Stromausfälle: TÜV bemängelt Notstromversorgung in Deutschland
In Zeiten von Krieg, Klimawandel und Cyberangriffen nimmt die Versorgung kritischer Gebäude durch Notstrom einen immer höheren Stellenwert ein. Laut TÜV-Verband weisen allerdings mehr als 26 Prozent der Aggregate in Krankenhäusern, Schulen & Co. wesentliche Mängel auf.
Aus dem jährlichen Baurechtsreport (PDF) geht hervor, dass jede vierte sogenannte Sicherheitsstromversorgungsanlage in prüfpflichtigen Gebäuden von TÜV-Sachverständigen beanstandet wurde. Neben Krankenhäusern und Schulen gehören auch Hochhäuser und Shopping-Malls zu eben jener kritischen Infrastruktur, die über Notstromaggregate verfügen muss. Weiterhin wurden bei mehr als 42 Prozent der Anlagen geringfügige Mängel festgestellt und nur 31,5 Prozent gelten der TÜV-Analyse nach als mängelfrei.
Die Anlagen stellen in Gebäuden nicht nur die Versorgung mit Licht und Strom für Bewohner und elektronische Geräte sicher, sondern sind laut TÜV zudem essenzielle Komponenten des Brandschutzes. Bei einem Stromausfall aufgrund von Feuer werden Notstromaggregate zur Versorgung von Lüftungs- und Alarmierungsanlagen sowie für den Rauchabzug eingesetzt. Ein Großteil der insgesamt 4300 überprüften Anlagen wird dabei mit Batterien oder Diesel betrieben. Letzterer muss stetig neu aufgefüllt werden, da die Haltbarkeit bereits nach sechs Monaten überschritten sein könnte.
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Konflikt mit Russland verschärft die Situation
Laut Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, nimmt die Gefahr von Stromausfällen enorm zu. Extreme Wetterereignisse wie Flutwellen oder schwere Stürme infolge der Klimakrise, Cyberangriffe auf Netzbetreiber und mögliche Engpässe rücken das Thema aktuell in den Mittelpunkt: "Die Gefahr von Ausfällen bei der Energieversorgung ist wegen des Konflikts mit Russland sehr real", sagt Bühler. Die Interessenvertretung von TÜV Süd, Nord, Rheinland, Saarland und Co. empfiehlt den Betreibern dringend vor dem kommenden Winter sicherzustellen, dass ihre Notstromaggregate entsprechend gewartet werden.Die Anlagen stellen in Gebäuden nicht nur die Versorgung mit Licht und Strom für Bewohner und elektronische Geräte sicher, sondern sind laut TÜV zudem essenzielle Komponenten des Brandschutzes. Bei einem Stromausfall aufgrund von Feuer werden Notstromaggregate zur Versorgung von Lüftungs- und Alarmierungsanlagen sowie für den Rauchabzug eingesetzt. Ein Großteil der insgesamt 4300 überprüften Anlagen wird dabei mit Batterien oder Diesel betrieben. Letzterer muss stetig neu aufgefüllt werden, da die Haltbarkeit bereits nach sechs Monaten überschritten sein könnte.
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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