KSTAR: Südkoreaner halten Kernfusions-Plasma 20 Sekunden stabil
Die Fusions-Forschung ist in den letzten Wochen um einen neuen Rekord bereichert worden. Am südkoreanischen Experiment KSTAR gelang es, das Plasma über eine Zeit von 20 Sekunden aufrecht zu erhalten.
Die Fortschritte der letzten Zeit sind rasant. Nachdem über Jahrzehnte vor allem die Bauprojekte vorangebracht wurden, konnten in den vergangenen Jahren immerhin diverse erfolgreiche Plasma-Zündungen vermeldet werden. Jetzt arbeiten die Forscher mit Hochdruck daran, diese Zustände dann auch über längere Zeit stabil zu halten. Die nun geschaffte Zeitspanne ist mit Abstand die klare Spitzenleistung in dem Bereich.
Geschafft wurde dies am Korea Superconducting Tokamak Advanced Research (KSTAR). Dort konnte man im Jahr 2019 das Plasma für eine Zeit von 8 Sekunden stabil halten. Ein Jahr zuvor waren es 1,5 Sekunden. Mit den nun erreichten 20 Sekunden zeigt man, dass die Weiterentwicklung des Fusions-Systems zügig voranschreiten kann - auch wenn man von einem dauerhaften Betrieb noch weit entfernt ist.
Bisher galt in den Fusions-Experimenten die 10-Sekunden-Marke als wichtiger Meilenstein, der von den Südkoreanern nun eindrucksvoll genommen wurde. Das Problem besteht hier darin, die Magnetfelder so auszurichten, dass das Plasma stabil an seinem Platz gehalten wird. Dies ist erforderlich, da es kein Material gibt, mit dem man den enorm heißen Stoff einschließen könnte. Ein stabiler Betrieb der Plasma-Fusion wäre dann die Voraussetzung, um die freiwerdende Energie zu nutzen, um beispielsweise Wasser zu erhitzen und eine Turbine anzutreiben.
Geschafft wurde dies am Korea Superconducting Tokamak Advanced Research (KSTAR). Dort konnte man im Jahr 2019 das Plasma für eine Zeit von 8 Sekunden stabil halten. Ein Jahr zuvor waren es 1,5 Sekunden. Mit den nun erreichten 20 Sekunden zeigt man, dass die Weiterentwicklung des Fusions-Systems zügig voranschreiten kann - auch wenn man von einem dauerhaften Betrieb noch weit entfernt ist.
10-Sekunden-Ziel gerissen
Das Plasma im KSTAR hat wie in vergleichbaren Systemen eine Temperatur von über 100 Millionen Grad Celsius. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Atomkerne der eingebrachten Wasserstoff-Isotope sich schnell genug bewegen, um aufeinanderzuprallen und miteinander zu Helium zu verschmelzen. Die Temperatur ist dabei wesentlich höher als in der Sonne, in der aufgrund der massiven Gravitation ein ganz anderer Druck erreicht wird und die Atomkerne dichter zusammengepresst sind.Bisher galt in den Fusions-Experimenten die 10-Sekunden-Marke als wichtiger Meilenstein, der von den Südkoreanern nun eindrucksvoll genommen wurde. Das Problem besteht hier darin, die Magnetfelder so auszurichten, dass das Plasma stabil an seinem Platz gehalten wird. Dies ist erforderlich, da es kein Material gibt, mit dem man den enorm heißen Stoff einschließen könnte. Ein stabiler Betrieb der Plasma-Fusion wäre dann die Voraussetzung, um die freiwerdende Energie zu nutzen, um beispielsweise Wasser zu erhitzen und eine Turbine anzutreiben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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