Windows 11: EU-Nutzer werden bald nicht mehr zum Edge gezwungen
Microsoft wird die Nutzer seines Windows 11-Betriebssystems zukünftig nicht mehr nötigen, den hauseigenen Edge-Browser zu verwenden, wenn sie in systeminternen Features auf Links klicken. Von der Änderung profitieren aber wohl nur die User in Europa.
Allerdings gilt dies nicht für alle Windows-Nutzer, sondern nur jene, die in Europa ansässig sind. "Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verwenden Windows-Systemkomponenten den Standardbrowser, um Links zu öffnen", hieß es in kürzlich veröffentlichten Release-Notes zum Build 23531.
Was für die Anwender hierzulande erfreulich sein dürfte, irritiert natürlich die Nutzer in anderen Regionen, die vielleicht ebenfalls gern alle Inhalte im Browser ihrer Wahl haben würden. Nachfragen der Kollegen des Magazins The Verge bei Microsoft, warum man die Änderung nur den EU-Nutzern zugesteht, blieben bisher unbeantwortet.
Und auch jetzt scheint man vor allem im Umgang mit den Wettbewerbshütern der EU besonders vorsichtig zu sein. Das zeigt auch die kürzliche Ankündigung, die Kommunikationsplattform Teams nicht mehr mit dem Office-Paket zu bündeln, um den Druck aus Brüssel etwas zu mildern.
Download Microsoft Edge - Browser auf Chromium-Basis
Siehe auch:
Änderung in der Preview
Grundsätzlich kann der Anwender sich entscheiden, einen anderen Standardbrowser zu verwenden. Wenn man aber in Widgets oder in den Ergebnislisten des Windows-Suchfeldes auf einen Link klickte, öffnete sich trotzdem der Edge. In den aktuellen Testversionen des Betriebssystems hat Microsoft aber begonnen, dies zu ändern und alle entsprechenden Aktionen in den Wunsch-Browser des Users umzuleiten.Allerdings gilt dies nicht für alle Windows-Nutzer, sondern nur jene, die in Europa ansässig sind. "Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verwenden Windows-Systemkomponenten den Standardbrowser, um Links zu öffnen", hieß es in kürzlich veröffentlichten Release-Notes zum Build 23531.
Was für die Anwender hierzulande erfreulich sein dürfte, irritiert natürlich die Nutzer in anderen Regionen, die vielleicht ebenfalls gern alle Inhalte im Browser ihrer Wahl haben würden. Nachfragen der Kollegen des Magazins The Verge bei Microsoft, warum man die Änderung nur den EU-Nutzern zugesteht, blieben bisher unbeantwortet.
Vorsicht mit Brüssel
So lässt sich über die Beweggründe im Grunde nur spekulieren: Offensichtlich ist es für Microsoft wichtig, den eigenen Browser über das Betriebssystem zu fördern. Allerdings hat diese Praxis dem Unternehmen schon einmal viel Ärger mit den Wettbewerbsbehörden eingebracht - damals half diese Methode immerhin kräftig dabei, den marktführenden Browser Netscape Navigator mit dem Internet Explorer vom Thron zu stoßen.Und auch jetzt scheint man vor allem im Umgang mit den Wettbewerbshütern der EU besonders vorsichtig zu sein. Das zeigt auch die kürzliche Ankündigung, die Kommunikationsplattform Teams nicht mehr mit dem Office-Paket zu bündeln, um den Druck aus Brüssel etwas zu mildern.
Download Microsoft Edge - Browser auf Chromium-Basis
Zusammenfassung
- Microsoft ändert Browser-Einstellungen in Windows 11
- Nutzer können Links mit bevorzugtem Browser öffnen
- Änderung gilt bisher nur für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum
- Hintergrund könnte Wettbewerbsrecht in der EU sein
- Bisher keine Änderung für Nutzer außerhalb Europas
- Microsoft unklar zu Gründen der regionalen Beschränkung
- Kürzlich auch Trennung von Teams und Office-Paket wegen EU-Druck
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