Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch

BYDs elektrischer Supersportwagen Yangwang U9 demonstriert in einem spektakulären Video seine Sprungkünste. Mit seiner intelligenten Aufhängung überwindet das autonome Fahrzeug Schlaglöcher und Straßensperren. Doch wie sinnvoll ist diese Technik im Alltag?

Sprungkraft trifft Hightech

Der chinesische Automobilhersteller BYD sorgte mit seinem elektrischen Supersportwagen Yangwang U9 bereits bei der Vorstellung für Aufsehen. In einem kürzlich veröffentlichten Video demonstriert das Fahrzeug eine angekündigte, aber bisher nicht gezeigte, ungewöhnliche Fähigkeit: Es kann springen. Mithilfe einer intelligenten Aufhängung überwindet der U9 autonom verschiedene Hindernisse, darunter ein großes Schlagloch.

Das wird natürlich bei Kindern der 1980er Erinnerungen an das KI-Auto der Serie Knight Rider wecken, denn dieses konnte per "Turbo Boost" Hindernisse überspringen - wenngleich sie bei K.I.T.T. deutlich höher waren.

Der Yangwang U9 ist BYDs Einstieg in den Markt für Luxus-Elektrofahrzeuge. Mit einem Preis von etwa 226.000 Euro positioniert sich das Unternehmen, das bisher eher für günstige E-Autos bekannt war, nun im High-End-Segment. Der Supersportwagen verfügt über beachtliche Leistungsdaten:

  • Leistung: Vier Elektromotoren liefern eine Gesamtleistung von 1287 PS
  • Drehmoment: Maximales Drehmoment von 1680 Nm
  • Beschleunigung: Von 0 auf 100 km/h in 2,36 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 392 km/h

Spektakuläre Demonstration der Sprungkünste

Das von BYD auf der Social-Media-Plattform Weibo veröffentlichte Video zeigt den U9 in Aktion. Das Fahrzeug beschleunigt zunächst auf 120 km/h, bevor es mithilfe seiner Aufhängung bis zu sechs Meter weit über ein Schlagloch, Spikes und eine Kreidemarkierung springt. Die als DiSus-X bezeichnete intelligente Aufhängung ermöglicht es dem U9, kleine Hindernisse zu überspringen, zur Musik zu "tanzen" und sogar auf drei Rädern zu fahren.

Sinnvolle Technologie oder Marketing-Gag?

Doch wie sinnvoll ist diese Technologie im Alltag? Kritiker sehen in den Sprungkünsten des U9 eher ein Marketinginstrument als eine nützliche Funktion. Trotz der spektakulären Vorführung bleiben aber diverse Fragen offen: Wird diese Funktion in der Serienversion des U9 verfügbar sein? Unter welchen Bedingungen dürfen Fahrer sie nutzen? Wie wirkt sich die Funktion auf die Sicherheit und Haltbarkeit des Fahrzeugs aus? BYD hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Neben seinen Sprungkünsten hat der U9 auch auf der Rennstrecke Eindruck hinterlassen. Im November 2024 absolvierte er eine Runde auf der Nordschleife des Nürburgrings in 7 Minuten und 17,9 Sekunden. Damit war er schneller als ein Nissan GT-R oder ein Porsche GT3, konnte aber nicht mit dem Rekordhalter Rimac Nevera mithalten.

BYDs Strategie für den Luxusmarkt

Der Yangwang U9 ist Teil von BYDs Strategie, sein Portfolio zu diversifizieren und in höherpreisige Segmente vorzudringen. Mit futuristischen Funktionen und Hochleistungs-Elektroantrieben will der chinesische Hersteller etablierten Marken wie Tesla Konkurrenz machen. Ob sich diese Strategie auszahlt und ob Kunden bereit sind, für ausgefallene Funktionen wie die Sprungfähigkeit einen hohen Preis zu zahlen, bleibt abzuwarten.

Zusammenfassung
  • BYDs Yangwang U9 zeigt in Video Sprungfähigkeit über Hindernisse
  • Elektrischer Supersportwagen mit 1287 PS und 392 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Intelligente Aufhängung DiSus-X ermöglicht Sprünge bis zu sechs Meter
  • Preis von 226.000 Euro positioniert BYD im Luxus-Elektroauto-Segment
  • Sinnhaftigkeit und Verfügbarkeit der Sprungfunktion im Alltag fraglich
  • U9 absolvierte Nordschleife in 7 Minuten und 17,9 Sekunden
  • Teil von BYDs Strategie zur Diversifizierung und Marktpositionierung

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