Windkraft war im Jahr 2023 wichtigster Energieträger in Deutschland

Windenergie war im letzten Jahr die wichtigste Energiequelle in Deutschland, der Anteil an erneuerbaren Energieträgern steigt deutlich. Insgesamt wurde hierzulande aber auch fast 12 Prozent weniger Strom ins Netz eingespeist, die Importe schnelle nach oben.
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Wie, wo und wie viel Strom wurde in Deutschland im letzten Jahr erzeugt? Auf diese Frage gibt das Statistische Bundesamt jetzt offiziell Antwort. Der klare Gewinner im Energiemix: Windkraft war mit einem Anteil von 31 Prozent der wichtigste Energieträger, noch ein Jahr zuvor lag der Anteil mit 24 Prozent deutlich niedriger. Neben dem Leistungszubau von 4,3 Prozent gibt es für diese Entwicklung vor allem einen Grund: 2023 war sehr windig.

Genau umgekehrt verhält es sich bei der Fotovoltaik. Nominal steigt der Anteil zwar mit 1,3 Prozent. "Dieser Anstieg ist jedoch ausschließlich auf die geringere Gesamtstromerzeugung zurückzuführen", so die Statistiker. Im Detail war die eingespeiste Strommenge durch Solar leicht rückläufig, obwohl im Jahresverlauf 18 Prozent Leistung zugebaut wurden. Was hier fehlt: Genug Sonne.


Zusammen stelle alle erneuerbare Energiequellen im letzten Jahr 56 Prozent der eingespeisten Strommenge, im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 46,3 Prozent. "2023 war das erste Jahr, in dem in fast allen Monaten mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus konventionellen Energieträgern eingespeist wurde", so das Amt

Dem steht ein starker Abfall der Einspeisung von Strom aus konventionellen Energien um 27,8 % gegenüber, diese decken im letzten Jahr 44,0 %. Kohlestrom sank auf 26,1 % der Gesamterzeugung, bleibt aber zweitwichtigste Quelle.

Viel mehr importiert

Die Menge an importierten Energie schnellt im letzten Jahr um 40,6 Prozent nach oben, insgesamt wurde 15 Prozent des ins Netz eingespeisten Strom aus dem Ausland bezogen, die Exporte sanken dagegen um 21,5 Prozent. Das erste Mal seit 22 Jahren hat Deutschland damit wieder einen Importüberschuss beim Strom.

Zusammenfassung
  • Windenergie ist mit 31% wichtigster Energieträger in Deutschland
  • Anteil erneuerbarer Energien steigt auf 56% der Stromerzeugung
  • Stromerzeugung insgesamt um 12% gesunken, Importe gestiegen
  • Fotovoltaik-Anteil nominal um 1,3% erhöht, tatsächlich leicht rückläufig
  • Kohlestrom fällt auf 26,1%, bleibt aber zweitwichtigste Quelle
  • Stromimporte um 40,6% gestiegen, Exporte um 21,5% gefallen
  • Erstmals seit 22 Jahren Importüberschuss bei Strom in Deutschland

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