EU will Quoten für Selbstversorgung mit grünen Technologien festlegen
Die EU-Kommission will verbindliche Quoten festlegen, wie stark die Selbstversorgung mit wichtigen grünen Technologien in Europa sein muss. Das soll die Grundlage dafür schaffen, die Abhängigkeit vor allem von Importen aus China zu reduzieren.
Übereinstimmend berichteten die Wirtschaftsmagazine Wirtschaftswoche und Handelsblatt am Wochenende über die Pläne, an denen in Brüssel gearbeitet wird. Das Ziel besteht dem Vernehmen nach darin, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 40 Prozent der emissionsfreien Technologien, die in der EU zum Einsatz kommen, aus eigener Produktion stammen sollen.
Das ist eine Lehre aus gewaltigen Fehlern der Vergangenheit. So war beispielsweise Deutschland einst führend in der Produktion von Solarmodulen. Allerdings wurde der Branche das Leben zunehmend schwer gemacht und heute kommen die meisten Panels aus China. Ausgerechnet jetzt, wo die Energiekrise und das Wissen über die energetische Unabhängigkeit einen Solar-Boom ausgelöst hat, begrenzt China den Export und wer hierzulande eine Photovoltaikanlage bauen will, muss sich unter anderem mit Lieferengpässen auseinandersetzen.
Wenn sich herausstellt, dass die hiesige Wirtschaft es nicht schafft, die Quote zu erfüllen, will man in Brüssel unverzüglich Maßnahmen einleiten, um das Erreichen der Ziele zu gewährleisten. Wie das konkret aussehen wird, ist aktuell noch nicht in allen Details klar. Fest steht aber, dass neben bestimmten Subventionen auch Eingriffe in nationale oder regionale Genehmigungsverfahren möglich werden, um Projekte wie beispielsweise den Bau neuer Produktionsanlagen schneller umsetzbar zu machen.
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Das ist eine Lehre aus gewaltigen Fehlern der Vergangenheit. So war beispielsweise Deutschland einst führend in der Produktion von Solarmodulen. Allerdings wurde der Branche das Leben zunehmend schwer gemacht und heute kommen die meisten Panels aus China. Ausgerechnet jetzt, wo die Energiekrise und das Wissen über die energetische Unabhängigkeit einen Solar-Boom ausgelöst hat, begrenzt China den Export und wer hierzulande eine Photovoltaikanlage bauen will, muss sich unter anderem mit Lieferengpässen auseinandersetzen.
Geld und Genehmigungen
"Die Union ist bei bestimmten Netto-Null-Technologien und ihren Komponenten in hohem Maße von konzentrierten Einfuhren abhängig", stellte man in Brüssel in einer Analyse der Ausgangslage fest. Daher sollen für verschiedene technische Produkte Mindestquoten festgelegt werden, mit denen sich die europäische Industrie bis zum Jahr 2030 selbst an der Produktion beteiligen soll. Bei Solarmodulen sollen das beispielsweise mindestens 40 Prozent sein, wofür wohl ein ordentlicher Ausbau der Produktionskapazitäten nötig wäre. Leichter dürfte das Ziel von 60 Prozent bei Wärmepumpen zu erreichen sein.Wenn sich herausstellt, dass die hiesige Wirtschaft es nicht schafft, die Quote zu erfüllen, will man in Brüssel unverzüglich Maßnahmen einleiten, um das Erreichen der Ziele zu gewährleisten. Wie das konkret aussehen wird, ist aktuell noch nicht in allen Details klar. Fest steht aber, dass neben bestimmten Subventionen auch Eingriffe in nationale oder regionale Genehmigungsverfahren möglich werden, um Projekte wie beispielsweise den Bau neuer Produktionsanlagen schneller umsetzbar zu machen.
Zusammenfassung
- EU-Kommission plant Quoten für Selbstversorgung mit grüner Technologie.
- Bis 2030 mind. 40% emissionsfreie Technologien aus eigener Produktion.
- Lehre aus Fehlern der Vergangenheit: Deutschland war einst führend in Solar.
- Subventionen und Eingriffe in Genehmigungsverfahren geplant.
- Festlegung von Mindestquoten für verschiedene technische Produkte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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