Azure undicht: Microsoft schrammt knapp an großer Katastrophe vorbei
Das hätte ordentlich schief gehen können: Eine Sicherheitslücke bot Angreifern die Möglichkeit, Datenbanken in tausenden Microsoft Azure-Instanzen zu lesen, zu verändern oder komplett zu löschen. Passiert ist wie durch ein Wunder wohl nichts.
Das Security-Unternehmen Wiz hatte die Schwachstelle in der Cosmos DB entdeckt und Microsoft gewarnt. Die Sicherheitsforscher konnten hier laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters Zugang zu den kryptographischen Schlüsseln bekommen, mit denen sich legitime Nutzer gegenüber der jeweiligen Datenbank-Instanz ausweisen. Im schlimmsten Fall hätte dies dazu führen können, dass die Datenbestände in den Anwendungen tausender Unternehmen aller Größen plötzlich weg oder manipuliert sind.
Wie lange das Problem genau bestand, ist unklar. Allerdings dürfte die Schwachstelle bereits seit längerer Zeit in dem System geschlummert haben, bis die nun glücklicherweise von wohlmeinenden Experten gefunden wurde. "Wir haben keine Hinweise darauf, dass Außenstehende mit Ausnahme der Sicherheitsforscher Zugang zu den primären Lese-Schreib-Schlüsseln hatten", heißt es in einer E-Mail, die Microsoft vorsichtshalber an alle Kunden der betroffenen Azure-Dienste verschickte.
Luttwaks Team entdeckte die Schwachstelle am 9. August und informierte drei Tage später nach tiefergehenden Analysen die Verantwortlichen in Redmond. Von Seiten Microsofts gab es eine öffentliche Danksagung sowie 40.000 Dollar aus dem Bug Bounty-Programm der Azure-Abteilung.
Microsoft forderte in seinem Schreiben an die Kunden dazu auf, neue Zugangs-Schlüssel zu generieren. Dies kann seitens des Anbieters nicht erledigt werden, sondern obliegt dem jeweiligen Nutzer der Datenbank-Instanzen. Ratsam ist dies, weil trotz aller fehlender Hinweise natürlich nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, dass nicht doch irgendein Angreifer Zugang zu den Keys hatte.
Siehe auch:
Wie lange das Problem genau bestand, ist unklar. Allerdings dürfte die Schwachstelle bereits seit längerer Zeit in dem System geschlummert haben, bis die nun glücklicherweise von wohlmeinenden Experten gefunden wurde. "Wir haben keine Hinweise darauf, dass Außenstehende mit Ausnahme der Sicherheitsforscher Zugang zu den primären Lese-Schreib-Schlüsseln hatten", heißt es in einer E-Mail, die Microsoft vorsichtshalber an alle Kunden der betroffenen Azure-Dienste verschickte.
Keys bitte dringend erneuern!
Die Gefahr, die sich aus der Sicherheitslücke ergab, war trotzdem dramatisch. "Das ist die schlimmste Cloud-Schwachstelle, die man sich vorstellen kann", sagte Wiz-Technikchef Ami Luttwak. Dieser war früher selbst in führender Position für die Sicherheit in Microsofts Cloud-Sparte tätig und kennt sich somit gut mit der dort vorzufindenden Technologie und Architektur aus. "Das ist die zentrale Datenbank Azures und wir waren in der Lage, darüber auf jede Kunden-Datenbank zuzugreifen, bei der wir dies wünschen."Luttwaks Team entdeckte die Schwachstelle am 9. August und informierte drei Tage später nach tiefergehenden Analysen die Verantwortlichen in Redmond. Von Seiten Microsofts gab es eine öffentliche Danksagung sowie 40.000 Dollar aus dem Bug Bounty-Programm der Azure-Abteilung.
Microsoft forderte in seinem Schreiben an die Kunden dazu auf, neue Zugangs-Schlüssel zu generieren. Dies kann seitens des Anbieters nicht erledigt werden, sondern obliegt dem jeweiligen Nutzer der Datenbank-Instanzen. Ratsam ist dies, weil trotz aller fehlender Hinweise natürlich nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, dass nicht doch irgendein Angreifer Zugang zu den Keys hatte.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beliebte Downloads
Videos zum Thema Cloud
Beiträge aus dem Forum
-
Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool,
d-hubs -
Neu: Google Drive und Google Docs können
d-hubs -
LibreOffice-News: Office bald in Browser, Mobile und Cloud
d-hubs -
Nextcloud und IONOS bringen am 9. Juni die erste stabile Version
d-hubs -
Droid2PC: Android und Mac sinnvoll ohne Cloud-Zwang verbinden
Droid2PC_DE -
Nextcloud-Server auf einem Raspberry Pi betreiben
d-hubs -
#CloudFest Hackathon :: vom 20-22. März '26
d-hubs -
Datei öffnen dauert 30 Sekunden OneDrive
haylebob -
immich - Open-Source-Software: eine komplette Foto-Cloud
d-hubs -
Nextcloud Talk: MS-Teams Alternat., Open Source & DSGVO-kompatibel
d-hubs
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- NAS-Systeme:
Neue Nachrichten
- Sicherheitsbedenken: USA sperren DeepSeek in zivilen Bundesbehörden
- Readly senkt Einstiegspreis: Tausende Zeitschriften für einen Euro
- Idefix auf dem Weg zum Mars: Erste Landung auf Mini-Mond Phobos
- Apple rüstet alte HomePods auf: Diese Modelle kriegen neue Features
- KIs machen Smart-TVs dumm, um Werbung und Tracking loszuwerden
- Mozilla: Microsoft drängt Nutzer immer wieder zum Edge-Browser
- MacBook-Neo-Alternative: Gerüchte um Surface mit ARM-CPU von AMD
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
WAS passiert beim Aufruf einer Datenkraken-Website?
DON666 - Heute 10:57 Uhr -
Turbulenzen am PC- und Notebook-Markt :: Verkäufe gehen stark zurück -
d-hubs - Gestern 00:13 Uhr -
heute neu: RapidRAW: V 1.6.6.
d-hubs - Vorgestern 18:09 Uhr -
30 Jahre KDE aus dem "Kool Desktop Environment"
d-hubs - Vorgestern 11:24 Uhr -
Moodle 5.3 - sie ist die neue Long-Term-Support-Version
d-hubs - 17.10. 02:44 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen