USB-B-Kabel: Im USB-C-Zeitalter eine Nische, aber noch vorhanden

Das Ugreen USB-B-auf-USB-C-Kabel gehört eigentlich in den Lieferumfang eines jeden Gerätes, das 2022 mit einem USB-B-Anschluss daher kommt. Am meisten verbreitet sind USB-B-Kabel bei Druckern, aber auch manche Festplatten setzen auf den durchaus selten gewordenen Anschluss. Ugreen selbst hat vor allem einen Einsatzzweck vor Augen: Den Drucker. Das Kabel erreicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 480 Mbps. Zwar dürften die wenigstens Scanner, Drucker oder Fax-Geräte dieses Potenzial voll ausnutzen, externe Festplatten hingegen schon. Kompatibel ist das Kabel mit allen gängigen Geräten und Herstellern: von Dell über Asus bis hin zu Huawei. Das Kabel gibt es in verschiedenen Längen: je nach Schreibtischsituation kann das Kabel bspw. mit einem Meter Länge erworben werden. Eine 50cm-Variante bietet Ugreen nicht an, Versionen mit zwei und drei Metern hingegen schon.

Im Falle unseres Kollegen Timm Mohn sollte der AverMedia Steamer AX310 mit einem MacBook, das völlig ohne USB-A-Anschlüsse daher kommt, verbunden werden. Im Lieferumfang des Streamers befindet sich von Haus aus kein USB-C-auf-USB-B-Kabel. Es wirkt, als hätten einige Hersteller den Wandel zu USB-C noch nicht vollständig realisiert. Im Falle des AverMedia Streams heißt das: Mangels passenden Anschlusses ist die Verbindung zum Notebook ohne ein Dongle nicht möglich. Ein Drittanbieter Kabel, wie das von Ugreen, kann die unglückliche Situation auch ohne Dongle lösen.

Solide gestaltet

Das Kabel macht einen guten Eindruck. Ugreen attestiert ihm, robust und langlebig zu sein, was sich aber erst nach einigen Monaten bzw. Jahren validieren lässt. Ermöglicht werden soll die lange Lebenszeit durch ein Aluminum-Gehäuse am Stecker selbst. Die Stecker sind vernickelt, um Korrosionen zu vermeiden. Die Nylonummantelung macht das Kabel nicht zu steif, schützt das Innenleben aber trotzdem bspw. vor einem Kabelbruch.

Leider setzen viele Hersteller im Lieferumfang ihrer Geräte immernoch auf USB-A-Kabel. Immerhin: oft sind die Anschlusskabel nicht fest verbaut, sodass sie sich leicht austauschen lassen. Nur sehr günstige Geräte neigen dazu, über ein fest verbautes USB-A-Kabel zu verfügen. Für Käufer von Geräten wie dem AverMedia Streamer bedeutet der knappe Lieferumfang, dass bei der Anschaffung direkt mit Folgekosten gerechnet werden muss. Im Falle des Ugreen USB-B-auf-USB-C-Kabels beläuft sich der zusätzliche finanzielle Aufwand je nach Kabellänge auf 8,99 Euro bei einem Meter, 10,99 Euro bei zwei Metern und 12,99 Euro bei drei Metern. Für den Schreibtisch reicht allerdings oft bereits die kürzeste Ausführung. Tagesaktuell lassen sich bei jener auch 5 % vom Einkaufspreis einsparen, wenn die entsprechende Aktion auf der Amazon-Produktseite aktiviert wird.

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ich bin inzwischen dazu übergegangen einfach alles mit C-to-C Kabel zu machen und dann halt Adapter zu haben. Für die Geräte-Seite, nicht für die Laptop-Seite.
 
@paradonym: auch ein guter Ansatz
 
@paradonym: Gute Idee, aber die wenigsten Mainboards haben schon so viele USB-C Anschlüsse, dass auch alle Geräte per USB-C bedient werden können.
Ferner hat meine Erfahrung gezeigt, dass selbst viele USB 3.x Geräte häufig durch starke Wärmebildung im Gerät sich selber ausbremsen (externe Festplatten/SD-Kartenleser).
 
@masterjp: Dafür gibts ja USB-C Hubs.
 
@Bautz: Die können aber auch manchmal aussetzer haben wegen zu wenig power.
 
@Erbsenmatsch:
Wer genug Power für angeschlossene USB-Geräte haben möchte der kauft self-powered Hubs, keine bus-powered Hubs.
Wobei ich bislang keine USB-C Hubs mit Netzteil gesehen habe.
 
@masterjp: eben. Mein recht aktuelles Mainboard hat 8 USB Schnittstellen auf dem IO Pannel. Davon ist nur einer USB-C. Ähnliches Spiel auf dem Board selbst. 2 mal USB 2.x, 1x USB 3.x und noch ein mal USB-C.
 
schade eigentlich, dass sich usb-c sich nie am PC durchgesetzt hat. Was war der Grund dafür eigentlich, ist dieser Anschluss soviel teurer als usb-a?
 
@Frommi: Z.b. musst für alle bestehenden Geräte nen Adapter oder n neues Kabel kaufen ... - da können schon mal 100€ zusammen kommen.
 
@Frommi: die Durchsetzung läuft doch derzeit. Die Mainboards kommen langsam mit mehr USB C Anschlüssen und bis auf meine Tastatur sind alle Geräte bei mir sonst schon mit USBC anschluss ausgestattet. Maus, Headset etc.
 
@Frommi: Um die Tragik dieser Entscheidung für den Einzelnen Anwender zu verstehen, nur auf USB-C zu setzen zu verstehen, muss man nur mal Schauen wie die Leute jammern die seit 2015 einen neues MacBook gekauft haben. Apple User sind aber einschnitte und Restriktionen gewohnt. Wenn man das dann auf den weitaus liberaleren PC Markt projiziert, wage ich zu behaupten, dass die Hölle sich auftut. ^^
 
@Frommi: Dürfte eine Wechselwirklung mit der Nachfrage sein. Sehr lange haben die Konsumenten - weil sie halt nur USB A daheim hatten, keine Rechner mit USB C nachgefragt.

Aber PC-Gehäuse mit USB C an der Front kommen inzwischen trotzdem längst, wenn auch leider meist nur mit bis zu 5 GBit/s.
Mit bis zu 10 GBit/s gibt es auch schon, schneller offenbar noch nicht.

Unten hinten bringen ja die Mainboards die Anschlüsse mit, und Mainboard mit vier oder mehr USB C-Anschlüssen (oft sogar schneller als 5 GBit/s) gibt es inzwischen wirklich viele.

Spannender ist die noch imemr anhaltende Verarsche, Smartphone mit USB C auszustatten, dann aber nur mit bis zu 480 MBit/s, also dem wirklich ur-ur-ur-uralten UB 2.0.
Ebenso USB C-Kabel für Smartphones mit derselben Steinzeitgeschwindigkeit - da wird wirklich direkt für den Elektroschrott produziert, solange noch irgendein Depp den Mist kauft.
 
Da hab ich anscheinend Glück gehabt. An meinen Laptop hab ich jeweils 3x USB-A und 3x USB-C. Davon ist sogar 1x USB-C mit 100W PD. So sollten eigentlich alle Geräte ausgestattet sein.
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