Senf dazu: China bestrafen, weil Autos zu günstig sind - gehts noch EU?
Heute hat die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den chinesischen Herstellern die Rute ins Fenster gestellt. Der Grund: Sie mischen den EU-Markt auf, weil sie günstig sind. Zu günstig, meint die EU. Wir fragen uns: Sucht die EU die eierlegende Wollmilchsau?
Infografik Elektromobilität: E-Anteil bei Neuwagen springt auf über 40 Prozent
Ganz abgesehen davon: Stromer machen Spaß, sind angenehm leise und erst die Beschleunigung! Natürlich kann man diverse Probleme nicht verschweigen, allen voran eine Ladeinfrastruktur, die schon jetzt in Städten an ihre Grenzen stößt. Und dennoch: Elektroautos gehört die Zukunft, das hat auch bzw. gerade die EU fest beschlossen.
Das Hauptproblem: Elektroautos sind in der Anschaffung immer noch sauteuer, selbst wenn man eine staatliche Förderung bekommt. Das mag für den Gutverdiener kein Problem sein, breite Teile der Bevölkerung können von einem solchen Neuwagen nur träumen. Denn unter 20.000 Euro gibt es kein einziges neues E-Auto, wer auch nur ansatzweise Zusatzfeatures haben will, der bezahlt realistischerweise 30.000 Euro und mehr - selbst nach Abzug der staatlichen Förderung.
Deshalb war es doch ziemlich verwunderlich, als Ursula von der Leyen heute lautstark beklagte, wie gemein die Chinesen sind, weil sie den Markt mit Autos versorgen, die sich die meisten Menschen auch tatsächlich leisten können. Die EU will nun untersuchen lassen, ob der chinesische Staat den Preis durch Subventionen künstlich drückt.
Wir haben an dieser Stelle den schrecklichen Verdacht, dass es auch bei der EU diverse Subventionen gibt, die europäische Unternehmen unterstützen. Was erlauben sich die Chinesen, auch so etwas zu machen? Ironie beiseite: Natürlich sind Subventionen und andere vergleiche Mechanismen zur Marktbeeinflussung kein so einfaches Thema und auch hier sind diverse komplexe wirtschaftliche Faktoren zu berücksichtigen. Und dennoch: Dem Kunden ist das herzlich egal.
Natürlich hat die EU das vorrangige Ziel, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Das ist auch verständlich und nachvollziehbar. Aber die chinesische Konkurrenz mit möglichen Strafzöllen zu bestrafen und die Autos auf diese Weise künstlich zu verteuern, ist aus Konsumentensicht schlichtweg nicht nachvollziehbar.
Vielleicht ist das naiv, aber man kann sich eben nicht waschen, ohne nass zu werden. Anders gesagt: Erschwingliche Autos, die die Kassen der Autobauer füllen und die EU nichts kosten, gibt es nicht - genauso wenig wie die eierlegende Wollmilchsau.
Siehe auch:
Elektroautos sind die Zukunft
In bereits zwölf Jahren sollen bzw. dürfen in der EU (die meisten) Verbrenner nicht mehr verkauft werden, schon in den vergangenen Jahren schafften die meisten Regierungen in der EU finanzielle Anreize, damit möglichst viele Menschen ein Elektroauto kaufen - u. a. aus Umweltgründen. An dieser Stelle wollen wir aber bitte nicht diskutieren, ob diese besser für die Umwelt sind, sondern stellen fest, dass das ein Fakt ist - schon alleine deshalb, weil fossile Brennstoffe endlich sind.Infografik Elektromobilität: E-Anteil bei Neuwagen springt auf über 40 Prozent
Ganz abgesehen davon: Stromer machen Spaß, sind angenehm leise und erst die Beschleunigung! Natürlich kann man diverse Probleme nicht verschweigen, allen voran eine Ladeinfrastruktur, die schon jetzt in Städten an ihre Grenzen stößt. Und dennoch: Elektroautos gehört die Zukunft, das hat auch bzw. gerade die EU fest beschlossen.
Das Hauptproblem: Elektroautos sind in der Anschaffung immer noch sauteuer, selbst wenn man eine staatliche Förderung bekommt. Das mag für den Gutverdiener kein Problem sein, breite Teile der Bevölkerung können von einem solchen Neuwagen nur träumen. Denn unter 20.000 Euro gibt es kein einziges neues E-Auto, wer auch nur ansatzweise Zusatzfeatures haben will, der bezahlt realistischerweise 30.000 Euro und mehr - selbst nach Abzug der staatlichen Förderung.
China kommt
Den Markt mischen seit einer Weile chinesische Hersteller auf, und zwar vor allem über den Preis. Das freut so immer mehr Kunden, denn sie bekommen günstige und auch gute Autos - wohlgemerkt muss man die Preise stets im Verhältnis sehen, denn "günstig" bedeutet nicht Dumpingpreis. So oder so: Man könnte denken, dass das auch die EU freut, denn immer mehr Elektroautos auf den Straßen sind schließlich ein erklärtes Ziel Brüssels und auch gut für das Klima.Deshalb war es doch ziemlich verwunderlich, als Ursula von der Leyen heute lautstark beklagte, wie gemein die Chinesen sind, weil sie den Markt mit Autos versorgen, die sich die meisten Menschen auch tatsächlich leisten können. Die EU will nun untersuchen lassen, ob der chinesische Staat den Preis durch Subventionen künstlich drückt.
Wir haben an dieser Stelle den schrecklichen Verdacht, dass es auch bei der EU diverse Subventionen gibt, die europäische Unternehmen unterstützen. Was erlauben sich die Chinesen, auch so etwas zu machen? Ironie beiseite: Natürlich sind Subventionen und andere vergleiche Mechanismen zur Marktbeeinflussung kein so einfaches Thema und auch hier sind diverse komplexe wirtschaftliche Faktoren zu berücksichtigen. Und dennoch: Dem Kunden ist das herzlich egal.
Natürlich hat die EU das vorrangige Ziel, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Das ist auch verständlich und nachvollziehbar. Aber die chinesische Konkurrenz mit möglichen Strafzöllen zu bestrafen und die Autos auf diese Weise künstlich zu verteuern, ist aus Konsumentensicht schlichtweg nicht nachvollziehbar.
Eigene Subventionen vielleicht?
Wir hätten deshalb für die EU-Kommission und Frau von der Leyen einen bahnbrechenden Vorschlag: Vielleicht sollte man selbst Geld in die Hand nehmen und die europäischen Hersteller subventionieren. Denn dann könnte man europäische Autos produzieren, die sich die europäischen Kunden auch leisten können.Vielleicht ist das naiv, aber man kann sich eben nicht waschen, ohne nass zu werden. Anders gesagt: Erschwingliche Autos, die die Kassen der Autobauer füllen und die EU nichts kosten, gibt es nicht - genauso wenig wie die eierlegende Wollmilchsau.
Siehe auch:
- Flut chinesischer E-Autos: EU meint, dass die Elektroautos zu billig sind
- In China sind Elektroautos bereits günstiger als Verbrenner-Pendants
- Xiaomi darf Elektroauto bauen: China erteilt Freigabe für Produktion
- Deshalb haben Elektroautos heutzutage kein Reserverad mehr
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