Google bleibt hart: Keine Extrawurst für Fortnite und Epic Games
Epic Games hat sich nun doch dazu entschlossen, den Erfolgs-Hit Fortnite über den Google Play Store anzubieten. Allerdings wird das nicht ganz so einfach - denn Epic verlangt eine Ausnahmeregelung von der 30 Prozent-Beteiligung für Google, die es nicht bekommen soll.
Epic Games hatte sich das so schön vorgestellt: Das Unternehmen hat heute nach langem Zögern Fortnite als App im Google Play Store eingereicht, beziehungsweise öffentlich gemacht, dass man die Einreichung vor hat und in Kürze soweit sein wird. Fortnite ist bekanntlich ein absoluter Renner und macht Millionschwere Umsätze. Allerdings will Epic daran möglichst wenig andere mitverdienen lassen. Die 30 Prozent-Beteiligung bei In-App-Käufen im Google Play Store ist Epic ganz einfach ein Dorn im Auge. Daher hatte Epic im Spätsommer vergangenen Jahres Fortnite für Android auch nicht über Google gelauncht, sondern nur als apk.-Download auf der eigenen Webseite angeboten.
Auf solche "Erpressungsversuche" und Spielchen will sich Google aber nicht einlassen. Gegenüber 9to5google hat Google seine bisherige Regelung verteidigt und lehnt eine Ausnahme ab. Alle Entwickler sollen "unter den gleichen Bedingungen teilnehmen".
Die Umsatzbeteiligung dient den Entwicklern zudem indirekt, da Google die Einnahmen in seine Plattform und Tools investiert. Infografik: Goldesel Fortnite macht 318 Mio. $ im Mai
Siehe auch:
Wandel gefordert - für die ganze Branche
Epic erwartet nun, dass Google sich endlich von diesem Umsatz-Beteiligungsmodell wegbewegt. Natürlich hätte Epic gern eine Ausnahmeregelung, schreibt dazu das Online-Magazin 9to5google. Noch besser wäre es aber, wenn Google das Modell grundsätzlich für einen umfassenderen Branchenwandel überdenkt, zitiert das Magazin Epic Games.Schwere Geschütze
Epic kommt dabei gleich mit schweren Geschützen. "Wir glauben, dass diese Form der Kopplung eines obligatorischen Zahlungsdienstes mit einer Gebühr von 30 Prozent bei einer Vertriebsplattform mit einem Marktanteil von über 50 Prozent illegal ist", heißt es da weiter.Auf solche "Erpressungsversuche" und Spielchen will sich Google aber nicht einlassen. Gegenüber 9to5google hat Google seine bisherige Regelung verteidigt und lehnt eine Ausnahme ab. Alle Entwickler sollen "unter den gleichen Bedingungen teilnehmen".
Die Umsatzbeteiligung dient den Entwicklern zudem indirekt, da Google die Einnahmen in seine Plattform und Tools investiert. Infografik: Goldesel Fortnite macht 318 Mio. $ im Mai
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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