Avatar 2 wird auch in russischen Kinos laufen - per illegalen Kopien

Seit dieser Woche ist Avatar: The Way of the Water in den Kinos zu sehen, der Film hat auch viel Lob in der Kritik bekommen, ein Erfolg in den Kinos scheint also garantiert. Doch der Blockbuster ist nicht überall zu sehen, vor allem in Russland nicht - zumindest offiziell.
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Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind zahlreiche Sanktionen gegen das Putin-Regime aufrecht. Diese betreffen auch den kulturellen Bereich, auch das Kino. Russische Cineasten haben dieser Tage nur die Möglichkeit, ältere Filme oder heimische Produktionen anzusehen, zumindest vollständig legal.

Denn mittlerweile sind Vorführungen von illegal kopierten Filmen alles andere als ungewöhnlich und gehören zum russischen Alltag dazu. Wie TorrentFreak unter Berufung auf die russische Zeitung Iswestija berichtet, haben russische Kinobesitzer in allen Ecken des Landes mitgeteilt, dass sie Avatar: The Way of the Water zeigen werden, sobald eine vernünftige Kopie vorliegt.


Illegal bedeutet nicht kostenlos

Laut dem Filesharing-Blog sind abgefilmte Kopien von Blockbustern nahezu sofort verfügbar, hochwertigere Versionen benötigen allerdings etwas Zeit. Kinotaugliche Kopien sind auch nicht kostenlos zu haben, Black Panther: Wakanda Forever war etwa nur in einigen Kinos zu sehen, und zwar jenen, die sich eine Kopie leisten können, die man auf einer großen Leinwand zeigen kann. Denn kopierte Filme kosten zwischen 50.000 Rubel (rund 730 Euro) und einer Million Rubel (circa 14600 Euro).

"Große Kinos, vor allem Netzwerkkinos, erhalten Digital Cinema Package (DCP)-Kopien in perfekter Qualität mit einzigartigen 'Keys'. Außerdem sind diese Kopien nicht nur mit professioneller russischer Synchronisation versehen, sondern entsprechen auch der modernen russischen Gesetzgebung", schreibt die Zeitung. "Woher und wie die Kopien in die russischen Kinos kommen, wird geheim gehalten, aber die Quellen der Iswestija sagen, dass es keine einheitliche Versorgungslinie gibt und jeder Fall separat verhandelt wird."

Das bedeutet aber nicht, dass derartige Kopien tatsächlich legal sind, im Gegenteil. Doch weil zuvor zugesagte staatliche Hilfen ausbleiben und die Kinobesitzer hoffen, dass Behörden beide Augen zudrücken, kümmern sich die Anbieter solcher Filme nicht um mögliche Konsequenzen.

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