Europa stimmt für USB-C: Einheitliche Ladekabel (fast) beschlossen

Die Europäische Union nimmt eine der letzten Hürden hin zu einem einheitlichen Ladekabel. Stimmen nach dem EU-Parlament die EU-Mit­glieds­staa­ten dem Beschluss zu, wird USB-C ab Herbst 2024 an einer Vielzahl von Elektronikgeräten zur Pflicht - unter anderem bei Smartphones.
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Hatte sich der Rat der Europäischen Union bereits zu Beginn des Jahres auf USB-C als einheitlichen Ladestandard festgelegt, folgte die Ausarbeitung zwischen Unterhändlern der EU-Mitgliedsstaaten und dem EU-Parlament im zurückliegenden Sommer. Nun gilt der 24. Oktober 2022 als wegweisender Stichtag und gleichzeitig als Formalität. Nachdem das EU-Parlament heute bereits zugestimmt hat, fehlt lediglich die Befürwortung der EU-Staaten.


Weniger Elektroschrott und Apple iPhones mit USB-C-Port

USB-C wird in Zukunft nicht nur bei Smartphones und Tablets zum Pflichtanschluss, nahezu sämtliche tragbaren Elektronikgeräte müssen dem einheitlichen Ladestandard folgen. Dazu gehören unter anderem Digitalkameras, Kopfhörer und Headsets, E-Book-Reader, Tastaturen, Mäuse, Navigationssysteme, mobile Spielekonsolen und Ladecases von Truly-Wireless-Kopfhörern. Geplant ist es, die Regelung in naher Zukunft auch auf Notebooks auszuweiten.

Die Verwendung eines einheitlichen Ladekabels soll vor allem der Produktion von Elektroschrott entgegenwirken. Die Verantwortlichen der Europäischen Union berichten von zehntausenden Tonnen Elektronikabfall, der jährlich aufgrund von Ladekabeln anfällt. Etwa 1000 Tonnen sollen durch die USB-C-Pflicht eingespart werden. Der größte Vorteil zeigt sich allerdings für die Verbraucher, die in den nächsten Jahren viele Elektronikgeräte mit ein und demselben Kabel aufladen können. Zudem besiegelt der Beschluss das Ende des Lightning-Ports an Apple iPhones, iPads und den Ladeetuis von AirPods.

Doch der Branchenverband Bitkom kritisiert: "Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird vor allem Innovationen bremsen und läuft dem wichtigen Grundsatz der Technologieoffenheit massiv zuwider. Weil wohl kein Hersteller allein für den europäischen Markt eine Sonderlösung produziert, heißt der faktisch weltweite Standard für Ladekabel ab 2024 USB-C. Innovationen etwa bei Ladedauer oder Datenübertragung werden damit politisch ausgebremst - zum Nachteil der Verbraucherinnen und Verbraucher", sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Nur bei einem Thema scheinen sich Befürworter und Kritiker einig zu sein: "Elektroschrott muss weltweit und vor allem auch in Europa drastisch reduziert werden."

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