Corona-Folgen: In diesem Jahr könnten mehrere Privatsender sterben
Das Angebot von Privatsendern könnte sich im Laufe dieses Jahres ausdünnen. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stehen die Betreiber nach Branchenangaben unter Druck und insbesondere Radio-Angebote könnten dem nicht standhalten.
"Das Jahr ist dramatisch, weil wir anders als in 2020 nicht von ersten guten Monaten zehren können", sagte Annette Kümmel, die Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Medien, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Im vergangenen Geschäftsjahr verfügten die Betreiber jeweils noch über ein gewisses Polster aus dem vorhergehenden Jahr und die ganz ordentlichen Werbeeinnahmen der ersten Monate.
Über die Zeit hinweg wurden die Reserven aber weitgehend aufgebraucht und nun steht der Branche ein zweites Lockdown-Jahr bevor. Die Privatsender haben dabei nicht das Problem, dass sie in ihrer Tätigkeit so eingeschränkt wären wie andere Unternehmen, allerdings gibt es in der übrigen Wirtschaft wesentlich weniger Bedarf, Werbung zu schalten.
Kümmel geht daher davon aus, dass es im Laufe des Jahres zu einigen Insolvenzen kommen wird, was entsprechend mit hoher Wahrscheinlichkeit die Abschaltung von Sendern zufolge hätte. Der Verband fordert daher auch für die Firmen in diesem Bereich staatliche Hilfen, mit denen die größten Engpässe überwunden werden können. Dann könnte die Branche hoffen. Denn alle gehen davon aus, dass es einen ordentlichen Schub bei der Werbung geben wird, wenn das öffentliche Leben wieder stärker losgeht und Kundenkontakte für viele Firmen wieder möglich werden.
Über die Zeit hinweg wurden die Reserven aber weitgehend aufgebraucht und nun steht der Branche ein zweites Lockdown-Jahr bevor. Die Privatsender haben dabei nicht das Problem, dass sie in ihrer Tätigkeit so eingeschränkt wären wie andere Unternehmen, allerdings gibt es in der übrigen Wirtschaft wesentlich weniger Bedarf, Werbung zu schalten.
Hoffen auf Normalisierung
Die großen privaten Medienkonzerne, von denen die überregionalen Fernseh-Programme und Radionetzwerke betrieben werden, dürften noch ganz gut zurechtkommen. Problematischer ist es bei den kleinen, regionalen Radiostationen. Diese finanzieren sich meist mit Werbung, die von kleinen, lokalen Firmen geschaltet wird. Und gerade diese haben selbst genug mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen, als dass sie derzeit noch größere Marketing-Kampagnen fahren könnten.Kümmel geht daher davon aus, dass es im Laufe des Jahres zu einigen Insolvenzen kommen wird, was entsprechend mit hoher Wahrscheinlichkeit die Abschaltung von Sendern zufolge hätte. Der Verband fordert daher auch für die Firmen in diesem Bereich staatliche Hilfen, mit denen die größten Engpässe überwunden werden können. Dann könnte die Branche hoffen. Denn alle gehen davon aus, dass es einen ordentlichen Schub bei der Werbung geben wird, wenn das öffentliche Leben wieder stärker losgeht und Kundenkontakte für viele Firmen wieder möglich werden.
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