Epic scheitert vor Gericht:
Fortnite-Sperrung durch Apple in Ordnung
Der Versuch der Epic-Anwälte, Apple gerichtlich zur Freigabe von Fortnite auf iOS zu zwingen, ist vorerst gescheitert. Allerdings wurde dem Konzern aus Cupertino auch die vorläufige Auflage erteilt, Dritten die Nutzung der Unreal Engine nicht zu versagen.
US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers hatte die beiden Unternehmen gestern zu einer ersten Anhörung geladen, mit der die seit einigen Tagen dauernde Auseinandersetzung in geordnete Bahnen gelenkt werden soll. Apple hatte Epic mit seinen Produkten weitläufig auf seiner iOS-Plattform gesperrt, nachdem die Gaming-Firma In-App-Käufe in Fortnite an den Payment-Kanälen des App Stores vorbeischleusen und so die Provisionszahlungen an Apple vermeiden wollte.
Nachdem sich die Richterin beide Seiten angehört hatte, erklärte sie recht salomonisch, dass der Tag wohl für keine der Parteien in einem großen Sieg endet, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Sie dämpfte auch die Hoffnungen, dass ihre vorläufigen Entscheidungen bereits Hinweise darauf geben könnten, wie die ganze Sache am Ende ausgeht. Erst einmal sollen die Anwälte Apples und Epics am Freitag wieder bei ihr erscheinen. Dann soll es darum gehen, wie über Epics Antrag auf eine einstweilige Verfügung zu entscheiden ist.
Die Sperrung Fortnites war laut Rogers aber erst einmal völlig gerechtfertigt. Immerhin hat Epic mit der Einführung eines eigenen Zahlungsweges klar gegen die vertraglichen Vereinbarungen mit Apple verstoßen. Diese Feststellung gilt aber eben erst einmal unabhängig von der Frage, ob die App Store-Richtlinien generell legal sind. Hierbei handelt es sich laut der Richterin aber um eine extrem komplexe Angelegenheit, die keinesfalls kurzfristig und auf diesen Einzelfall bezogen beantwortet werden kann.
Für die Richterin geht es aber auch zu weit, wenn Apple völlig unbeteiligten Entwicklern bei der Verwendung der Unreal Engine Steine in den Weg legt, nur weil diese auch von Epic bereitgestellt wird. Immerhin verletzen weder die Rendering-Technologie noch die zugehörigen Entwickler-Tools die App Store-Richtlinien. "Es steht Epic Games und Apple frei, gegeneinander zu prozessieren - ihre Auseinandersetzung sollte aber nicht zu Chaos bei Unbeteiligten führen", so die Richterin.
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Nachdem sich die Richterin beide Seiten angehört hatte, erklärte sie recht salomonisch, dass der Tag wohl für keine der Parteien in einem großen Sieg endet, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Sie dämpfte auch die Hoffnungen, dass ihre vorläufigen Entscheidungen bereits Hinweise darauf geben könnten, wie die ganze Sache am Ende ausgeht. Erst einmal sollen die Anwälte Apples und Epics am Freitag wieder bei ihr erscheinen. Dann soll es darum gehen, wie über Epics Antrag auf eine einstweilige Verfügung zu entscheiden ist.
Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Die Sperrung Fortnites war laut Rogers aber erst einmal völlig gerechtfertigt. Immerhin hat Epic mit der Einführung eines eigenen Zahlungsweges klar gegen die vertraglichen Vereinbarungen mit Apple verstoßen. Diese Feststellung gilt aber eben erst einmal unabhängig von der Frage, ob die App Store-Richtlinien generell legal sind. Hierbei handelt es sich laut der Richterin aber um eine extrem komplexe Angelegenheit, die keinesfalls kurzfristig und auf diesen Einzelfall bezogen beantwortet werden kann.
Epic verlangt auch Provisionen
Wie Rogers ausführte, kann sich Apple durchaus das Recht nehmen, finanzielle Transaktionen nur mit einer Provision zuzulassen. Dagegen könne Epic wohl kaum etwas haben, denn das Unternehmen verlangt immerhin auch eine Beteiligung an den Umsätzen, die Dritte beim Vertrieb ihrer Spiele über den Epic Games Store generieren. Zu klären wäre hier eher, ob Apple aufgrund einer Monopolstellung besondere Auflagen einhalten muss - das sei aber eben eine ziemlich schwierige Sache, die nicht in ein oder zwei Anhörungen vor einem Bezirksgericht geklärt werden kann.Für die Richterin geht es aber auch zu weit, wenn Apple völlig unbeteiligten Entwicklern bei der Verwendung der Unreal Engine Steine in den Weg legt, nur weil diese auch von Epic bereitgestellt wird. Immerhin verletzen weder die Rendering-Technologie noch die zugehörigen Entwickler-Tools die App Store-Richtlinien. "Es steht Epic Games und Apple frei, gegeneinander zu prozessieren - ihre Auseinandersetzung sollte aber nicht zu Chaos bei Unbeteiligten führen", so die Richterin.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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