweist, dass Elektroautos durchaus langstreckentauglich sind und moderne Akkus deutlich haltbarer sind als oft befürchtet.
Wie sind eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Elektroauto-Batterien? Habt ihr ähnliche Software-Probleme bei eurem E-Auto erlebt? Lasst uns in den Kommentaren wissen, was ihr vom ADAC-Dauertest haltet!
Siehe auch:
- VW ID.3 überzeugt im ADAC-Langzeittest mit 91 Prozent Akkukapazität
- Batterie hält trotz nicht schonender Behandlung wie volles Laden besser
- Fahrverhalten und Ausstattung des Elektroautos erhalten positive Bewertung
- Software-Probleme wie lange Startzeiten und träger Touchscreen bestehen
- Hohe Wartungskosten und mehrere ungeplante Reparaturen schmälern die Bilanz
- Trotz Kritikpunkten fällt das Gesamtfazit des ADAC nach 160000 km positiv aus
Batterie übertrifft Herstellergarantie deutlich
Vier Jahre lang hat der ADAC einen VW ID.3 Pro S durch den Alltag gejagt - mit einem starken Ergebnis. Nach 160.000 Kilometern verfügt die 77-kWh-Batterie noch über 91 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Damit übertrifft der Energiespeicher die Herstellergarantie, die bei dieser Laufleistung mindestens 70 Prozent zusichert.Besonders beachtlich: Die Tester behandelten den Akku keineswegs schonend. Regelmäßiges Laden auf 100 Prozent und längere Standzeiten bei vollem Ladestand gehörten zum Testalltag. Bedingungen, die normalerweise als schädlich für Lithium-Ionen-Batterien gelten. Trotzdem blieb der Kapazitätsverlust mit neun Prozent in einem hervorragenden Bereich.
Fahrdynamik und Komfort überzeugen
Abseits der Batterietechnik sammelte der ID.3 Pluspunkte bei den klassischen Automobiltugenden. Die ADAC-Experten hoben die sichere Straßenlage und das ausgewogene Fahrverhalten hervor. Besonders im Stadtverkehr zeigt sich der Kompaktwagen von seiner besten Seite: Der kleine Wendekreis erleichtert das Rangieren, während die spontane Beschleunigung des Elektromotors für zügiges Vorankommen sorgt.Ebenfalls auf der Pro-Liste des ADAC: Auf längeren Strecken punktet der Volkswagen mit komfortablen Sitzen und einem effektiven adaptiven Tempomat. Das Matrix-LED-Licht sorgt für gute Sicht bei Nachtfahrten, während der Spurhalteassistent die Ermüdung des Fahrers reduziert. Der Innenraum bietet ausreichend Platz für vier Erwachsene, und der Kofferraum fasst mit 385 Litern genug Gepäck für den Familienurlaub.
Software bleibt Schwachstelle
Trotz mehrerer Updates während der Testphase kämpft der ID.3 weiterhin mit Software-Problemen. Beim Fahrtstart benötigt das Infotainment-System unverhältnismäßig lange, bis alle Funktionen verfügbar sind. Der Touchscreen reagiert oft träge auf Eingaben, was im Fahrbetrieb frustrierend sein kann.Ein neues Ärgernis kam mit dem jüngsten Software-Update hinzu: Aus Datenschutzgründen muss der Fahrer nun bei jedem Start bestätigen, dass er mit der Datenverarbeitung einverstanden ist. Diese Unterbrechung stört den Fahrtbeginn zusätzlich und zeigt, dass Volkswagen bisher nicht die richtige Balance zwischen rechtlichen Anforderungen und Nutzerfreundlichkeit gefunden hat.
Wartung und Reparaturen im Detail
Die Betriebskosten des VW ID.3 fielen etwas höher aus als erwartet. Zwei planmäßige Wartungen kosteten insgesamt 927 Euro. Der erste Service nach 74.271 Kilometern schlug mit etwa 500 Euro zu Buche, der zweite bei 176.604 Kilometern mit 427 Euro. Zusätzlich war nach vier Jahren ein Klimaservice für 198 Euro fällig.Ungeplante Reparaturen summierten sich dann zu weiteren Kosten: Eine defekte GPS-Antenne kostete 525 Euro, ein beschädigter Parksensor 207 Euro und eine kaputte Ladeklappe 227 Euro. Bei etwa 158.000 Kilometern verweigerte das Fahrzeug zweimal den Start - ein Softwarefehler, der glücklicherweise durch ein kostenloses Update behoben werden konnte.
Trotz dieser Kritikpunkte ziehen die ADAC-Tester eine positive Bilanz. Die robuste Batterietechnik und die soliden Fahreigenschaften überwiegen die Software-Schwächen. Der ID.3 beweist, dass Elektroautos durchaus langstreckentauglich sind und moderne Akkus deutlich haltbarer sind als oft befürchtet.
Wie sind eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Elektroauto-Batterien? Habt ihr ähnliche Software-Probleme bei eurem E-Auto erlebt? Lasst uns in den Kommentaren wissen, was ihr vom ADAC-Dauertest haltet!
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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