Erstmals töteten komplett autonome Drohnen auf dem Schlachtfeld
Erstmals sollen vollständig autonome Drohnen auf dem Schlachtfeld tödliche Angriffe durchgeführt haben. Das berichtet ein führender Vertreter der ukrainischen Drohnenindustrie und spricht von einem Wendepunkt in der modernen Kriegsführung.
Die sogenannten "Terminator"-Drohnen waren laut Kokhanowskyj so programmiert, dass sie mehrere Kilometer autonom zurücklegten und anschließend mithilfe eines KI-Systems eigenständig nach Zielen suchten, berichtet das Magazin NewScientist. Während dieses Einsatzes bestand keine Verbindung mehr zu den Fluggeräten. Weder eine Live-Überwachung noch ein Eingreifen durch menschliche Bediener seien möglich gewesen.
Da keine Bildaufzeichnungen der Angriffe vorlagen, überprüften später andere Drohnen das Gebiet. Dabei seien unter anderem getötete Soldaten sowie ein zerstörter Lastwagen entdeckt worden. Auf Grundlage dieser Beobachtungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass die autonomen Systeme die Ziele ausgeschaltet hätten.
Der Test soll im Raum Bachmut und Tschassiw Jar während einer ukrainischen Gegenoffensive stattgefunden haben. Das ukrainische Verteidigungsministerium äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall. Nach Angaben von Branchenvertretern verbietet die Ukraine derzeit jedoch den Einsatz von KI bei der endgültigen Entscheidung über einen Angriff. Zwar werde Künstliche Intelligenz bereits in zahlreichen militärischen Anwendungen genutzt, die letzte Freigabe müsse jedoch durch einen Menschen erfolgen.
Gleichzeitig treiben zahlreiche Staaten die Entwicklung entsprechender Technologien voran. Auch in der Ukraine arbeiten Unternehmen an immer leistungsfähigeren Abfangdrohnen. Nach aktuellem Stand sollen jedoch weiterhin Menschen die endgültige Entscheidung über einen Waffeneinsatz treffen. Ob diese Beschränkungen zukünftig gelockert werden, ist Gegenstand laufender Diskussionen zwischen Regierung und Rüstungsindustrie.
Siehe auch:
KI sucht Ziele allein
Der erste Einsatz liegt demnach schon etwas zurück und unterlag bisher der Geheimhaltung. Bereits vor zwei Jahren seien während eines Tests im Osten der Ukraine zehn mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete Drohnen eingesetzt worden. Die unbemannten Fluggeräte hätten nach dem Start selbstständig ein Zielgebiet nahe der Front erreicht und dort ohne weitere Befehle Menschen und Fahrzeuge angegriffen. Nach Angaben des Drohnenentwicklers Oleksandr Kokhanowskyj kamen dabei russische Soldaten ums Leben.Die sogenannten "Terminator"-Drohnen waren laut Kokhanowskyj so programmiert, dass sie mehrere Kilometer autonom zurücklegten und anschließend mithilfe eines KI-Systems eigenständig nach Zielen suchten, berichtet das Magazin NewScientist. Während dieses Einsatzes bestand keine Verbindung mehr zu den Fluggeräten. Weder eine Live-Überwachung noch ein Eingreifen durch menschliche Bediener seien möglich gewesen.
Da keine Bildaufzeichnungen der Angriffe vorlagen, überprüften später andere Drohnen das Gebiet. Dabei seien unter anderem getötete Soldaten sowie ein zerstörter Lastwagen entdeckt worden. Auf Grundlage dieser Beobachtungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass die autonomen Systeme die Ziele ausgeschaltet hätten.
Der Test soll im Raum Bachmut und Tschassiw Jar während einer ukrainischen Gegenoffensive stattgefunden haben. Das ukrainische Verteidigungsministerium äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall. Nach Angaben von Branchenvertretern verbietet die Ukraine derzeit jedoch den Einsatz von KI bei der endgültigen Entscheidung über einen Angriff. Zwar werde Künstliche Intelligenz bereits in zahlreichen militärischen Anwendungen genutzt, die letzte Freigabe müsse jedoch durch einen Menschen erfolgen.
Einsatz eigentlich untersagt
Internationale Organisationen und Experten warnen seit Jahren vor den Risiken autonomer Waffensysteme. Kritiker befürchten, dass Maschinen ohne menschliches Urteilsvermögen Fehler begehen, zivile Opfer verursachen oder grundlegende Regeln des humanitären Völkerrechts verletzen könnten. UN-Generalsekretär António Guterres fordert deshalb ein weltweites Verbot tödlicher autonomer Waffen.Gleichzeitig treiben zahlreiche Staaten die Entwicklung entsprechender Technologien voran. Auch in der Ukraine arbeiten Unternehmen an immer leistungsfähigeren Abfangdrohnen. Nach aktuellem Stand sollen jedoch weiterhin Menschen die endgültige Entscheidung über einen Waffeneinsatz treffen. Ob diese Beschränkungen zukünftig gelockert werden, ist Gegenstand laufender Diskussionen zwischen Regierung und Rüstungsindustrie.
Zusammenfassung
- Erstmals dokumentiert: Vollautonome Drohnen töteten Menschen auf dem Schlachtfeld
- Vor zwei Jahren wurden in der Ukraine zehn KI-Drohnen in einem Test eingesetzt
- Drohnen legten autonom mehrere Kilometer zurück und suchten eigenständig Ziele
- Spätere Aufklärungsdrohnen bestätigten getroffene Ziele und zerstörte Fahrzeuge
- Ukraine verbietet derzeit KI bei der endgültigen Entscheidung über Waffeneinsätze
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